Wie Unternehmen ökologischer arbeiten können

FortbildungUnternehmen werben mit ihrem ökologischen Bewusstsein und präsentieren ihre Umweltschutzmaßnahmen im Internet und auf Produkten. Verbraucher achten da auch sehr drauf. Doch was genau, können Unternehmen tun, damit die Grüne Aura nicht nur Fassade bleibt?

Ökologische Krisenherde in Unternehmen

Je nach Arbeitsschwerpunkt eines Unternehmens, gibt es unterschiedliche Krisenherde. Ein Knackpunkt ist natürlich immer und überall der Energieverbrauch. Produzierende oder weiterverarbeitende Firmen haben in der Logistik ebenfalls viele Kriterien, die über die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens oder den ökologischen Fußabdruck des Produkts entscheiden. Die Lieferwege und die Transportmittel beispielsweise. Die Gewinnung von Rohstoffen oder Verarbeitung von Materialien außerhalb des Unternehmens, sollte jedoch kritisch beleuchtet werden und Lieferanten und Geschäftspartner nach ökologischen Kriterien ausgewählt werden.

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Pflanzendünger

Was sind eigentlich Düngemittel?

Üppiges PflanzenwachstumAlles was Pflanzenwachstum ermöglicht und fördert kann man als Pflanzendünger bezeichnen. Oft denken wir an chemisch- synthetische Düngemittel, die bei ihrer Herstellung sehr viel Energie verbrauchen. Wir denken an Gülleseen und an die Verseuchung von Gewässern. Tatsächlich zählt sogar CO2 dazu, zugeführtes Kohlendioxid, das bei Pflanzen im Gewächshaus das Wachstum beschleunigen kann. Und sogar Schwefedioxid –  Abgase aus der Kohleverbrennung  – düngen Kohl und andere schwefelbedürftige Pflanzen. Hier sieht man deutlich – erst die Dosis macht das Gift.
Saharastaub ist Dünger für ganze Ökosysteme rund um den Globus, zum Beispiel für den Amazonas Regenwald. Die mineralstoffreichen Partikel aus Trockengebieten enthalten die Nährstoffe, die in extrem regenreichen Gebieten längst aus dem Boden ausgewaschen sind. Und so fruchtbar gerade der Regenwald mit seinen Baumriesen auch aussehen mag, das Ökosystem lebt von der sprichwörtlichen Hand in den Mund, im Kreislauf mit sich selbst. Der Boden ist ausgelaugt. Es sind die verrottenden Baumriesen selbst, die die Nährstoffe für neues Wachstum liefern. Die Zufuhr von Nährsalzen wie Kalzium und Magnesium aus der Sahara verhindert langfristig die Verarmung und Degradierung.

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Flutkatastrophen und Dürren

Die Klimakatastrophe ist überall sichtbar

DürreDie Klimaerwärmung, die seit Jahren nicht nur messbar sondern auch fühlbar für uns alle ist, hat uns in Mitteleuropa in den letzten Jahren  Hitze und Dürre gebracht und nun Überschwemmungen in unvorstellbarem Ausmaß. Weltweit ereigneten sich nie gekannte Feuer, nie gekannte Stürme und nie gekannte Hitzewellen und Dürreperioden. Feuer vernichteten Wald, Flora und Fauna in Australien,  im brasilianischen Amazonasbecken und in den ausgedehnten Mooren und Wälder Sibiriens.  Insgesamt ist eine unvorstellbare Naturraumvernichtung überall auf der Welt im Gange, gefördert durch die Klimaerwärmung. Und immer brennen Wälder, die Sauerstoffproduzenten, die Luftfilter und Lungen und die CO2 Speicher unserer Erde.

Klimazonen formen Landschaften und Lebensweisen

Was verbinden wir gedanklich mit der Sahelzone? Ein großes Gebiet in Ostafrika, das immer wieder durch katastrophale Hungersnöte auffiel aber auch durch Überschwemmungen meist nach Jahren verheerender  Dürren. Dürren, die Ernten komplett ausfallen und Tiere beziehungsweise große Tierherden verhungern ließen. Nach solchen Dürrejahren kamen irgendwann die Starkregen und spülten den ungeschützt und brach liegenden Boden weg. Wir in Mitteleuropa sprachen dann gerne von Überweidung als Ursache, erklärten womöglich Ziegen zu  den Schuldigen. Dass die Menschen in diesem Klima ihre Ernährung nicht durch Ackerbau mit dem Pflug sichern können wird von technikgläubigen Mitteleuropäern gerne übersehen. Anders als  früher können die Nomaden mit ihren Tierherden auch nicht mehr dahin wandern, wo es noch Futter gibt, denn die Lebensräume werden immer kleiner.

Was bleibt übrig von den gemäßigten Breiten?

Beim Jahrhunderthochwasser 2002  hatten bis dahin in Mitteleuropa nie gesehene Niederschlagsmengen nie dagewesene Zerstörungen angerichtet. Gleich 2003 bescherte uns dann die erste brutale Jahrhundert-Dürre, der die Dürrejahre 2018, 2019 und 2020 allerdings den Rang abliefen. Doch wir hatten auch das Oderhochwasser 2010, das Elbehochwasser 2013, die Flutkatastrophen in Simbach am Inn und in Braunsbach 2016. Das Jahr 2021 wird nun mit vielen Ortsnamen im Ahrtal und anderswo verbunden werden, mit unermesslichen Schäden und schrecklichen Schicksalen.

