Holunderschwamm

Judasohr, Holunderschwamm, Mu-Err-Pilz

dieser Pilz wächst auch im Winter… und hält Frost aus…

Gefrorene Judasohren

Mehr zum Holunderschwamm hier

Buchtipp: Speisepilze selbst anbauen – für drinnen und draußen

BLV-Verlag München, 112 Seiten, über 120 Farbfotos und Illustrationen, 15 Euro, ISBN 978-3-8354-1805-9

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Wunderpflanzen aus der Natur – Mehr als nur Unkraut

Schätze der NaturDie Schätze unserer Umwelt bieten viele Möglichkeiten nachhaltig und gesund zu leben – Man muss nur wissen wo man die kleinen Wunderpflanzen finden kann. Schon seit Jahrhunderten nutzen Menschen verschiedenste Blätter, Baumrinden, Gräser oder Knollen für medizinische Zwecke und zur Ernährung. Dabei sind es nicht nur Pflanzenarten aus exotischen Ländern, auch hierzulande lassen sich einige Heilgewächse finden.

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Anhaltende Dürre im deutschen Wald

Regenwald und Wald der gemäßigten Breiten

immerfeuchter Wald Wald in unserer Vorstellung, das sind hohe Bäume mit langen und dicken Stämmen. Ihre Kronen bilden einen geschlossenen Bestand, der im Sommer viel Schatten und Kühle spendet. Solche Wälder sind grüne Lungen, sie filtern das Grundwasser und die Luft. Wald dieser Art gibt es in zwei unterschiedlichen Klimazonen auf der Erde, die aber eines gemeinsam haben – sind sind im Prinzip immerfeucht. Die feuchten Tropen beherbergen die größten Bäume (Bild links) mit bis zu 100 Meter hohen Baumriesen. Doch auch unsere Mitteleuropäischen Wälder beherbergen hohe, dicke und dabei sehr alte Bäume: Fichten, Tannen, Lärchen, Eichen und Buchen.

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Totholz – Lebensraum für Heil- und Speisepilze

Einheimische Pilze sind internationale Stars

Judasohren Auricularia auricula-judae
Judasohr oder Holunderschwamm – ein einheimischer Baumpilz

Die Chinesische Morchel Auricularia auricula-judae, beziehungsweise den Mu Err Pilz kennt jeder, der schon einmal chinesisch gegessen hat. Extrem beliebt in der ostasiatischen Küche verwundert es doch, wenn man erfährt, dass dieser Pilz in Deutschland und Mitteleuropa einheimisch ist. In unserem Kulturraum kennt man ihn als Judasohr oder Holunderschwamm. Wie die vielsagenden Namen verraten, wächst dieser Pilz ohrenförmig aus seinem Substrat, bevorzugt aus abgestorbenen Holundersträuchern. Das Judasohr hat in Deutschland sogar eine Heiltradition, die beispielsweise Hildegard von Bingen bekannt war.  Deutsche Forschungen führten zum Nachweis einer Blutgerinnungshemmung und damit dem potentiellen Einsatz bei Durchblutungsstörungen, gegen Arteriosklerose und vorbeugend gegen Thrombosen. Internationale Untersuchungen bestätigen eine Senkung des Cholesterinspiegels, leberschützende und krebshemmende Eigenschaften. Das Judasohr ist einer der potentesten und ältesten Vitalpilze überhaupt! Doch anders als in der Traditionellen Chinesischen Medizin in der dieser Pilz seit 2000 Jahren genutzt wird, geriet die Pilzheilkunde bei uns nahezu in Vergessenheit.

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Klimawandel und Feinstaub – und was tun wir?

Der CO2 Gehalt der Athmosphäre steigt mehr als errechnet

Es ist erschreckend und es war vorhersehbar –  Nun sind wir bei einen CO2 Gehalt in der Atmosphäre von über 400 ppm angelangt (Quelle: Umweltbundesamt). Das ist höher als jemals in den letzten 10 Millionen Jahren und es ist ein Drittel höher als vor nur 60 Jahren! Erschrickt eigentlich niemand mehr darüber? Noch immer gibt es Kreise, die den Klimawandel leugnen und Dinge sagen wie: “die Chancen des Klimawandels sehen” und “die Pflanzen wachsen besser mit mehr CO2 in der Luft”. Ach ja?

