Food-Upcycling: Wie aus Lebensmittelresten tolle Naturkosmetik wird

Ob Kaffeesatz, Fruchtkerne oder Obstschalen: Beim Kochen fällt jede Menge Abfall an, der oftmals geradewegs im Mülleimer landet. Was viele dabei nicht wissen: Die Lebensmittelreste können zu wertvoller Naturkosmetik verarbeitet werden. Food-Upcycling, die Wiederverwertung von Essensresten, ist nicht nur ein reiner Trend, sondern ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Doch welche upgecycelten Produkte für Haut und Haare sind besonders lohnenswert?

Was ist Food-Upcycling?

Food-Upcycling ist schon längst in aller Munde. Doch was steckt hinter dieser Umweltbewegung? Ganz einfach: Übriggebliebene Lebensmittel, die normalerweise entsorgt werden, werden zu wichtigen Zutaten für nachhaltige Kosmetika. Wer das Upcycling selbst ausprobieren möchte, wird schon bald darüber staunen, was sich aus vermeintlichen Abfällen wie Avocadokernen, Kartoffelschalen und Kaffeesatz so alles zaubern lässt.

Die Wiederverwertung von Essensresten ist jedoch nicht nur etwas für kreative Querdenker, sondern ein zentrales Thema, das gerade in der heutigen Wegwerfgesellschaft zum Umdenken einlädt. Überzeugende Gründe, die für das Food-Upcycling sprechen, sind z. B. diese drei:

  • Müllvermeidung: Wer bewusst auf den ständigen Einkauf von Pflegeprodukten verzichtet, leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Verpackungsmüll, der in der Beauty-Industrie tonnenweise anfällt.
  • Gesundheitlicher Mehrwert: Die vermeintlichen Lebensmittelabfälle bringen einen echten gesundheitlichen Mehrwert. Gerade die Schalen und Kerne von Obst und Gemüse stecken voller gesunder Nährstoffe, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
  • Gelebte Nachhaltigkeit: Wenn man sich für Food-Upcycling entscheidet, spricht man sich – ganz ohne Worte – für einen nachhaltigen Lebensstil aus. Damit kann man vielleicht auch andere zu mehr Umweltbewusstsein inspirieren und die Idee der Wiederverwertung von Lebensmittelns so richtig ins Rollen bringen.

Rezepte für selbstgemachte Naturkosmetik

Ob ein wirkungsvolles Kaffeesatz-Körperpeeling, eine wohltuende Avocadokern-Gesichtsmaske oder eine umfassende Gesichtsreinigung mit Bananenschalen: Es gibt unzählige, einfache Naturkosmetik-Ideen mit Essensresten, die andernfalls im Abfall landen.

Dabei handelt es sich um keine komplizierten Kreationen, für die noch zuvor ein Großeinkauf erledigt werden muss. Im Gegenteil: Zu den Lebensmittelresten müssen nur Zutaten hinzugefügt werden, die normalerweise ohnehin zum Grundrepertoire einer jeden Küche gehören. Die folgenden 4 Rezepte stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und lassen sich in nur wenigen Schritten umsetzen.

Kaffeesatz-Körperpeeling

Kaffeetrinker wissen es nur allzu gut: Bei der Zubereitung des beliebten Heißgetränks türmen sich früher oder später Berge an Kaffeesatz im Kompost. Dem zurückgebliebenen Rest der gemahlenen Kaffeebohnen sollte man jedoch einiges an Aufmerksamkeit schenken. Er lohnt sich für ein umfassendes Körperpeeling. Der Koffein im Kaffeesatz hat dabei nicht nur eine reinigende und pflegende Wirkung, sondern kann auch dem Bindegewebe auf die Sprünge helfen.

Für ein Kaffeesatz-Körperpeeling müssen nur zwei Esslöffel Kaffeesatz mit etwas Olivenöl vermischt werden – schon ist das selbstgemachte Peeling fertig. Danach trägt man es in kreisenden Bewegungen auf die gewünschten Körperpartien auf und lässt es für 10-15 Minuten einwirken. Zum Abschluss spült man es mit warmem Wasser ab.