Beim Jahrhunderthochwasser 2002 war Biothemen.de noch ganz neu, die Autorin frisch zurück von der Wüstenforschung. Damals brachte Biothemen.de das Elbehochwasser auch in Verbindung zum Waldsterben. Der Zusammenhang zwischen sterbenden Wäldern und Überschwemmungen ist ein ganz direkter. Flutkatastrophen haben nicht nur mit der Klimakatastrophe zu tun. Es liegt nicht am CO2 allein! Und es ist nicht nur der sterbende Wald. Auch Wiesen und Weiden, früher oft moorig, wurden ihrer enormen Wasserspeicherkapazität beraubt. Sie wurden wie der Waldboden durch große schwere Maschinen verdichtet. Auf Ackerflächen wird der Humus durch Überdüngung und Pflügen abgebaut.

Dazu mehr hier: Landnutzungsänderung, der Klimakiller
und: CO2-Speicher Humus – Moor, Wald, Wiese

Was Wald alles ausmacht

In erster Linie und ganz direkt hilft Wald besser als alles andere gegen Überschwemmungen. Es ist eine Tatsache, dass selbst sintflutartige Regenfälle in intakten Waldgebieten kaum Schaden anrichten. Der Wald saugt sehr viel Wasser auf wie ein Schwamm. Dazu tragen die Bäume, die übrige Vegetation und der humusreiche Waldboden bei. Auch intaktes Grünland saugt viel Wasser auf, die Pflanzenschicht und die Humusschicht, je dicker desto besser. Intakter alter Wald und Dauer-Grünland sorgen für Versickerung ins Grundwasser und für sehr langsamen Wasserabfluss.

 Flächenversiegelung und Dürre  – eine Teufelsspirale

Sturzbach in natürlicher, unversiegelter LandschaftWas wir in Deutschland haben ist ein durch die vergangenen Dürrejahre stark geschädigter und teilweise auch vernichteter Wald. Tote Bäume und abgeholzte Wälder verlieren ihre Schwammfunktion. Nicht nur das, sie halten auch den Boden auf dem sie stehen nicht mehr fest und auch nicht sich selbst. Alles rutscht. Und man will es kaum noch erwähnen und doch ist es notwendig: Die Flächenversiegelung und die Zersiedlung lassen Wald zu etwas anderem werden als es einmal war. Sogenannte Ausgleichsflächen für Versiegelung, Abholzungen und Flächenverbrauch werden zwar aufgeforstet, doch ob die Bäume nach ein paar Jahren noch leben wird nicht nachverfolgt. Und auch der Waldboden oder die dicke Humusschicht von umgebrochenem Grünland sind dadurch nicht wieder da!  Aus abgestorbenen, heruntergefallenen Ästen und trockenem Laub gibt es in Dürrejahren praktisch keine Humusbildung mehr. Das trockene Zeug auf dem Boden saugt das plötzlich auftretende Wasser nicht auf und hält es nicht fest. Dürre zusammen mit Flächenversiegelung verschlimmern die Situation wie in einer Teufelsspirale.

Wir rechnen alles schön

Wald ist nicht die Ansammlung von ein paar Bäumen auf zerstückelten Flächen mit jeweils ein paar hundert Quadratmetern. Wald ist auch kein Forst mit einer genetisch identischen Baumart einer Altersklasse, die regelmäßig genutzt, das heißt abgeholzt wird. Und Wald ist eventuell auch nicht oder nicht mehr die in Landkarten  ausgewiesene Waldfläche, wenn er vielleicht 2018, 2019 oder 2020 vertrocknet ist. Doch diese einstmaligen Waldflächen liegen den CO2 Berechnungen, unseren errechneten Klimazielen zu Grunde. Ober dieser Wald noch eine CO2-Senke ist, die er sein sollte und als die er berechnet wird, ist die eine Frage. Die andere Frage wird gar nicht erst gestellt, ob der Wald seine anderen waldtypischen Funktionen noch erfüllt: die grüne Lunge sein und der effektivste Wasserspeicher und Wasserrückhalt.

Wald ist weit mehr als die Gegenrechnung für eine ausgeglichene Klimabilanz und die Möglichkeit noch ein paar mehr große Autos fahren zu lassen. Die Natur prüft es nach.

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Ungenutzte Dachflächen vermieten und dadurch dem Klimawandel entgegenwirken

Hausdächer mit Süd-ExpositionWeltweit müssen wir immer häufiger feststellen, dass der Klimawandel ein ernstes Problem darstellt. Wetterextreme kommen öfter vor und manchmal sind sie sogar existenzbedrohend. Infolgedessen dürfte inzwischen jedem klar geworden sein, dass wir dem Klimawandel entgegenwirken müssen und dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Während einige Optionen mit Verzicht einhergehen, können wir von anderen sogar unabhängig vom geleisteten Umweltschutz profitieren. Ein gutes Beispiel dafür wäre das Vermieten von ungenutzten Dachflächen.

Das Vermieten von Dachflächen geht mit einigen Vorteilen einher und ist eine Maßnahme, die jeder von uns durchführen kann, sofern er über ungenutzte Dächer verfügt beziehungsweise diese die richtige Ausrichtung aufweisen sowie eine möglichst große Fläche haben. Fakt ist, dass jede Person in Deutschland ihren Beitrag leisten sollte, damit Probleme wie die derzeitigen Unwetter in Deutschland nicht eines Tages an der Tagesordnung sind. Werfen wir also einen Blick darauf, wie das Vermieten von ungenutzten Dachflächen eigentlich abläuft.

