Cannabis als Medizin gegen seltene Krankheiten

Cannabis-Blüten
Kann Medizinalcannabis bei seltenen Krankheiten helfen? (Photo by Hakuna Matata on Unsplash)

Medizinisches Cannabis wird in Deutschland seit 2017 verschrieben und in der Regel dann eingesetzt, wenn Patienten über chronische Schmerzen klagen. Auch bei Epilepsie und Multipler Sklerose soll Cannabis erfolgreich die Symptomeindämmung unterstützen.

Doch wie sieht es mit Beschwerden aus, welche sich abseits des Mainstreams abspielen? Kann Cannabis dazu beitragen, dass Menschen, die unter sogenannten seltenen Krankheiten leiden, zu einer besseren Lebensqualität gelangen?

Was genau ist medizinisches Cannabis?

Cannabis ist die gebräuchliche Bezeichnung für die Hanfpflanze (cannabis sativa) und ist vor allem bekannt für den berauschenden Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol). Cannabis besitzt aber noch etwa 100 weitere Cannabinoide (Wirkstoffe). Neben THC macht sich gerade CBD (Cannabidiol) einen Namen, welches aufgrund seiner vermuteten entspannenden, entzündungshemmenden und krampflösenden Wirkungen in vielen Branchen Verwendung findet.

Medizinisches Cannabis nun grenzt sich in seiner Konsistenz wenig von herkömmlichem Cannabis ab. Es wird aus Samen aufgezogen, wie sie von Online-Shops wie Zamnesia (https://www.zamnesia.com/de/35-hanfsamen/368-zamnesia-seeds) vertrieben werden. Der Unterschied liegt im Zweck der Anwendung. So ist THC-haltiges Cannabis zum Freizeitgebrauch in Deutschland noch verboten. Zu medizinischen Zwecken darf es unter gewissen Umständen von zugelassenen Ärzten verschrieben werden.

Wie wirkt Cannabis im Körper?

Die Wirkungen von Cannabis sind noch nicht bis ins Letzte erforscht. Allerdings gilt als sicher, dass Cannabis über das körpereigene Endocannabinoid System (ECS) seine zahlreichen möglichen Wirkungen entfaltet. Das ECS ist Teil des Nervensystems von Wirbeltieren. Es verteilt sich auf verschiedene Regionen des Körpers, geballt kommt es im Gehirn und im Zentralen Nervensystem vor. Außerdem besiedelt das ECS Zellen des Immunsystems, des Magen- und Darmtrakts sowie der Knochen und der Haut.

Die Aufgabe des ECS wird u. a. in der Reizweiterleitung gesehen. Dabei docken Transmitterstoffe, die sogenannten körpereigenen Endocannabinnoide, an den diversen Rezeptoren der Nervenzellen an. Über spezifische biochemische Prozesse werden Reize nun aktiviert oder blockiert. Es wird vermutet, dass THC, CBD und andere Phytocannabinoide die Stelle der Endocannabinoide einnehmen und deren Aufgaben übernehmen können. In der Theorie werden positive Stimmungen wie Freude aktiviert, negative Empfindungen wie Trauer und Schmerz dagegen blockiert.

Bei welchen seltenen Krankheiten kann man Cannabis anwenden?

Seltene Krankheiten betreffen nur einen geringen Teil der Menschen. Aufgrund ihrer Schwere oder Gefährlichkeit jedoch erregen sie die Aufmerksamkeit von Ärzten, Behörden und Patientenorganisationen.

Die EU (Europäische Union) definiert eine seltene Krankheit als solche, wenn weniger als 5 von 100.000 Personen davon betroffen sind. Cannabis soll das Potenzial besitzen, die Symptome dieser Beschwerden zu lindern.

Tourette-Syndrom

Die Krankheit hat neurologische Hintergründe und zeichnet sich durch plötzlich auftretende Spasmen (Tics) im Gesichts-, Nacken- und Schulterbereich aus. Derzeit werden zur Behandlung Neuroleptika verabreicht.

Diese schlagen nicht immer an und sind meist mit Nebenwirkungen verbunden. Die Hoffnung der Betroffenen ruht auf dem Wirkstoff THC, bei dem vermutet wird, dass er die Tics vermindern kann.

Dravet-Syndrom

Dabei handelt es sich um eine seltene Form der Epilepsie. Eine klinische Studie ist im Gange, bei der das CBD-haltige Medikament Epidiolex bei der Behandlung von betroffenen Kindern eingesetzt wurde. Das Experiment befindet sich in der abschließenden Phase 3, die Pharmabranche erwartet sich positive Ergebnisse hinsichtlich CBD und der Behandlung der Krankheit.

