Pflanzendünger

Was sind eigentlich Düngemittel?

Üppiges PflanzenwachstumAlles was Pflanzenwachstum ermöglicht und fördert kann man als Pflanzendünger bezeichnen. Oft denken wir an chemisch- synthetische Düngemittel, die bei ihrer Herstellung sehr viel Energie verbrauchen. Wir denken an Gülleseen und an die Verseuchung von Gewässern. Tatsächlich zählt sogar CO2 dazu, zugeführtes Kohlendioxid, das bei Pflanzen im Gewächshaus das Wachstum beschleunigen kann. Und sogar Schwefedioxid –  Abgase aus der Kohleverbrennung  – düngen Kohl und andere schwefelbedürftige Pflanzen. Hier sieht man deutlich – erst die Dosis macht das Gift.
Saharastaub ist Dünger für ganze Ökosysteme rund um den Globus, zum Beispiel für den Amazonas Regenwald. Die mineralstoffreichen Partikel aus Trockengebieten enthalten die Nährstoffe, die in extrem regenreichen Gebieten längst aus dem Boden ausgewaschen sind. Und so fruchtbar gerade der Regenwald mit seinen Baumriesen auch aussehen mag, das Ökosystem lebt von der sprichwörtlichen Hand in den Mund, im Kreislauf mit sich selbst. Der Boden ist ausgelaugt. Es sind die verrottenden Baumriesen selbst, die die Nährstoffe für neues Wachstum liefern. Die Zufuhr von Nährsalzen wie Kalzium und Magnesium aus der Sahara verhindert langfristig die Verarmung und Degradierung.

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Urlaubsfeeling im eigenen Garten – Tipps für die Gestaltung

GartengestaltungJahr für Jahr sind zahlreiche Urlaubsregionen Anziehungspunkt für viele Touristen. Überfüllte Strände, teure Hotels, ausgebuchte Restaurants – nicht jeder kehrt entspannt aus seinem Urlaub zurück. Mit einem eigenen Garten kann man auch zuhause Erholung tanken. Wir zeigen, wie das geht.

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Die Kakipflaume oder Sharonfrucht – neues Obst für unsere Gärten

Tropische Früchte aus dem eigenen Garten

Biologisch in Deutschland angebaute Kakis
Die Kaki-Frucht kann man in Deutschland schon seit Jahrzehnten kaufen, zunächst in Delikatess-Geschäften, dann in ganz normalen Supermärkten und heute in Bioläden. Ich vermute, dass Kakis, die auch unter dem Namen Sharonfrucht vermarktet werden, bald auch aus deutschem Anbau erhältlich sein werden. Das international als Persimone (engl. persimmon), bei uns auch als Kakipflaume oder Dattelfeige bezeichnete Obst, stammt ursprünglich aus Japan und China. Seit einigen Jahren wächst ein Kakibaum in meinem Garten heran. Er ist frosthart und trägt jedes Jahr ein paar Früchte. Dieses Jahr ist die Ernte so groß wie bei einer Apfelernte.

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Gärtnern bei Trockenheit

Trockenheit

Wenn der Regen lange ausbleibt, hilft Gärtnern und Landwirten nur noch Bewässerung. Die Aussaat von Gemüse und einjährigen Kulturen ist ohne Feuchtigkeit im Boden vollkommen sinnlos. Und auch die Sonne liebenden Fruchtgemüse werfen bei allzu großer Hitze und Dürre zunächst ihre Blüten und dann ihre Früchte ab. Jedoch ist mit der Gießkanne oder dem Bewässerungsschlauch allein gegen eine derartig lang anhaltende Dürreperiode wie in diesem Jahr nur schwer anzukommen. Weitere Maßnahmen müssen her.