Wo sollen die Pflanzen wachsen?

Wenn da nur eine kleine Verbesserung des Wetters wäre, dann wäre das vielleicht so. Neue Bäume nördlich der Baumgrenze, da wo die Eisbären ums Überleben ringen. Währenddessen aber brennen überall auf der Welt die alten Wälder, in den immerfeuchten Tropen und im kalten Sibirien wegen des ungebremsten Raubbaus. Inzwischen schon bald ganzjährig brennt es in den stets Waldbrand-gefährdeten sommerheißen Gebieten rund um den Erdball, von Kalifornien bis in den gesamten Mittelmeerraum und nach Indien. Weil noch größere Hitze mit noch längerer Trockenheit und noch mehr Wind, irgendwann die Funken fliegen lässt. Es brennt im Dezember in Kalifornien! Statt mehr Pflanzenwuchs zu fördern, machen immer schlimmere Dürrekatastrophen immer mehr Flächen dauerhaft zur Wüste, wie derzeit in Ostafrika, wie in Teilen Chinas, wo wandernde Sanddünen Pflanzenwuchs unmöglich machen.

Feinstaub und Kohlendioxid – es gehen uns die Luftfilter aus

Wer oder was soll das CO2 ohne mehr Flächen für Pflanzenwuchs noch aus der Athmosphäre schaffen? Was keiner sagt ist, dass mit dem CO2-Anstieg auch der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre sinkt, denn unser Sauerstoff verbrennt zusammen mit den fossilen Treibstoffen und den Bäumen. Wir bekommen weniger Luft zum Atmen, mit mehr Feinstaub. Tatsächlich waren in anderen Erdzeitaltern, in denen das Leben auf der Erde blühte, die Sauerstoffkonzentrationen auch schon wesentlich höher als heute. Beim CO2 sind wir jetzt bei 400 ppm und waren in allen Eis-und Warmzeiten seit Menschengedenken nie über 300 ppm. Bei 1000 ppm CO2 ist Raumluft in Zimmern abgestanden, unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt!
Und ein SUV verbrennt dreimal so viel Benzin und Sauerstoff und produziert dreimal so viel CO2 wie ein Kleinwagen….

Kohlenstoff wird auch im Ozean gespeichert?

In Form der Korallen und Krustentiere als Kalziumkarbonat sowie andererseits als gelöste Kohlensäure wird Kohlendioxid auch ohne Pflanzen aus der Atmosphäre entnommen und in den Ozeanen gespeichert. Doch wer nachdenkt merkt es schnell, Säure und Kalk vertragen sich nicht gut. Ein Gleichgewicht stellt sich ein, durch mehr Säure wird mehr Kalk aufgelöst oder die Kalkbildung erschwert. Und statt mehr Korallenwachstum in Meeren, welches eine Speicherung für sehr viel CO2 und damit die Senkung von Kohlendioxid in der Atmosphäre sein könnte, bedroht die Ozeanversauerung (mehr bei BMBF) die Korallen. Das erwärmte und angesäuerte Ozeanwasser erledigt dann den Rest – Korallenbleiche, Korallensterben. Die Erwärmung der Ozeane treibt mehr Gase aus dem Wasser aus und das bedeutet mehr und nicht weniger CO2 in der Luft. Zusätzlich entsteht durch die Erwärmung selbst Sauerstoffmangel im Wasser, was Fischen und anderen Meerestieren das Leben noch schwerer macht.

Mehr dazu in: Faszination Meeresforschung, ein ökologisches Lesebuch

… wenn der letzte Fisch gefangen

Doch wir vernichten die Meeresbewohner auch an anderen Fronten. Unsere Bauwut verschlingt Sandstrände und ganze Inseln und damit den Lebensraum aller Meerestiere. Unser Fleischhunger zerstört Küstenlinien und den Meeresboden durch industrielle Großfischerei für Fischmehl beziehungsweise Tierfutter. Und unser Plastikmüll verdreckt und vergiftet in Form von Mikroplastik alle Gewässer und Ozeane beziehungsweise alle Lebewesen darin. Echte Nachhaltigkeit und ein stark gebremster Konsum sind unverzichtbar, doch ein Umdenken scheint nach wie vor nicht stattzufinden. Der Spruch ist so alt und bekannt, dass ihn eigentlich niemand mehr hören will, doch: erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen….