Stiff-Person-Syndrom

Unter dem Stiff-Person-Syndrom verstehen Mediziner eine fortschreitende Versteifung der Muskulatur, die von regelmäßigen Muskelkrämpfen begleitet wird. Inzwischen wurde bekannt, dass in der Universitätsklinik im spanischen Alzira ein Mann, der unter der Krankheit leidet, mit dem cannabishaltigen Medikament Sativex behandelt wurde. Nach mehr als einem Jahr haben sich laut Aussagen Beteiligter erhebliche Verbesserungen eingestellt. Herkömmliche Behandlungsformen dagegen blieben wirkungslos.

Achalasie

Bei Achalasie ist die Muskulatur der Speiseröhre beeinträchtigt. Sie kann sich nicht mehr entspannen. US-amerikanische Forscher berichten von einem Patienten*, der Cannabis innerhalb von 9 Jahren in geringen Dosen angewendet hat. In dieser Zeit klagte der Patient nur über geringe Verdauungsprobleme.

Intrakranielle Hypertonie

Bei dieser neurologischen Erkrankung ist im Gehirn zu viel cerebrospinale Flüssigkeit vorhanden. Vor allem übergewichtige, schwangere Frauen sind davon betroffen. Dadurch wird ein verstärkter Druck auf das Gehirn ausgeübt. Mit Cannabis, so wird vermutet, kann dieser intrakranielle Druck gesenkt werden.

*Quelle:

Luquiens, Amandine et al: Self-medication of achalasia with cannabis, complicated by a cannabis use disorder (link), 2015

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Food-Upcycling: Wie aus Lebensmittelresten tolle Naturkosmetik wird

Ob Kaffeesatz, Fruchtkerne oder Obstschalen: Beim Kochen fällt jede Menge Abfall an, der oftmals geradewegs im Mülleimer landet. Was viele dabei nicht wissen: Die Lebensmittelreste können zu wertvoller Naturkosmetik verarbeitet werden. Food-Upcycling, die Wiederverwertung von Essensresten, ist nicht nur ein reiner Trend, sondern ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Doch welche upgecycelten Produkte für Haut und Haare sind besonders lohnenswert?

Was ist Food-Upcycling?

Food-Upcycling ist schon längst in aller Munde. Doch was steckt hinter dieser Umweltbewegung? Ganz einfach: Übriggebliebene Lebensmittel, die normalerweise entsorgt werden, werden zu wichtigen Zutaten für nachhaltige Kosmetika. Wer das Upcycling selbst ausprobieren möchte, wird schon bald darüber staunen, was sich aus vermeintlichen Abfällen wie Avocadokernen, Kartoffelschalen und Kaffeesatz so alles zaubern lässt.

Die Wiederverwertung von Essensresten ist jedoch nicht nur etwas für kreative Querdenker, sondern ein zentrales Thema, das gerade in der heutigen Wegwerfgesellschaft zum Umdenken einlädt. Überzeugende Gründe, die für das Food-Upcycling sprechen, sind z. B. diese drei:

  • Müllvermeidung: Wer bewusst auf den ständigen Einkauf von Pflegeprodukten verzichtet, leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Verpackungsmüll, der in der Beauty-Industrie tonnenweise anfällt.
  • Gesundheitlicher Mehrwert: Die vermeintlichen Lebensmittelabfälle bringen einen echten gesundheitlichen Mehrwert. Gerade die Schalen und Kerne von Obst und Gemüse stecken voller gesunder Nährstoffe, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
  • Gelebte Nachhaltigkeit: Wenn man sich für Food-Upcycling entscheidet, spricht man sich – ganz ohne Worte – für einen nachhaltigen Lebensstil aus. Damit kann man vielleicht auch andere zu mehr Umweltbewusstsein inspirieren und die Idee der Wiederverwertung von Lebensmittelns so richtig ins Rollen bringen.

Rezepte für selbstgemachte Naturkosmetik

Ob ein wirkungsvolles Kaffeesatz-Körperpeeling, eine wohltuende Avocadokern-Gesichtsmaske oder eine umfassende Gesichtsreinigung mit Bananenschalen: Es gibt unzählige, einfache Naturkosmetik-Ideen mit Essensresten, die andernfalls im Abfall landen.