Haarkur aus Kartoffelschalen

Kartoffeln sind eine wertvolle Zutat in vielen schmackhaften Gerichten. Bei der Zubereitung entsteht viel Abfall, weil die gesunde Knolle für viele Speisen zuerst geschält werden muss. Die Kartoffelschalen müssen dabei aber nicht zwingend weggeworfen werden. Sie stecken voller gesunder Nährstoffe wie Vitamin B und C, die als echte Wundermittel für die Haare gelten. Eine Haarkur aus Kartoffelschalen stärkt das Haar und lässt es sensationell glänzen.

Für das Anrühren der Kartoffel-Haarkur sind nur zwei Zutaten erforderlich: eine Tasse Kartoffelschalen und zwei Tassen heißes Wasser. Für die Zubereitung und Anwendung müssen folgende Schritte befolgt werden:

  • Kartoffelschalen im Wasser für ca. 5 Minuten kochen lassen.
  • Milchig gefärbtes Kartoffelwasser abkühlen lassen.
  • Sud mit einem feinen Sieb abseihen.
  • Haarkur aus Kartoffelschalen auf das Haar auftragen.
  • 5-10 Minuten einwirken lassen.
  • Haare mit kaltem Wasser ausspülen – alle Reste der Kartoffelkur sollten entfernt werden.

Avocadokern-Maske

Die Avocado ist eine absolute Superfrucht. Sie ist schön anzusehen, schmeckt hervorragend und steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, die der Gesundheit zugutekommen. Die grünen bis schwarzschaligen Früchte versorgen den Körper aber nicht nur von innen heraus mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralien, sondern eignen sich auch für die äußerliche Anwendung.

Es gibt viele Rezepte aus Avocado für die Haut. Der Fruchtkern wird allerdings häufig völlig außer Acht gelassen und oft – ohne mit der Wimper zu zucken – weggeworfen. Dabei kann der zermahlene Kern eine sehr wertvolle Zutat für selbstgemachte Kosmetika sein. Eine Gesichtsmaske für trockene Haut mit zusätzlichem Peeling-Effekt ist eine besonders gute Idee. Die nachfolgende Grafik zeigt, wie die Maske zubereitet wird:

Rezept für Avocado-Maske

So wird eine Avocado-Maske für trockene Haut (mit Peeling-Effekt) zubereitet (©malakoff-klinik.de)

Gesichtsreinigung mit Bananenschalen

Auch Bananenschalen landen in der Regel im Biomüll, doch auch diese können sinnvoll weiterverwendet werden. Wer unter Hautunreinheiten leidet, sollte sich die Schale der tropischen Frucht zunutze machen. Diese enthält viele Mineralien wie Eisen, Zink sowie Antioxidantien, die einen reinigenden Effekt haben.

Vor der Verwendung der Bananenschale sollte das Gesicht gründlich gereinigt werden. Danach wird die Schale der Tropenfrucht für mehrere Minuten in die unreine Hautpartie eingerieben. Sämtliche Überreste können danach mit warmem Wasser von der betroffenen Stelle entfernt werden.

Wichtig ist hier vor allem, dass nur die Schalen von Bio-Bananen verwendet werden. Der Grund: Pestizid-Rückstände sind in diesem Fall kaum bis gar nicht vorhanden.

Food-Upcycling für mehr Nachhaltigkeit

Food-Upcycling ist eine von vielen konkreten Möglichkeiten, um wesentlich nachhaltiger zu leben. Mit vermeintlich unbrauchbaren Lebensmittelresten kann man wertvolle Kosmetikprodukte ganz einfach selbst herstellen und seinem Körper und der Umwelt etwas richtig Gutes tun!