Vermieten von Dachflächen erfordert keinen hohen Aufwand

Im Gegensatz zu einigen anderen Maßnahmen wie einer Umstellung des Lebensstils ist das Vermieten von Dachflächen eine Herausforderung, die sich verhältnismäßig einfach bewältigen lässt. Im Grunde ist dafür nur erforderlich, einen Anbieter wie Solar Direktinvest zu nutzen. Besagter Anbieter zahlt, um Dachflächen für einen begrenzten Zeitraum – bis zu 40 Jahre – zu nutzen. Die Dachflächen werden in Photovoltaikanlagen umgebaut und zum Generieren von Energie verwendet. Vermieter profitieren dabei von einer Reihe an Vorteilen und können zudem ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Doch schauen wir uns am besten direkt an, was die Maßnahme – neben dem Umwelt- beziehungsweise Klimaschutz – an Vorzügen mit sich bringt.

Welche Vorteile bringt das Vermieten von Dachflächen?

Mit Sicherheit fragen Sie sich, was das Vermieten von Dachflächen für Vorteile hat und warum nicht nur die Umwelt davon profitiert. Der entscheidende Punkt hierbei ist ohne Frage der potenzielle Gewinn. Ungenutzte Dachflächen weiterzuvermieten, kann die passiven Einnahmen erhöhen, da regelmäßig Mietkosten bezahlt werden. Man wird schließlich am Umsatz des generierten Stroms beteiligt. Bei dem von uns genannten Anbieter ist es zudem alternativ möglich, eine Einmalzahlung für bis zu 20 Jahre entgegenzunehmen. Beim Vermieten von Dachflächen erwarten Sie also regelmäßige Mieteinnahmen oder ein einmaliger hoher Betrag. Sie können selbst entscheiden, was in Ihrem persönlichen Fall am ehesten Sinn macht. Zudem entstehen Ihnen keinerlei Kosten für die Sanierung des Dachs, denn eine solche wird auch bei asbesthaltigen Dächern kostenfrei durchgeführt. Sie erhalten also gleichzeitig ein „kostenloses Upgrade“.

Sollte die Sanierung erfolgreich sein, können Sie von einer Wertsteigerung Ihrer Immobilie ausgehen. Sie schlagen also mehrere Fliegen mit einer Klappe. Allerdings muss Ihnen bewusst sein, dass sich nicht alle Dächer zum Vermieten eignen. Manche können nicht zu Photovoltaikanlagen umgebaut werden oder es ist schlichtweg nicht rentabel. Wichtige Faktoren hierbei sind beispielsweise die Ausrichtung und die zur Verfügung stehende Fläche. In jedem Fall ist es ratsam, sich ausreichend über das Thema zu informieren um das Maximum an Energie rauszuholen. Die Maßnahme ist schließlich zweifelsohne entscheidend für den Klimaschutz und früher oder später werden wir ohnehin komplett auf regenerative Energiekonzepte umsteigen müssen.

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Bettwäsche aus Naturfasern – Vorteile und Merkmale

Möve Luxury BettwäscheDie meisten Naturfasern sind für die Herstellung feiner Bettwäschegewebe ungeeignet. Oft werden deshalb Kunstfasern eingesetzt. Konzentriert man sich auf Bettwäsche aus reiner Naturfaser, zeigt sich: Im Wesentlichen dominiert die Baumwolle den Bettwäschemarkt. Diese einseitige Vorherrschaft verdankt sich unter anderem den Vorzügen der Baumwollfaser. Sie ist ausgesprochen vielseitig und lässt sich von einfachen Baumwollgeweben bis zu anspruchsvollen Damaststoffen verarbeiten. Außerdem ist sie pflegeleicht, weich und atmungsaktiv. Aber welche Alternativen gibt es zusätzlich? Und welche Naturfaser bietet das Optimum an textiler Qualität verbunden mit nachhaltigem Umweltschutz?

Klassiker Baumwolle

Seit einigen Jahren experimentiert die Textilindustrie mit bisher wenig beachteten, natürlichen Fasern als Alternative zur Baumwolle. Dazu gehören Hanf, Brennnessel oder Bambus. Handelsübliche Gewebe im Bettwäschebereich bestehen aber nach wie vor aus Baumwolle und – mit deutlich geringeren Marktanteilen – aus Seide, Leinen und Tencel. Welche Qualität Baumwolle hat, hängt größtenteils von Produktion und Verarbeitung ab. Bei sorgfältiger Behandlung entstehen sehr hochwertige und lange Fasern, die sich zu edler Bettwäsche aus Baumwollsatin oder Baumwolldamast verarbeiten lassen. Diese Bettwäschegewebe sind sehr weich zur Haut, glänzen und besitzen eine hohe Atmungsaktiviät. Genau wie Perkal lassen sich sehr gut im Sommer einsetzen. Mithilfe der Webtechniken entstehen auch Jersey, Renforcé, Biber- und Flanell-Bettwäsche aus Baumwolle, die sich für kältere Jahreszeiten eignen, angenehme Wärmewirkung ausweisen und viel Feuchtigkeit aufnehmen. Einfache Baumwollgewebe aus den meist kürzeren Baumwollfasern sind ganzjährig einsetzbar. Generell lässt sich Baumwolle leicht pflegen und für hygienische Zwecke bei 60 Grad oder heißer waschen.