Dabei handelt es sich um keine komplizierten Kreationen, für die noch zuvor ein Großeinkauf erledigt werden muss. Im Gegenteil: Zu den Lebensmittelresten müssen nur Zutaten hinzugefügt werden, die normalerweise ohnehin zum Grundrepertoire einer jeden Küche gehören. Die folgenden 4 Rezepte stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und lassen sich in nur wenigen Schritten umsetzen.

Kaffeesatz-Körperpeeling

Kaffeetrinker wissen es nur allzu gut: Bei der Zubereitung des beliebten Heißgetränks türmen sich früher oder später Berge an Kaffeesatz im Kompost. Dem zurückgebliebenen Rest der gemahlenen Kaffeebohnen sollte man jedoch einiges an Aufmerksamkeit schenken. Er lohnt sich für ein umfassendes Körperpeeling. Der Koffein im Kaffeesatz hat dabei nicht nur eine reinigende und pflegende Wirkung, sondern kann auch dem Bindegewebe auf die Sprünge helfen.

Für ein Kaffeesatz-Körperpeeling müssen nur zwei Esslöffel Kaffeesatz mit etwas Olivenöl vermischt werden – schon ist das selbstgemachte Peeling fertig. Danach trägt man es in kreisenden Bewegungen auf die gewünschten Körperpartien auf und lässt es für 10-15 Minuten einwirken. Zum Abschluss spült man es mit warmem Wasser ab.

Haarkur aus Kartoffelschalen

Kartoffeln sind eine wertvolle Zutat in vielen schmackhaften Gerichten. Bei der Zubereitung entsteht viel Abfall, weil die gesunde Knolle für viele Speisen zuerst geschält werden muss. Die Kartoffelschalen müssen dabei aber nicht zwingend weggeworfen werden. Sie stecken voller gesunder Nährstoffe wie Vitamin B und C, die als echte Wundermittel für die Haare gelten. Eine Haarkur aus Kartoffelschalen stärkt das Haar und lässt es sensationell glänzen.

Für das Anrühren der Kartoffel-Haarkur sind nur zwei Zutaten erforderlich: eine Tasse Kartoffelschalen und zwei Tassen heißes Wasser. Für die Zubereitung und Anwendung müssen folgende Schritte befolgt werden:

  • Kartoffelschalen im Wasser für ca. 5 Minuten kochen lassen.
  • Milchig gefärbtes Kartoffelwasser abkühlen lassen.
  • Sud mit einem feinen Sieb abseihen.
  • Haarkur aus Kartoffelschalen auf das Haar auftragen.
  • 5-10 Minuten einwirken lassen.
  • Haare mit kaltem Wasser ausspülen – alle Reste der Kartoffelkur sollten entfernt werden.

Avocadokern-Maske

Die Avocado ist eine absolute Superfrucht. Sie ist schön anzusehen, schmeckt hervorragend und steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, die der Gesundheit zugutekommen. Die grünen bis schwarzschaligen Früchte versorgen den Körper aber nicht nur von innen heraus mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralien, sondern eignen sich auch für die äußerliche Anwendung.

Es gibt viele Rezepte aus Avocado für die Haut. Der Fruchtkern wird allerdings häufig völlig außer Acht gelassen und oft – ohne mit der Wimper zu zucken – weggeworfen. Dabei kann der zermahlene Kern eine sehr wertvolle Zutat für selbstgemachte Kosmetika sein. Eine Gesichtsmaske für trockene Haut mit zusätzlichem Peeling-Effekt ist eine besonders gute Idee. Die nachfolgende Grafik zeigt, wie die Maske zubereitet wird:

Rezept für Avocado-Maske

So wird eine Avocado-Maske für trockene Haut (mit Peeling-Effekt) zubereitet (©malakoff-klinik.de)

Gesichtsreinigung mit Bananenschalen

Auch Bananenschalen landen in der Regel im Biomüll, doch auch diese können sinnvoll weiterverwendet werden. Wer unter Hautunreinheiten leidet, sollte sich die Schale der tropischen Frucht zunutze machen. Diese enthält viele Mineralien wie Eisen, Zink sowie Antioxidantien, die einen reinigenden Effekt haben.

Vor der Verwendung der Bananenschale sollte das Gesicht gründlich gereinigt werden. Danach wird die Schale der Tropenfrucht für mehrere Minuten in die unreine Hautpartie eingerieben. Sämtliche Überreste können danach mit warmem Wasser von der betroffenen Stelle entfernt werden.