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Stress auf natürliche Weise abbauen – mit der eigenen Sauna für mehr Entspannung sorgen!

Sauna im GartenhausRund 25 Prozent aller Menschen hierzulande empfinden ihren Alltag als zu stressig. Durch die gestiegenen Ansprüche am Arbeitsplatz und die ständige Erreichbarkeit durch Smartphones, fällt es immer mehr Menschen zunehmend schwerer zur Ruhe zu kommen. Doch sind kleine Verschnaufpausen im Alltag so wichtig, um Stress nicht Überhand gewinnen zu lassen. Eine gute Lösung, um Stress abzubauen, gelingt durch das regelmäßige Saunieren. So denken immer mehr Menschen hierzulande über eine eigene Gartensauna nach, um nach einem harten Arbeitstag für ein paar erholsame Momente zu sorgen. Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Saunieren die Stress-Reaktion im Körper deutlich senken kann. Vor allem bei psychischem Dauerstress kann eine Sauna wahre Wunder bewirken. Zudem gelingt es mit einem Saunagang am Abend für einen besseren Schlaf zu sorgen. Demnach gibt es eine Vielzahl von Vorteilen, die sich durch das Saunieren ergeben können. Um sich den Luxus einer eigenen Sauna zu erfüllen, empfiehlt sich vor allem der Bau einer Gartensauna. Hier gelingt es regelmäßig in den Genuss von Wellness und Entspannung zu kommen. Wann immer das Stress-Level gerade wieder das Maximum erreicht hat, lässt sich mit einer Außensauna für Ruhe und Entspannung sorgen. Dabei sind es vor allem Gartenhäuser, die sich ideal als Wellness-Oase in Form einer eigenen Sauna eignen. Was es beim Bau einer Außensauna in einem Gartenhaus zu beachten gibt und warum sich das Saunieren so positiv bei Stress auswirkt, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst.

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Nachhaltige Haarpflege – Für eine natürliche Schönheit

Pink Hair und Haarpflege
Pink Hair – Haarpflege ©katyandgeorge_pixabay.com

“Viel hilft viel” – die meisten glauben, dieser Leitspruch könne sich auch auf Schönheit und Kosmetik anwenden lassen. Tatsächlich jedoch braucht unser Haar weniger als wir glauben. Wer Geldbeutel, Haare und dazu noch die Umwelt schonen möchte, sollte auf nachhaltige Haarpflege setzen. Wir geben Tipps, wie man durch die richtige Produktauswahl und eine bewusste Pflegeroutine Haaren und Umwelt Gutes tun kann.

Wie kann man nachhaltige Haarpflege-Produkte erkennen?

Den Begriff der Nachhaltigkeit haben wir schon oft im Zusammenhang mit Lebensmitteln gehört. Plastiktüten und andere Verpackungen für Lebensmittel, Kleidung und Alltagsgegenstände verbrauchen Ressourcen und hinterlassen Müll. Damit die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden, sollte auch beim Kauf von Haarpflege und -bürsten auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Das geht zum Beispiel, indem man sich für ein Unternehmen entscheidet, das sich selbst hohe Standards setzt. Nachhaltige Haarbürsten etwa werden aus FSC®-zertifizierten, biologisch abbaubaren Bio-Materialien bzw. recycelten Materialien hergestellt. Aber auch eine ethisch und sozial gerechte Produktions- und Lieferkette trägt zur Nachhaltigkeit bei.

Dass sich ein Hersteller für die Umwelt einsetzt, kann man an Nachhaltigkeits-, Qualitäts- und Sicherheitssiegeln sowie Zertifizierungen erkennen, wie etwa FSC®, amfori BSCI, IFS oder ISO 9001.

Was hat es mit festem Shampoo und Haarseife auf sich?