Gesundheitliche und ökologische Auswirkungen bei Baumwolle

Das Hauptproblem bei der Baumwollproduktion sind ein sehr hoher Wasserverbrauch sowie der Einsatz von Pestiziden. Um Letzteres zu vermeiden, kann man sich für Produkte aus Bio-Baumwolle entscheiden. Von den 22 Mio. Tonnen Baumwolle, die im Jahr 2016/17 produziert wurden, stammten allerdings nur 0,5 % bzw.  118.000 Tonnen aus dem biologischen Anbau. Die Produktion deckt also den Bedarf bei weitem nicht. Vor allem ist zu bedenken, dass viele Umweltgifte erst bei der Verarbeitung ins Spiel kommen. Das bedeutet: Auch wenn die Baumwolle aus konventionellem Anbau stammen sollte, schützt man die eigene Gesundheit und Natur besonders nachhaltig, wenn man sich für Bettwäsche mit OEKO-TEX-Siegel entscheidet. Denn biologisch produzierte Baumwolle ist kein Garant für gesunde Textilien, wie das Umweltinstitut München klarstellt.

Weitere Alternativen: Leinen, Seide, Tencel

Seide ist ausgesprochen angenehm zur Haut und vor allem im Sommer ein wunderbares Bettwäschegewebe. Allerdings kann sie nicht über 30 Grad gewaschen werden und stellt für den hygienischen Alltagsgebrauch hohe Anforderungen. Leinen als Traditionsfaser für Bettwäsche ist ausgesprochen hochwertig. Die Flachsfaser hat antistatische, antibakterielle und überdurchschnittlich temperaturregulierende Eigenschaften.  In Winter wie Sommer wirkt sie temperaturausgleichend und kann hohe Mengen Feuchtigkeit schnell an die Außenluft abgegeben. Sie fühlt sich griffiger als Baumwolle an und ist nicht knitterfest. Deshalb erfordert sie einen gewissen Pflegeaufwand. Ökologisch besehen verbraucht die Flachspflanze deutlich weniger Wasser als Baumwolle. Pestizide kommen gar nicht zum Einsatz. Noch wenig beachtet wird Tencel. Buchen-, Fichten- oder Eucalyptusholz wird in Zellulose umgewandelt und dann als sogenanntes Lyocell für die Textilproduktion eingesetzt. Im Vergleich mit Baumwolle und Flachs fällt hierbei der niedrigste Wasserbrauch an. Die Produktion erfolgt nach Fair-Trade-Prinzipien. Bettwäsche aus Lyocell ist ebenfalls sehr weich, wirkt sehr temperaturausgleichend und besitzt wie Leinen antibakterielle Eigenschaften.

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So kann man eine tierfreundliche Ecke im Garten gestalten

Blumenwiese ©pixabay Einen tierfreundlichen Garten zu gestalten ist ein großartiger Weg, Wildnis in den Garten einziehen zu lassen und natürliche Artenvielfalt wiederherzustellen. Solche Gärten erfordern jedoch eine große pflanzliche Vielfalt, um so viele Tiere wie möglich anzulocken. Um unsere Gärten tierfreundlich zu gestalten, müssen wir jedoch nicht unbedingt den Garten in einen wilden Dschungel verwandeln! Es gibt viele einfache Dinge, die wir tun können, um Tieren zu helfen, die einen Unterschlupf in unserem Garten suchen.

Vielfalt an Pflanzen ist wichtig

Man sollte verstehen, dass selbst der kleinste Garten eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume für wilde Tiere bieten kann. Es gibt auch viele Möglichkeiten, wie Sie in Ihren Außenbereichen vielfältige Behausungen für Tiere selber schaffen oder von der Natur schaffen lassen können. Andererseits ist nicht nur der Lebensraum wichtig, sondern auch die Nahrungsquellen. Die Pflanzen selbst  müssen nicht unbedingt direkt Nahrung liefern. Sie können Insekten anziehen, die wiederum Nahrung für einige Arten liefern.

Einer der besten Wege, mehr Insekten in Ihren Garten zu locken, ist, Ihren Mäher im Gartenhaus zu lassen. Langes Gras ist einer der am meisten bewohnten Lebensräume im Garten. Anstatt gepflasterte Terrassen, Kunstgras oder einen perfekten Rasen lassen Sie es wachsen, indem Sie einen Teil oder sogar Ihren ganzen Rasen ungemäht lassen. Ersetzen Sie diesen Rasen durch eine wilde und üppige Blumenwiese. So schaffen Sie einen Platz, wo sich viele Insekten und sogar kleine Säugetiere verstecken und brüten können. Wenn ein ordentliches Aussehen Ihres Rasens Ihnen zu wichtig ist und Sie überwachsene Flächen zurückschneiden möchten, verwenden Sie keine Mäher, sondern Gartenscheren. Außerdem versuchen Sie den Rasen nicht öfter als einmal alle vier Wochen mähen.

Weniger ist manchmal mehr

Darüber hinaus sind einige  Wildkräuter auch für die Tierwelt von Vorteil, insbesondere diejenigen, die wie Löwenzahn aktiv blühen, da sie eine perfekte Nahrungsquelle für viele Insekten sind. Deshalb ist – was das Rasenmähen und die Beseitigung von Unkraut betrifft – weniger oft mehr.

