Holunderschwamm

Judasohr, Holunderschwamm, Mu-Err-Pilz

dieser Pilz wächst auch im Winter… und hält Frost aus…

Gefrorene Judasohren

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Buchtipp: Speisepilze selbst anbauen – für drinnen und draußen

BLV-Verlag München, 112 Seiten, über 120 Farbfotos und Illustrationen, 15 Euro, ISBN 978-3-8354-1805-9

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Frische Austernpilze im Garten ernten

Seitlinge sind schon erntereif

Seitlinge, frisch im Garten geerntet und gebraten

Die im letzten Herbst angelegten Pilzkulturen im Garten ergaben jetzt, Mitte April bereits die erste große Ernte. Der größte Seitling, der in unseren Breiten im Freien überwintern und bei uns wachsen kann, ist der Lungenseitling mit dem wissenschaftlichen Namen Pleurotus pulmonarius. Dieser Pilz kann auch in der warmen Jahreszeit wachsen, wird auch als Sommer-Austernpilz, als Indischer Austernpilz und als Phoenix-Pilz bezeichnet.

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Totholz – Lebensraum für Heil- und Speisepilze

Einheimische Pilze sind internationale Stars

Judasohren Auricularia auricula-judae
Judasohr oder Holunderschwamm – ein einheimischer Baumpilz

Die Chinesische Morchel Auricularia auricula-judae, beziehungsweise den Mu Err Pilz kennt jeder, der schon einmal chinesisch gegessen hat. Extrem beliebt in der ostasiatischen Küche verwundert es doch, wenn man erfährt, dass dieser Pilz in Deutschland und Mitteleuropa einheimisch ist. In unserem Kulturraum kennt man ihn als Judasohr oder Holunderschwamm. Wie die vielsagenden Namen verraten, wächst dieser Pilz ohrenförmig aus seinem Substrat, bevorzugt aus abgestorbenen Holundersträuchern. Das Judasohr hat in Deutschland sogar eine Heiltradition, die beispielsweise Hildegard von Bingen bekannt war.  Deutsche Forschungen führten zum Nachweis einer Blutgerinnungshemmung und damit dem potentiellen Einsatz bei Durchblutungsstörungen, gegen Arteriosklerose und vorbeugend gegen Thrombosen. Internationale Untersuchungen bestätigen eine Senkung des Cholesterinspiegels, leberschützende und krebshemmende Eigenschaften. Das Judasohr ist einer der potentesten und ältesten Vitalpilze überhaupt! Doch anders als in der Traditionellen Chinesischen Medizin in der dieser Pilz seit 2000 Jahren genutzt wird, geriet die Pilzheilkunde bei uns nahezu in Vergessenheit.

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Buchtipp: Das geheimnisvolle Leben der Pilze

Das geheimnisvolle Leben der Pilze

Die faszinierenden Wunder einer verborgenen Welt

von Robert Hofrichter
Gütersloher Verlagshaus 2017

Hexenröhrling, Judasohr, Schopftintling und Verpel, die Namen unserer Pilze stecken voller Geschichten und Geheimnisse. Und doch sind diese Pilze, die der Pilzkenner kennt, nur ein kleiner Teil des großen Reichs der Pilze auf dieser Erde. “Das geheimnisvolle Leben der Pilze”, das neue Buch des Biologen und Pilz-Experten Robert Hofrichter gibt erstaunliche und bunt gemischte Einblicke in “die faszinierenden Wunder einer verborgenen Welt”.

Die Zwischenwesen, die weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren gehören und doch mit beiden Reichen viele Eigenschaften teilen, besiedeln wirklich alle Lebensräume. Pilze haben die erstaunlichsten Organisationsstrukturen hervorgebracht. Das erfährt man in Kapiteln wie “Verzweifelt gesucht und gefährlich nahe” oder “mit Maske und Schnorchel marine Pize suchen.” Obwohl viele Arten der Pilze so häufig oder sogar extrem lästig sind, lassen sich andere Vertreter auch mit allen Tricks und Kniffen und allem erdenklichen Aufwand und Wissen nicht züchten. Dafür gibt der Autor anschauliche Beispiele in Kapiteln über Pilze als Verkehrsplaner, Atomtechniker und Mediziner oder über tierische und menschliche Pilzzüchter. Nicht zu kurz kommen aber auch die vielen erfolgreichen Pilzkulturen der Menschheit wie Bier, Brot, Käse und Wein sowie die vielen Segnungen, die Pilze für den Planeten und uns Menschen haben: als ökologische Bereiter von fruchtbarer Erde, als unentbehrliche Partner ungezählter Baumarten und als Lieferanten von Nahrung und Medizin seit Menschengedenken. Die Erkenntnisse und das Wissen rund um die Pilze werden in eingängigen Texte zusammengetragen. Das Buch ist für Laien gut lesbar aufbereitet. Pilzkenner finden ebenfalls neue Erkenntnisse und interessante Fakten.

Das schön gebunden und auf gutem Papier gedruckte Buch ist weit mehr als ein kurzweiliges Lesebuch zum Schmökern: Im Anhang findet sich eine Liste der wissenschaftlichen Quellen und der Literatur zum Weiterlesen. Des Weiteren gibt es ein (sehr nützliches!) Register aller im Buch erwähnten Pilzarten mit dem oder den umgangssprachlichen deutschen Namen plus dem wissenschaftlichen Namen. Allerdings hätte der bekanntere und gebräuchliche Name Chaga für den im Buch vorgestellten Schiefer Schillerporling mit in dieses Register gehört.

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Zur Biologie und Ökologie sowie dem Wachstum und Anbau der Pilze mehr im neuen Buch und Ratgeber zum Pilzanbau:

Speisepilze selbst anbauen

Für drinnen und draußen

Von Stefanie Goldscheider

Speisepilze selbst anbauenBLV-Verlag München, 2018, 112 Seiten, über 100 Farbfotos und Illustrationen, 15 Euro, ISBN 978-3-8354-1805-9.

Die schmackhaftesten und beliebtesten Speisepilze stecken voller gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe und sind oft Vitalpilz und Speisepilz in einem. Zu Ihnen gehören Austernpilze und andere Seitlinge sowie der Shiitake und Champignons. Diese und andere delikate Arten können in Haus und Garten sowie auf Balkonen und in Kellern zu unterschiedlichen Jahreszeiten und insgesamt von Januar bis Dezember frisch angebaut werden. Das Buch zeigt farbig illustrierte und mit guten Fotos anschaulich gemachte, praktikable Anbaumethoden für den Einstieg in die Pilzzucht zu Hause. In 15 ausführlichen Porträts, in denen auch die Heilwirkungen und die Inhaltsstoffe sowie die jeweils beste Zubereitung zur Sprache kommen, werden die am einfachsten und sichersten zu kultivierenden Pilzarten vorgestellt. Bestellen bei Amazon

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