Seit einiger Zeit kann man in der Haarpflegeabteilung vieler Drogerien und Supermärkte festes Shampoo und Haarseife finden. Anstatt flüssiges Shampoo aus Plastikflaschen zu verwenden, kommt diese Haarpflege ohne umweltbelastende Plastikverpackung daher. Ein weiterer Pluspunkt: Entsprechende Shampoos enthalten keine synthetischen Tenside, Konservierungsstoffe und Silikone. Diese Inhaltsstoffe sind nicht nur ungesund sondern auch schlecht für die Kopfhaut. Stattdessen enthalten Haarseife und festes Shampoo natürliche Inhaltsstoffe. Als Basis dienen beim festen Shampoo Kokos oder Zucker, während Haarseife aus Kokosöl, Olivenöl oder Johanniskrautöl gewonnen wird.

Tipps für die umweltschonende Haarpflege

Nicht nur beim Einkauf kann man den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Auch bei der Haarpflege selbst kann man einen wichtigen Beitrag für die Schonung der Umwelt leisten. Obendrein wird man dafür mit gesundem, glänzendem, kräftigem Haar belohnt. Mit den folgenden zwei Tipps zur nachhaltigen Haarpflege können Haare und Umwelt geschont werden:

  1. Die Haare nicht jeden Tag waschen: Wer seine Haare seltener wäscht, bewahrt sich den natürlichen Schutzmantel der Haare. Anfangs macht sich diese Umstellung zwar durch fettige Strähnen bemerkbar, doch schon nach wenigen Tagen passt sich die Kopfhaut an und die Talgdrüsen produzieren weniger Talg.
  2. Auf Produkte mit Silikonen verzichten: Seidig glänzendes Haar, das sich problemlos kämmen lässt – der Traum einer jeden Frau. Viele Shampoo-Hersteller verwenden hierfür Silikone. Wie eine Hülle umschließen diese das Haar, wodurch es weicher wirkt. Doch mit der Zeit wird dieser Mantel immer dicker, so dass wertvolle Stoffe aus Haarpflegeprodukten es schwer haben, zum Haar durchzudringen. Eine bessere Alternative ist Haarpflege mit natürlichen Energie- und Feuchtigkeitsboostern wie zum Beispiel Bio-Birkenblattextrakt. Die Umstellung auf andere Produkte macht sich auch umwelttechnisch bemerkbar. Schließlich gelangen so für die Umwelt schädliche Inhaltsstoffe nicht mehr ins Abwasser und von dort in unsere Gewässer. Erkennen kann man Shampoos ohne Silikone bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe. Häufig verwendete Silikone sind Dimethicon, Amodimethicon und Dimethiconol. Auch die Endungen -cone, -conol, -oxane und -glycol deuten auf die Verwendung von Silikonen hin und sollten gemieden werden.

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Ist für Alles ein Kraut gewachsen?

Was ist mit Schnupfen und Husten?

Für oder gegen Alles ist ein Kraut gewachsen, sagt der Volksmund. Doch bei Erkältungskrankheiten mit Schnupfen und Husten fängt es an, nur Linderung der Symptome ist möglich. Mit Glück und gutem Timing kann die Stärkung oder Beschleunigung der Immunabwehr rechtzeitig gelingen. Einmal krank geworden müssen wir uns dennoch selbst auskurieren. Schlagartig beheben lassen sich auch andere Krankheiten und Symptome nicht, nicht mit Kräutern und nicht mit der Schulmedizin. Meistens kann man aber vorbeugen und sehr oft Symptome entscheidend verbessern. Es kommt auf die Wirkstoffe an.

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Kosmetik – die fabelhafte Welt der Pflegeprodukte

Kosmetika und Pflegeprodukte reinigen und pflegen Haut, Haar und Zähne. Sie beeinflussen und verbessern das Aussehen und den Körpergeruch. Seit den Anfängen der Kosmetik, mit Körperbemalung aus Erden und Seifen aus tierischem Fett und Asche, hat sich viel getan. Schönheitsideale und Ansprüche an die Körperpflege haben sich verändert und verändern sich weiter und mit ihnen die kosmetischen Produkte.

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