Die Regel “Weniger ist manchmal mehr” bezieht sich auch auf das Entfernen von Totholz und Pflanzenresten. Eine übermäßige Reinigung Ihres Gartens kann Wildnis erschweren. Wenn Sie jemals einen Stapel alten Holzes zerlegt haben, haben Sie möglicherweise bereits eine Vorstellung davon, wie viele Insekten dort leben können. Gleiches gilt für tote Pflanzenstängel. Viele Insekten verwenden Totholz als Versteck für den Winterschlaf in den kälteren Monaten.

pixabay.com/photos/squirrel-looking-for-funny-cute-2117826/Lassen Sie deswegen Zweige, Steinhaufen, Pflanzenreste und verrottendes Holz in Ihrem Garten. Diese schaffen Schutz für viele Insekten wie Käfer und Spinnen. Das Gleiche gilt auch für abgefallene Blätter. Sobald sie zu verfallen beginnen, liefern sie wichtige Nährstoffe für den Boden. Wenn Sie einen grünen Garten haben möchten, lassen Sie die Blätter am besten liegen.

Für den Fall, dass Sie Ihren Garten aufgeräumt und das Totholz ordentlich gesammelt haben möchten, gibt es auch einige Optionen für Sie:

  1. Sie können die Pflanzenreste und abgefallenen Blätter kompostieren. Wenn Sie hausgemachten Kompost in Ihrem Garten verteilen, werden damit Würmer gefördert, die sich überall ausbreiten werden. Diese sind eine ausgezeichnete Nahrungsquelle für andere Wildtiere. Darüber hinaus verbessern Würmer die Bodenentwässerung.
  2. Totholz kann für die Gestaltung von Benjeshecken (Totholzhecken) verwendet werden. Solche Hecken bieten Nistplätze für Vögel und Säugetiere sowie einen wertvollen Schutz vor Raubtieren.

Nistplätze schaffen und Tiere in den Garten locken

Zu den weiteren Möglichkeiten, für Vögel hervorragende Schutz- und Brutplätze zu schaffen, gehören wachsende Kletterer an Wänden. Büsche können auch große Zufluchtsorte für die Vogelwelt sein, ebenso für kleine Säugetiere wie Igel. Als Schutz vor Raubtieren und als sicherer Ort, um ein Nest zu bauen, können diese von unschätzbarem Wert sein. Darüber hinaus bieten Beerensträucher eine weitere Quelle für wertvolle und unwiderstehliche saisonale Lebensmittel: eine großartige Nektarquelle für Insekten und Beeren für Vögel. Ein Vogelhaus ist eine andere schnelle und einfache Möglichkeit, Ihren Garten für Vögel attraktiver zu machen. Wenn Sie Lust auf DIY haben, können Sie versuchen, es selber zu bauen.

pixabay.com/photos/hedgehog-spur-hannah-wild-animal-5385804Die Bereitstellung von Vogelhäusern, Fledermauskästen und Igelhäuschen kann eine großartige Möglichkeit sein, gute künstliche Schutzräume in die Natur einzuführen. Natürliche Nistplätze können für Tiere immer schwieriger zu finden sein, und unsere Gärten bieten uns die Möglichkeit, ihnen eine dauerhaft sichere Alternative zu bieten.

Erstellen Sie ein natürliches Gewässer

Anstatt einen blitzsauberen Pool zu haben, sollten Sie einen natürlichen Teich anlegen. Gewässer sind für die Insektenzucht von entscheidender Bedeutung, beispielsweise legen Libellen, Wasserkäfer und Mücken ihre Eier ins Wasser. Ihre Larven dienen als perfekte Nahrungsquelle für Ihre Gartenwelt. Ein Gartenteich kann auch an heißen Sommertagen einen guten Zweck erfüllen und den kühlenden Schluck Wasser für durstige Tiere bereitstellen.

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Um ein günstiges Umfeld für die zahlreichen Wasserbewohner wie Frösche, Fische, Molche und andere zu schaffen, sollten Sie den Boden und Pflanzen hinzufügen. Darüber hinaus sollte Ihr Teich während der Tageszeit, wenn die Sonnenstrahlen am stärksten sind, im Halbschatten liegen, damit Ihr Teich im Sommer nicht zu stark austrocknet und seine Bewohner nicht unter der Hitze leiden. Im Winter sollte es eine frostfreie Zone geben, da die meisten Wasserbewohner in Zeiten extremer Kälte darauf angewiesen sind. Hier vergraben sie sich im Spätherbst im Schlamm und überwintern in den Wintermonaten. Aus diesem Grund sollten Sie vor dem Aufstellen Ihres Gartenteichs die örtlichen Wetterbedingungen berücksichtigen und den Standort und die Tiefe Ihres Teichs entsprechend planen.

Zum Auffüllen Ihres Teichs sammeln Sie Regenwasser in Wasserkolben und Fässern. Teichbewohner werden natürliches Regenwasser bevorzugen. Stellen Sie auch sicher, dass Steine ​​oder Äste vorhanden sind, damit Wildtiere in den Teich hinein- und hinauskommen können.

Wenn einen Teich in Ihrem Garten anzulegen keine Option für Sie ist, z. B. weil dazu der Platz fehlt oder aus irgendeinem anderen Grund, können Sie einen zu vergrabenden Eimer oder einen Trog verwenden, um ein kleines Gewässer zu schaffen. Überlegen Sie dies, da ein Teich ein echter Bonus für wild lebende Tiere ist.