Wichtig ist hier vor allem, dass nur die Schalen von Bio-Bananen verwendet werden. Der Grund: Pestizid-Rückstände sind in diesem Fall kaum bis gar nicht vorhanden.

Food-Upcycling für mehr Nachhaltigkeit

Food-Upcycling ist eine von vielen konkreten Möglichkeiten, um wesentlich nachhaltiger zu leben. Mit vermeintlich unbrauchbaren Lebensmittelresten kann man wertvolle Kosmetikprodukte ganz einfach selbst herstellen und seinem Körper und der Umwelt etwas richtig Gutes tun!

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Rettet den Regenwald!

RegenwaldDie Zerstörung des Regenwaldes in Südamerika ist eines der größten ökologischen Probleme unserer Zeit. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlicher Natur. Zum einen steigt der Bedarf an landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere für die Zucht von Rindern. Zum anderen wachsen in den brasilianischen Regenwälder Holzarten, die auf dem europäischen und asiatischen Markt sehr begehrt sind. Außerdem fallen große Teile des Urwaldes dem Abbau von wichtigen Rohstoffen wie Gold, Bauxit, Kupfer und Nickel zum Opfer. Unabhängig von den Gründen für die Abholzung hat diese aber katastrophale Folgen für den ganzen Planeten. Daher fragen sich immer mehr Menschen hierzulande, welchen Beitrag sie selbst zum Schutz des Regenwaldes leisten können.

Gebrauchtes Holz für besondere Möbel

Wer auf Tropenholz wie Teak oder Mahagoni verzichtet, trägt natürlich dazu bei, die Abholzung der Regenwälder nicht weiter zu fördern. Gerade im Bereich von Möbelholz gibt es hierzulande großartige Alternativen, die den Edelhölzern aus Südamerika in Sachen Qualität und Schönheit in nichts nachstehen. Dabei kristallisiert sich seit einigen Jahren ein besonderer Trend zu gebrauchtem Holz heraus. Möbel aus gebrauchtem Fichtenholz sind daher nicht nur besonders nachhaltig, sondern überzeugen auch durch eine spezielle Optik. Diese stylischen Trendmöbel verschönern nicht nur das eigene Zuhause, sondern unterstützen auch das Prinzip der Nachhaltigkeit auf besondere Weise. Denn die Nutzung von gebrauchtem Holz schont sowohl den Regenwald in Südamerika als auch die einheimischen Wälder.

Augen auf bei der Grillkohle

Die Temperaturen werden langsam höher und die Lust zu grillen, steigt. Doch aufgepasst! Auch eigentlich unverdächtig wirkende Produkte wie Grillkohle enthalten häufig Tropenholz. Die Deutschen verbrennen pro Jahr etwa 250.000 Tonnen Holzkohle. Ein wesentlicher Anteil davon kommt aus Nigeria und Paraguay, also Ländern mit viel Regenwald. Über 60 Prozent dieser Produkte enthalten Kohle aus illegal gewonnenem Holz, darunter auch Tropenholz. Leider sind auch die Kennzeichnungen nicht immer verlässlich. Obwohl etliche Produkte mit dem Hinweis „kein Tropenholz“ versehen sind, wurden in aufwendigen Analysen trotzdem Tropenhölzer entdeckt. Ein Problem sind auch die fehlenden Einfuhrbestimmungen. Zwar regelt die Europäische Holzhandelsverordnung die Einfuhr von Holz, allerdings sind Briketts und Grillkohle von dieser nicht gedeckt und unterliegen daher keinen gesetzlichen Bestimmungen. Daher fehlen häufig Angaben zu der Herkunft des verwendeten Holzes. Doch es gibt umweltfreundliche Alternativen. Auf dem Markt finden sich Produkte aus Maisspindeln, Olivenkernen oder Weinreben. Diese eignen sich als Grillkohleersatz hervorragend und haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie keine langen Transportwege benötigen.