 

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Buchtipp: Das geheimnisvolle Leben der Pilze

Das geheimnisvolle Leben der Pilze

Die faszinierenden Wunder einer verborgenen Welt

von Robert Hofrichter
Gütersloher Verlagshaus 2017

Hexenröhrling, Judasohr, Schopftintling und Verpel, die Namen unserer Pilze stecken voller Geschichten und Geheimnisse. Und doch sind diese Pilze, die der Pilzkenner kennt, nur ein kleiner Teil des großen Reichs der Pilze auf dieser Erde. “Das geheimnisvolle Leben der Pilze”, das neue Buch des Biologen und Pilz-Experten Robert Hofrichter gibt erstaunliche und bunt gemischte Einblicke in “die faszinierenden Wunder einer verborgenen Welt”.

Die Zwischenwesen, die weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren gehören und doch mit beiden Reichen viele Eigenschaften teilen, besiedeln wirklich alle Lebensräume. Pilze haben die erstaunlichsten Organisationsstrukturen hervorgebracht. Das erfährt man in Kapiteln wie “Verzweifelt gesucht und gefährlich nahe” oder “mit Maske und Schnorchel marine Pize suchen.” Obwohl viele Arten der Pilze so häufig oder sogar extrem lästig sind, lassen sich andere Vertreter auch mit allen Tricks und Kniffen und allem erdenklichen Aufwand und Wissen nicht züchten. Dafür gibt der Autor anschauliche Beispiele in Kapiteln über Pilze als Verkehrsplaner, Atomtechniker und Mediziner oder über tierische und menschliche Pilzzüchter. Nicht zu kurz kommen aber auch die vielen erfolgreichen Pilzkulturen der Menschheit wie Bier, Brot, Käse und Wein sowie die vielen Segnungen, die Pilze für den Planeten und uns Menschen haben: als ökologische Bereiter von fruchtbarer Erde, als unentbehrliche Partner ungezählter Baumarten und als Lieferanten von Nahrung und Medizin seit Menschengedenken. Die Erkenntnisse und das Wissen rund um die Pilze werden in eingängigen Texte zusammengetragen. Das Buch ist für Laien gut lesbar aufbereitet. Pilzkenner finden ebenfalls neue Erkenntnisse und interessante Fakten.

Das schön gebunden und auf gutem Papier gedruckte Buch ist weit mehr als ein kurzweiliges Lesebuch zum Schmökern: Im Anhang findet sich eine Liste der wissenschaftlichen Quellen und der Literatur zum Weiterlesen. Des Weiteren gibt es ein (sehr nützliches!) Register aller im Buch erwähnten Pilzarten mit dem oder den umgangssprachlichen deutschen Namen plus dem wissenschaftlichen Namen. Allerdings hätte der bekanntere und gebräuchliche Name Chaga für den im Buch vorgestellten Schiefer Schillerporling mit in dieses Register gehört.

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Zur Biologie und Ökologie sowie dem Wachstum und Anbau der Pilze mehr im neuen Buch und Ratgeber zum Pilzanbau:

Speisepilze selbst anbauen

Für drinnen und draußen

Von Stefanie Goldscheider

Speisepilze selbst anbauenBLV-Verlag München, 2018, 112 Seiten, über 100 Farbfotos und Illustrationen, 15 Euro, ISBN 978-3-8354-1805-9.

Die schmackhaftesten und beliebtesten Speisepilze stecken voller gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe und sind oft Vitalpilz und Speisepilz in einem. Zu Ihnen gehören Austernpilze und andere Seitlinge sowie der Shiitake und Champignons. Diese und andere delikate Arten können in Haus und Garten sowie auf Balkonen und in Kellern zu unterschiedlichen Jahreszeiten und insgesamt von Januar bis Dezember frisch angebaut werden. Das Buch zeigt farbig illustrierte und mit guten Fotos anschaulich gemachte, praktikable Anbaumethoden für den Einstieg in die Pilzzucht zu Hause. In 15 ausführlichen Porträts, in denen auch die Heilwirkungen und die Inhaltsstoffe sowie die jeweils beste Zubereitung zur Sprache kommen, werden die am einfachsten und sichersten zu kultivierenden Pilzarten vorgestellt. Bestellen bei Amazon

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