Zum Schluss sollte erwähnt werden, dass es viele Möglichkeiten gibt, Ihren Garten tierfreundlich zu gestalten und den Tieren in Ihrer Region zu helfen. Um jedoch alle Vorteile in Ihrer Gegend auszuschöpfen, sollten Sie Ihre Nachbarn dazu motivieren, auch einen tierfreundlichen Bereich in ihren Gärten zu gestalten.

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Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Flugreisen, Plastiktüten und manche Modetrends haben etwas gemeinsam: Sie verbrauchen Ressourcen und hinterlassen Müll, viel Müll. Ob Nachhaltigkeit und nachhaltig zu leben darin besteht nur im Inland zu reisen, Stofftaschen zu benutzen und Öko-Mode zu tragen hängt von einigen Faktoren ab. Letztendlich zählt die Quantität unseres Verbrauchs aber auch die Ökobilanz und der ökologische Fußabdruck, egal ob von Verkehrsmitteln, Essen oder T-Shirts.

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Umweltfreundlich mit Papier kommunizieren

PapierDie Nutzung von Papier stellt viele ökologisch denkende Menschen vor eine ernste Gewissensfrage. Für viele Unternehmer sind Prospekte und Flyer als Werbemittel unverzichtbar. Eine Firma funktioniert nun einmal nicht ohne Briefwechsel. Und auch im Privatbereich verzichten wir nur ungern auf die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten, die uns das Papier bietet. Es macht einfach viel zu viel Spaß, Einladungskarten selbst zu kreieren und wunderschöne bunte Broschüren zu entwerfen. Vor allem Firmen, die ökologisch erzeugte Produkte anbieten, hätten ohne eine adäquate Werbung in Papierform klare Wettbewerbsnachteile. Man steckt also in einem Dilemma. Auf der einen Seite existiert der Wunsch, mit seinem ökologischen Angebot Gutes zu tun, auf der anderen Seite sterben für das Papier Bäume. In Anbetracht der Tatsache, dass der Wald durch den Dürresommer noch immer geschädigt ist, erzeugt die Verwendung von Papier ein schlechtes Gewissen. Doch ganz auf Papierprodukte zu verzichten, lohnt sich nicht. Den wohl besten Kompromiss bietet die Umweltdruckerei mit FSC-Zertifizierung.

Nachhaltig drucken – geht das?

Wer die Printmöglichkeiten gerne voll ausschöpft und zugleich Wert auf eine umweltgerechte Produktion legt, entscheidet sich für eine Druckerei mit ähnlichen Ansichten. Die Rohstoffe für das Papier stammen entweder aus dem Recycling oder es handelt sich um Holz mit FSC-Zertifizierung. FSC-zertifiziertes Holz kommt aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Auch das Drucken selbst erfolgt möglichst umweltgerecht mit auf Baumharz und Pflanzenöl basierenden Biodruckfarben, die garantiert frei von Mineralöl sind. Ein klimaneutraler Druckprozess rundet das ressourcenschonende Programm ab. Es ist also durchaus möglich, Drucksachen wie Plakate, Broschüren und Briefbögen umweltfreundlich herzustellen.

Drucksachen für die gute Sache

Es gibt viele Situationen, in denen Drucksachen Gutes bewirken. So dienen zum Beispiel Prospekte der Aufklärungsarbeit oder der Naturschutzwerbung. Der Nutzen überwiegt hier eindeutig die Nachteile der Papierverwertung. Oft sind Faltblätter und Informationsblätter die einzig wirklich effektive Methode, um Mitglieder, Spenden oder Kunden zu gewinnen. Fast alle Naturschutzorganisationen nutzen diese Medien als Teil ihrer Marketingstrategie. Insbesondere die bunt bedruckten Exemplare sprechen die Menschen sehr stark an. Manche Produkte wie Postkarten oder Lesezeichen dienen zudem einem praktischen Zweck. Sie sind Werbung und zugleich Gebrauchsprodukt. Darüber hinaus gibt es Bereiche, in denen naturgemäß ohnehin viel Papier anfällt. In einem Unternehmen erfolgt der Schriftverkehr auch heute noch zumeist in Papierform. Es werden Rechnungen und Lieferscheine gedruckt, Mahnungen verschickt und Kunden über die neuesten Produkte und Dienstleistungen informiert. Wer hierfür auf herkömmliche Druckerzeugnisse verzichtet und dafür auf ressourcenschonende Produkte zurückgreift, hat schon viel zum Umweltschutz beigetragen. Dank modernster Drucktechniken und dem Einsatz biologischer Farben ist es möglich, nahezu alle Designs aufs Papier zu bringen. Somit erhalten Firmen Briefbögen, Visitenkarten sowie ihre gesamte Geschäftsausstattung auf Wunsch in sehr hoher Qualität mit ihrem eigenen Corporate Design. Darüber hinaus lohnen sich auch private Druckaufträge, zum Beispiel für Hochzeitseinladungen und Dankschreiben. Selbst kleinere Auflagen lassen sich umweltgerecht umsetzen. Viele Vereine nutzen die Gelegenheit, Postkarten und Kalender mit ihrem Logo in Auftrag zu geben und beispielsweise gegen eine Spende abzugeben oder als Werbemittel zu verschenken. Die Möglichkeiten, umweltfreundliche Drucksachen zu gestalten, sind vielfältig. Ganz egal, um welches Medium es sich handelt, man sollte immer zuerst die ressourcenschonende Alternative in Betracht ziehen.