Bewusster Fleischkonsum

Wer umweltfreundlich grillen möchte, sollte natürlich auch bei der Auswahl des Grillguts Vorsicht walten lassen. Denn vieles, was sich die Deutschen gerne auf den Grill legen, ist unter Umweltschutzaspekten alles andere als unbedenklich. Die ethische Problematik von Massentierhaltung ist den meisten Menschen bekannt. Jedoch wissen viele nicht um den Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und der Abholzung des Regenwaldes. Bei der industriellen Produktion von Fleisch ist Soja eines der beliebtesten Futtermittel. Die Anbauflächen von Soja finden sich vor allem in Brasilien. Wesentliche Teile der landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen Sojabohnen angebaut werden, waren vorher von Regenwald bedeckt. Fleisch zu essen ist eine persönliche Entscheidung, die nicht mit der Moralkeule angegriffen werden darf. Fleisch ist aber nicht gleich Fleisch. Wer auf den Genuss eines guten Steaks nicht verzichten möchte, hat allerdings mittlerweile genügend Alternativen, hochwertiges Fleisch von regionalen Erzeugern zu erwerben. Natürlich sind diese Produkte hochpreisiger. Allerdings entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, wenn Grillstationen für 2.000 Euro gekauft werden und darauf das Billigfleisch vom Discounter brutzelt.

Fazit

Jeder kann auf seine Art einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die rasante Abholzung der Regenwälder gestoppt wird. Jede Kaufentscheidung ist ein persönliches Statement und die Nachfrage bestimmt das Angebot. Natürlich wirken Veränderungen des Einkaufsverhaltens nicht sofort, aber sie wirken. Daher sollte sich jeder seiner Macht als Konsument bewusst sein und im Sinne der Umwelt handeln.

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Wie fördern Sie Ihre Gesundheit optimal?

SalateSie gerät in den letzten Jahren immer weiter in den Mittelpunkt der Gesellschaft und die Bewusstheit für das Thema steigt. Die Rede ist von der Gesundheit. Im Internet gibt es daher auch verschiedenste Ratgeber und unterschiedlichste Ideen darüber, wie es gelingen kann, den eigenen Körper bestmöglich zu unterstützen. Schließlich wünschen sich wohl die meisten Menschen, möglichst lange und gesund leben zu können. Damit auch Sie die Möglichkeit haben, diesen Wunsch wahr werden zu lassen, erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten Sie tatsächlich haben.

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Hagebutten – Gesunde Früchte der Rose

Rosenfrüchte enthalten geballte Vitamine

Hagebutten am Strauch
Hagebutten am Strauch

Hagebutten, die Früchte der Rosen sind in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Schon der Name Hagebutte lässt eine lange Geschichte erahnen. Hag ist das alte Wort für Hecke oder Dornensträucher. Eine Butte ist ein Fässchen. Rosenhecken oder die Heckenrosen bilden einen schützenden Lebensraum für Vögel. Die offenen ungefüllten Blüten der Wildrosen bieten in Form von Pollen Nahrung für bestäubende Insekten. Die lange am Strauch hängenden reifen Hagebutten sind Nahrung für Vögel im Winter. Seit Alters her werden Hagebutten auch von Menschen im Herbst gesammelt und verarbeitet.

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Gemüseanbau: Hochbeet, Gewächshaus oder lieber Gemüsegarten?

kleines selbstgebautes GewächshausKnackfrisches Gemüse, das direkt nach der Ernte auf den Teller kommt, schmeckt wohl immer noch am besten. Noch dazu ist der Anbau eigener Gemüsepflanzen nachhaltig, gesund und ein absolutes Gärtnervergnügen. Ob im Hochbeet, Gewächshaus oder Gemüsegarten: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Vitaminlieferanten züchten lassen. Doch welche Anbaumethode soll gewählt werden?

Bild: Gewächshaus (© ws-onlineshop.de)

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Wie Unternehmen ökologischer arbeiten können

FortbildungUnternehmen werben mit ihrem ökologischen Bewusstsein und präsentieren ihre Umweltschutzmaßnahmen im Internet und auf Produkten. Verbraucher achten da auch sehr drauf. Doch was genau, können Unternehmen tun, damit die Grüne Aura nicht nur Fassade bleibt?

Ökologische Krisenherde in Unternehmen

Je nach Arbeitsschwerpunkt eines Unternehmens, gibt es unterschiedliche Krisenherde. Ein Knackpunkt ist natürlich immer und überall der Energieverbrauch. Produzierende oder weiterverarbeitende Firmen haben in der Logistik ebenfalls viele Kriterien, die über die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens oder den ökologischen Fußabdruck des Produkts entscheiden. Die Lieferwege und die Transportmittel beispielsweise. Die Gewinnung von Rohstoffen oder Verarbeitung von Materialien außerhalb des Unternehmens, sollte jedoch kritisch beleuchtet werden und Lieferanten und Geschäftspartner nach ökologischen Kriterien ausgewählt werden.

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Pflanzendünger

Was sind eigentlich Düngemittel?

Üppiges PflanzenwachstumAlles was Pflanzenwachstum ermöglicht und fördert kann man als Pflanzendünger bezeichnen. Oft denken wir an chemisch- synthetische Düngemittel, die bei ihrer Herstellung sehr viel Energie verbrauchen. Wir denken an Gülleseen und an die Verseuchung von Gewässern. Tatsächlich zählt sogar CO2 dazu, zugeführtes Kohlendioxid, das bei Pflanzen im Gewächshaus das Wachstum beschleunigen kann. Und sogar Schwefedioxid –  Abgase aus der Kohleverbrennung  – düngen Kohl und andere schwefelbedürftige Pflanzen. Hier sieht man deutlich – erst die Dosis macht das Gift.
Saharastaub ist Dünger für ganze Ökosysteme rund um den Globus, zum Beispiel für den Amazonas Regenwald. Die mineralstoffreichen Partikel aus Trockengebieten enthalten die Nährstoffe, die in extrem regenreichen Gebieten längst aus dem Boden ausgewaschen sind. Und so fruchtbar gerade der Regenwald mit seinen Baumriesen auch aussehen mag, das Ökosystem lebt von der sprichwörtlichen Hand in den Mund, im Kreislauf mit sich selbst. Der Boden ist ausgelaugt. Es sind die verrottenden Baumriesen selbst, die die Nährstoffe für neues Wachstum liefern. Die Zufuhr von Nährsalzen wie Kalzium und Magnesium aus der Sahara verhindert langfristig die Verarmung und Degradierung.

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CBD für Hunde & Katzen – Welche Wirkung hat CBD auf Tiere?

Unsere geliebten Haustiere sind stetige Begleiter in unserem Leben – Leider aber können auch sie krank oder von Schmerzen geplagt werden. Wenn CBD den Menschen helfen und ihnen Erleichterung schaffen kann, warum sollten wir diese alternative Methode nicht auch bei unseren Haustieren anwenden, um ihnen zu helfen. Dank dem körpereigenen Endocannabinoid-System der Tiere hat CBD nämlich auch auf Hunden, Katzen und andere Haustiere eine heilende Wirkung.

Die Wirkung von CBD auf Hunde & Katzen

Die Abkürzung CBD ist die Abkürzung für den Begriff Cannabidiol. Es handelt sich hierbei um ein natürliches Produkt, dass aus der Hanfpflanze gewonnen wird.

CBD kann als alternative Methode für die unterschiedlichsten Beschwerden genutzt werden. Es hat allgemein eine beruhigende und entspannende Wirkung und ist daher auch gut für die Schmerzlinderung geeignet.

CBD kann den Tieren helfen bei Beschwerden…

  • psychischer Natur, wie Stress und Angstzuständen oder psychischen Störungen,
  • …sowie physischer Natur, wie chronischen Schmerzen, Verdauungsproblemen und auch Hautproblemen.
  • CBD wird zusätzlich gerne zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt.

Zudem kann sich das enthaltene Cannabidiol positiv auf das Immunsystem und die Wundheilung auswirken – Im Allgemeinen steigern CBD Produkte also das Wohlbefinden unserer Tiere.

So wirkt CBD im Körper von Mensch und Tier

Wie auch der Mensch besitzen die Tiere ein körpereigenes Endocannabinoid-System, welches einen Teil des Nervensystems bildet und unter anderem für den Appetit, die Schmerzempfindung, und die Stimmung zuständig ist.

Die Hauptaufgabe dieses Systems ist die Aufrechterhaltung der Homöostase, auch bekannt als innerer Gleichgewichtszustand. CBD dockt an das körpereigenen Endocannabinoide System an und unterstützt somit die Funktion des Endocannabinoid-Systems. Somit fördert CBD die Lebensqualität und steigert das Wohlbefinden im Allgemeinen.

Achtung: Katzen können die ätherischen Öle und weitere Stoffe (zum Beispiel THC), welche in den klassischen CBD Ölen für Menschen enthalten sind, nicht verarbeiten –  dazu fehlt ihnen ein Enzym. Daher ist gerade hier besondere Vorsicht geboten und es sollte nur auf CBD Öle gesetzt werden, die spezifisch für Katzen hergestellt wurden.

Alles mit Maß und Ziel – Die richtige Dosierung

Die Nutzung von CBD hat grundsätzlich fast immer einen gesundheitlichen Vorteil für unsere Vierbeiner. Doch, wie überall im Leben, ist das richtige Maß ausschlaggebend.