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Fertighäuser – wie ökologisch können sie sein?

FertighausImmer häufiger bekommen wir die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Für viele Menschen Grund genug, einzelne Bereiche ihres Lebens umweltbewusster zu gestalten. Eine Möglichkeit bieten Fertighäuser durch ihre ökologische Bauweise. Wir zeigen, in welchen Bereichen Fertighäuser dabei helfen können, das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen.

Spätestens seit der Fridays-for-Future-Bewegung wächst in immer mehr Menschen das Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil. Wer ökologisch leben möchte, handelt in vielen Bereichen bewusster und macht sich Gedanken darüber, wie sein Handeln die Umwelt beeinflussen kann. Doch nicht nur beim Verzicht auf Plastik oder beim Einkauf ausschließlich regionaler Produkte kann man seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern. Das geht auch mit Fertighäusern. Beim Fertighaus Bauen mit Holz profitiert die Umwelt in besonderem Maße.

Was ist typisch für ökologische Baustoffe?

Werden beim Hausbau ökologische Baustoffe, entscheidet man sich für eine besonders umweltschonende Bauweise. Damit sie als umweltschonend gelten, müssen die beim Hausbau verwendeten Baumaterialien folgende Merkmale aufweisen:

  • Nachwachsender Rohstoff aus der Natur: Holz zum Beispiel gilt als besonders schadstoffarm und belastet durch die geringere Verarbeitung die Umwelt weniger.
  • Geringerer Aufwand für Gewinnung und Verarbeitung: Baumaterialien mit einem hohen Verarbeitungsaufwand brauchen mehr Elektrizität und Wasser. Weitaus natürlicher sind daher Holz und Lehm, die nur wenig oder gar nicht verarbeitet bzw. industriell hergestellt werden müssen.
  • Kurze Transportwege: Werden für den Transport von Baumaterialien lange Überfahrten in Kauf genommen, wirkt sich dies belastend auf die Umwelt aus. Bauen mit einheimischem Holz ist deswegen die beste Wahl.
  • Umweltfreundliche Entsorgung: Baumaterialien, die ohne Kunststoffe auskommen, können umweltgerecht entsorgt und in vielen Fällen wiederverwertet werden.

Welche Fertighäuser sind besonders ökologisch?

Auch wenn die verwendeten Materialien in Sachen Ökobilanz beim Hausbau eine große Rolle spielen, entscheiden sie nicht alleine darüber, wann ein Fertighaus als nachhaltig gilt. Wichtig ist, sich vor Realisierung des Bauvorhabens ausführlich beraten zu lassen, um sich für einen passenden Haustyp entscheiden zu können. Als besonders ökologisch gelten Niedrigenergiehäuser, Nullenergiehäuser, Passivhäuser und Plusenergiehäuser.

Niedrigenergiehaus:

Bei Niedrigenergiehäusern kann man kräftig sparen, brauchen sie durch ihre moderne Bauweise sowie eine energiesparende Technik doch weniger Energie als andere Haustypen. Hausbesitzer freuen sich dank des geringeren Wärmeverlustes durch die spezielle Gebäudehülle über eine niedrigere Heizkostenrechnung.

Passivhaus:

Beim Passivhaus wird ein Großteil der Heizenergie durch Sonnenkraft oder Abwärme von Bewohnern sowie durch die technische Ausstattung gedeckt. Ebenso von Vorteil ist die hohe Effizienz der Wärmedämmung.

Nullenergiehaus:

Hierbei handelt es sich um eine technische Weiterführung des Passivhauses, so dass es Überschneidungen bei Wärmedämmung und Wärmerückgewinnung gibt. Darüber hinaus deckt das Nullenergiehaus seinen Energiebedarf über das Jahr gerechnet selbst. Verantwortlich dafür ist der Einsatz von Solaranlagen oder Geothermalpumpen.

Plusenergiehaus:

Ebenso wie beim Nullenergiehaus wird über das Jahr gesehen mehr Energie produziert als man benötigt. Allerdings kann man je nach Jahreszeit auch Energie von außen beziehen. Im Winter etwa könnte die eigene Solaranlage zur Energiedeckung nicht ausreichen.

Übrigens sind viele Fertighäuser förderfähig. Wer bestimmte Standards einhält, kann sich

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Ökologisch leben – Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Regional und saisonal Einkaufen und Essen.© Foxys Forest Manufacture/ShutterstockGreta Thunberg hat es vorgemacht und zahlreiche Jugendliche sowie Erwachsene auf der ganzen Welt sind ihrem Protest gefolgt. Inzwischen ist die Fridays-for-Future-Bewegung jedem ein Begriff. Klimaschutz ist ein globales Anliegen. Dazu gehört auch ein nachhaltiger Lebensstil. Wenn wir so weitermachen wie bisher, zerstören wir unsere Lebensgrundlage. Doch nicht nur Politiker sind dringend zum Handeln aufgefordert, im Prinzip kann jeder etwas für die Umwelt tun. Vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln sollte man sich bewusst machen, woher diese eigentlich kommen und wie sie verpackt sind. Wer ressourcenschonend lebt, kann seinen ökologischen Fußabdruck um ein Vielfaches verringern. Bevor wir zu den Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen kommen, soll zunächst erklärt werden, was unter „ökologischem Fußabdruck“ zu verstehen ist.

Ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck setzt die Umweltressourcen, die der Weltbevölkerung zur Verfügung stehen, ins Verhältnis zu den Ressourcen, die jeder einzelne durch seinen Konsum bzw. Lebensstil verbraucht. Seit den 80er Jahren beanspruchen wir mehr Ressourcen als uns die Ökosysteme weltweit bereitstellen. Wir gehen mit der Welt also um, als hätten wir 1,6 Planeten [Quelle: Brot für die Welt]. Überfischung, Massentierzucht und Regenwaldabholzung sind Gründe für den hohen Ressourcenverbrauch. Hinzu kommt die wachsende Bevölkerungszahl. Derzeit leben 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt. Laut Schätzungen werden es im Jahr 2050 bereits 9,7 Milliarden Menschen sein. Die Nachfrage an Ressourcen steigt zunehmend, doch das Angebot nimmt immer mehr ab.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen

In der Regel gehen wir mehrmals die Woche einkaufen, die meisten von uns im Supermarkt. Inzwischen gibt es zahlreiche Bio-Supermärkte, die ausschließlich biologische Produkte anbieten. Doch wer Bio-Tomaten kauft, die extra aus Holland nach Deutschland importiert werden, handelt nicht gerade ökologisch. Zugegeben, es ist nicht immer leicht, alles richtig zu machen. Wer jedoch die folgenden fünf Tipps ernst nimmt, trägt ebenfalls zum Schutz der Umwelt bei und kann als Vorbild dienen. Menschen mit Vorbildfunktion schaffen es wiederum, andere dazu zu bewegen, ähnlich zu handeln.

1.      Tragetasche, Rucksack oder Korb statt Plastik- oder Papiertüte

Vielleicht ist es ab 2020 nicht mehr erwähnenswert, sofern das Verbot von Plastiktüten im Einzelhandel tatsächlich in Kraft tritt. Doch auch unabhängig davon sollte jeder eine wiederverwendbare Tragetasche, einen Rucksack oder einen Korb mitnehmen, wenn er einkaufen geht. Auf Papiertüten sollte man ebenso verzichten. Diese werden häufig nur einmal verwendet und bei ihrer Herstellung wird viel Wasser verbraucht.

2.      Regionale und saisonale Produkte kaufen

Wer auf dem Wochenmarkt einkauft, unterstützt nicht nur die regionalen Bauern, sondern vermeidet gleichzeitig Unmengen an Verpackungsmüll. Denn Obst und Gemüse im Supermarkt sind häufig in Plastik verpackt. Um die frischen Lebensmittel vor dem restlichen Einkauf in der Tasche zu schützen, eignen sich auch hier Stoffbeutelchen anstelle der dünnen Einmalplastiktüten.

3.      Auf Bio-Siegel achten

Der biologische Anbau von Lebensmitteln ist besonders ressourcenschonend und umweltverträglich, denn die Bauern verzichten hierbei sowohl auf Pestizide als auch auf Gentechnik. Geprüfte EU-Bio-Güte-Siegel sind zum Beispiel „Demeter“, „Naturland“ und „Bioland“. Produkte mit diesen Siegeln unterliegen strengen Vorschriften. Wer jedoch die Möglichkeit hat, Lebensmittel aus der direkten Umgebung zu kaufen, sollte diese den ausländischen Bio-Produkten im Supermarkt vorziehen. Lange Transportwege von Lebensmitteln schaden der Umwelt mehr, als das Bio-Siegel an Nutzen bringt.

4.      Fleischkonsum reduzieren

Ob Tiere zum Verzehr geeignet sind oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dass Tierhaltung allerdings nicht umweltfreundlich ist, belegen die Fakten: Um Futtermittel anzubauen, werden Regenwälder abgeholzt und auch der Wasserverbrauch, der in einem Kilo Rindfleisch steckt, ist enorm: 15.000 Liter Wasser werden dafür benötigt! Von der Bewässerung der Soja- und Getreidepflanzen, die als Futter verwendet werden, bis zu den Transportwegen, die die Tiere auf ihrem Weg zum Schlachter zurücklegen. Bei einem verantwortungsbewussten Fleischkonsum geht es nicht darum, ganz auf Fleisch zu verzichten, sondern weniger davon zu konsumieren. Grundsätzlich ist Billigfleisch aus Massentierhaltung sowohl aus Tierschutz- als auch aus Umweltgründen nicht zu empfehlen.

5.      Eigenen Becher mitnehmen

Noch schnell einen Kaffee, doch die Mittagspause ist schon fast wieder vorbei? Der US-amerikanische Trend des Kaffees zum Mitnehmen ist auch in Deutschland von großer Beliebtheit. Statt einem Einmalbecher, der meist noch mit einer dünnen Plastikfolie beschichtet ist, sollte man jedoch darauf achten, stets den eigenen Coffee-to-go-Becher mitzunehmen. In der Regel bietet jedes Café an, das Heißgetränk direkt in den mitgebrachten Thermobecher zu füllen, manchmal sogar mit einer Ersparnis von ein paar Cent.
Am besten ist es, man nimmt sich die Zeit, sich in ein Café zu setzen. Mit einem guten Buch in der Tasche oder einem netten Gesprächspartner ist der Kaffee in der Tasse immer noch am genüsslichsten.

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