Am Anfang sollten kleine Schritte gesetzt und die Dosis, die dem Tier verabreicht wird, nur langsam gesteigert werden. So fängt man bei einem etwa 5% CBD Vollspektrum mit einer Dosierung von 2 Tropfen am Tag an, und nach drei Tagen steigert man diese Dosierung auf 2-mal am Tag. In diesem Rhythmus kann man die Dosis dann stetig erhöhen, um das Tier ideal an CBD Produkte zu gewöhnen.

Jedes Tier ist jedoch anders und reagiert dementsprechend anders. Daher ist eine genaue Beobachtung unseres geliebten Haustieres, und eventuell die Absprache mit dem Tierarzt, wichtig. Die ausschlaggebende Regel ist jedoch, dass zwei Tropfen CBD Öl pro 5 kg Gewicht nicht überschritten werden sollten.

Mögliche Nebenwirkungen von CBD Ölen

Wenn die Dosierung richtig eingestellt ist, sollten keine Nebenwirkungen auftreten. Aber gerade am Anfang sollte den Tieren besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Treten Schläfrigkeit, Müdigkeit oder sogar Durchfall oder Erbrechen auf, dann ist die Dosierung zu hoch oder sie wurde zu schnell gesteigert.

Fazit zu CBD Produkten für Hunde & Katzen

Wer CBD nutzen will, um seinem Tier mehr Wohlbefinden und Entspannung zu schenken, der sollte also vor allem Dosierung und Konzentration des Präparates beachten. Ansonsten gilt für CBD für Tiere dasselbe wie bei Menschen – CBD fördert die Gesundheit, entspannt und kann dabei unterstützen verschiedenste psychische und physische Probleme zu behandeln.

Geschrieben von CBD Jonny

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Flutkatastrophen und Dürren

Die Klimakatastrophe ist überall sichtbar

DürreDie Klimaerwärmung, die seit Jahren nicht nur messbar sondern auch fühlbar für uns alle ist, hat uns in Mitteleuropa in den letzten Jahren  Hitze und Dürre gebracht und nun Überschwemmungen in unvorstellbarem Ausmaß. Weltweit ereigneten sich nie gekannte Feuer, nie gekannte Stürme und nie gekannte Hitzewellen und Dürreperioden. Feuer vernichteten Wald, Flora und Fauna in Australien,  im brasilianischen Amazonasbecken und in den ausgedehnten Mooren und Wälder Sibiriens.  Insgesamt ist eine unvorstellbare Naturraumvernichtung überall auf der Welt im Gange, gefördert durch die Klimaerwärmung. Und immer brennen Wälder, die Sauerstoffproduzenten, die Luftfilter und Lungen und die CO2 Speicher unserer Erde.

Klimazonen formen Landschaften und Lebensweisen

Was verbinden wir gedanklich mit der Sahelzone? Ein großes Gebiet in Ostafrika, das immer wieder durch katastrophale Hungersnöte auffiel aber auch durch Überschwemmungen meist nach Jahren verheerender  Dürren. Dürren, die Ernten komplett ausfallen und Tiere beziehungsweise große Tierherden verhungern ließen. Nach solchen Dürrejahren kamen irgendwann die Starkregen und spülten den ungeschützt und brach liegenden Boden weg. Wir in Mitteleuropa sprachen dann gerne von Überweidung als Ursache, erklärten womöglich Ziegen zu  den Schuldigen. Dass die Menschen in diesem Klima ihre Ernährung nicht durch Ackerbau mit dem Pflug sichern können wird von technikgläubigen Mitteleuropäern gerne übersehen. Anders als  früher können die Nomaden mit ihren Tierherden auch nicht mehr dahin wandern, wo es noch Futter gibt, denn die Lebensräume werden immer kleiner.

Was bleibt übrig von den gemäßigten Breiten?

Beim Jahrhunderthochwasser 2002  hatten bis dahin in Mitteleuropa nie gesehene Niederschlagsmengen nie dagewesene Zerstörungen angerichtet. Gleich 2003 bescherte uns dann die erste brutale Jahrhundert-Dürre, der die Dürrejahre 2018, 2019 und 2020 allerdings den Rang abliefen. Doch wir hatten auch das Oderhochwasser 2010, das Elbehochwasser 2013, die Flutkatastrophen in Simbach am Inn und in Braunsbach 2016. Das Jahr 2021 wird nun mit vielen Ortsnamen im Ahrtal und anderswo verbunden werden, mit unermesslichen Schäden und schrecklichen Schicksalen.

Beim Jahrhunderthochwasser 2002 war Biothemen.de noch ganz neu, die Autorin frisch zurück von der Wüstenforschung. Damals brachte Biothemen.de das Elbehochwasser auch in Verbindung zum Waldsterben. Der Zusammenhang zwischen sterbenden Wäldern und Überschwemmungen ist ein ganz direkter. Flutkatastrophen haben nicht nur mit der Klimakatastrophe zu tun. Es liegt nicht am CO2 allein! Und es ist nicht nur der sterbende Wald. Auch Wiesen und Weiden, früher oft moorig, wurden ihrer enormen Wasserspeicherkapazität beraubt. Sie wurden wie der Waldboden durch große schwere Maschinen verdichtet. Auf Ackerflächen wird der Humus durch Überdüngung und Pflügen abgebaut.

Dazu mehr hier: Landnutzungsänderung, der Klimakiller
und: CO2-Speicher Humus – Moor, Wald, Wiese

Was Wald alles ausmacht

In erster Linie und ganz direkt hilft Wald besser als alles andere gegen Überschwemmungen. Es ist eine Tatsache, dass selbst sintflutartige Regenfälle in intakten Waldgebieten kaum Schaden anrichten. Der Wald saugt sehr viel Wasser auf wie ein Schwamm. Dazu tragen die Bäume, die übrige Vegetation und der humusreiche Waldboden bei. Auch intaktes Grünland saugt viel Wasser auf, die Pflanzenschicht und die Humusschicht, je dicker desto besser. Intakter alter Wald und Dauer-Grünland sorgen für Versickerung ins Grundwasser und für sehr langsamen Wasserabfluss.

 Flächenversiegelung und Dürre  – eine Teufelsspirale

Sturzbach in natürlicher, unversiegelter LandschaftWas wir in Deutschland haben ist ein durch die vergangenen Dürrejahre stark geschädigter und teilweise auch vernichteter Wald. Tote Bäume und abgeholzte Wälder verlieren ihre Schwammfunktion. Nicht nur das, sie halten auch den Boden auf dem sie stehen nicht mehr fest und auch nicht sich selbst. Alles rutscht. Und man will es kaum noch erwähnen und doch ist es notwendig: Die Flächenversiegelung und die Zersiedlung lassen Wald zu etwas anderem werden als es einmal war. Sogenannte Ausgleichsflächen für Versiegelung, Abholzungen und Flächenverbrauch werden zwar aufgeforstet, doch ob die Bäume nach ein paar Jahren noch leben wird nicht nachverfolgt. Und auch der Waldboden oder die dicke Humusschicht von umgebrochenem Grünland sind dadurch nicht wieder da!  Aus abgestorbenen, heruntergefallenen Ästen und trockenem Laub gibt es in Dürrejahren praktisch keine Humusbildung mehr. Das trockene Zeug auf dem Boden saugt das plötzlich auftretende Wasser nicht auf und hält es nicht fest. Dürre zusammen mit Flächenversiegelung verschlimmern die Situation wie in einer Teufelsspirale.

Wir rechnen alles schön

Wald ist nicht die Ansammlung von ein paar Bäumen auf zerstückelten Flächen mit jeweils ein paar hundert Quadratmetern. Wald ist auch kein Forst mit einer genetisch identischen Baumart einer Altersklasse, die regelmäßig genutzt, das heißt abgeholzt wird. Und Wald ist eventuell auch nicht oder nicht mehr die in Landkarten  ausgewiesene Waldfläche, wenn er vielleicht 2018, 2019 oder 2020 vertrocknet ist. Doch diese einstmaligen Waldflächen liegen den CO2 Berechnungen, unseren errechneten Klimazielen zu Grunde. Ober dieser Wald noch eine CO2-Senke ist, die er sein sollte und als die er berechnet wird, ist die eine Frage. Die andere Frage wird gar nicht erst gestellt, ob der Wald seine anderen waldtypischen Funktionen noch erfüllt: die grüne Lunge sein und der effektivste Wasserspeicher und Wasserrückhalt.

Wald ist weit mehr als die Gegenrechnung für eine ausgeglichene Klimabilanz und die Möglichkeit noch ein paar mehr große Autos fahren zu lassen. Die Natur prüft es nach.

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