Wassersparender Umgang mit dem Boden

Hacken
Bodenkrume oberflächlich lockern

Bei Trockenheit mit starkem Wind trocknet die Bodenkrume sehr schnell aus. Tiefes Umgraben oder Pflügen sollte nun absolut vermieden werden, damit die Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten länger erhalten bleibt. Andererseits ist es wichtig die Oberfläche locker zu halten. Das Hacken des Oberbodens bricht die Kapillarwirkung und fungiert als Mulchschicht. Das heißt, der Aufstieg von Wasser an die Oberfläche und damit die Verdunstung kann durch flaches Hacken vermindert werden. Ein lockerer Oberboden ist auch wichtig, damit das Bewässerungswasser oder der irgendwann zu erwartende Regen besser eindringen kann und nicht oberflächlich abläuft. An Hängen ist eine leichte Terrassierung vorteilhaft, um einzelne Pflanzen herum eine Vertiefung und ein Erdwall, damit man gezielter gießen kann.

Beikraut ist jetzt zu viel

Im trockenen Süden ist es weitverbreitet üblich, Olivenplantagen oder Weinberge nur im Winter zu begrünen, im Sommer aber abweiden zu lassen und brach liegen zu lassen. Das hat mit den begrenzten Wasservorräten im Boden zu tun, mit der Wasserkonkurrenz. Hinzu kommt, dass vertrocknetes Gestrüpp leicht entzündlich ist und sich auf diese Weise Buschbrände rasch ausbreiten können. Auch bei uns wird man Obstbäumen einen Baumring frei halten. Man sollte zumindest das Gras Abmähen und wenn möglich Mulchen. In  Gemüsekulturen sollte man jetzt ebenfalls das Unkraut hacken und dann als schützende Mulchschicht auf der Bodenoberfläche vertrocknen lassen. Unkräuter wachsen bei Dürre ansonsten viel schneller als die meisten Gemüsepflanzen und schlucken das Gießwasser.

Rasen und Wiese schonen

Viele Gräser hören auf zu wachsen, wenn es trocken wird. So schonen sie ihre Reserven. Diese Gräser speichern ihre Nährstoffe in den unteren Halmabschnitten. Werden sie zu oft zu tief abgemäht (oder abgeweidet) dann steigt die Gefahr des Absterbens, insbesondere bei lang anhaltender Dürre. Die typischen Rasen- und Wiesenunkräuter wie Sauerampfer, Löwenzahn, Disteln, Hahnenfuß oder Wiesenkerbel aber auch Klee, Wegerich und viele andere haben tiefer reichende Wurzeln als die Gräser und sind sehr trockentolerant. Sie profitieren vom Absterben der Gräser und können sich stark ausbreiten. Bei Dürre ist es also wichtig den Rasen nicht zu tief und nicht zu oft zu mähen, damit die Wurzelunkräuter nicht zu sehr überhand nehmen.

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Frische Austernpilze im Garten ernten

Seitlinge sind schon erntereif

Seitlinge, frisch im Garten geerntet und gebraten

Die im letzten Herbst angelegten Pilzkulturen im Garten ergaben jetzt, Mitte April bereits die erste große Ernte. Der größte Seitling, der in unseren Breiten im Freien überwintern und bei uns wachsen kann, ist der Lungenseitling mit dem wissenschaftlichen Namen Pleurotus pulmonarius. Dieser Pilz kann auch in der warmen Jahreszeit wachsen, wird auch als Sommer-Austernpilz, als Indischer Austernpilz und als Phoenix-Pilz bezeichnet.

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Schwarzkümmel und Schwarzkümmelöl – Gewürz und Öl für Gesundheit und Wohlbefinden

Nigella – eine dekorative Blütenpflanze

Nigella Pflanze mit Kapseln und BlüteDer Schwarzkümmel ist eine zierliche Pflanze mit hübschen Blüten und dekorativen Samenkapseln. Er gehört zur Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse. Schwarzkümmel ist mit Christrosen, Akelei und Rittersporn verwandt, genauso mit Anemone, Waldrebe oder Trollblume. Seine Verwandtschaft besteht aus wunderschönen Wild- und Zierpflanzen, von denen viele in unseren Gärten gepflegt werden. Und so kann auch Schwarzkümmel mit dem botanischen Namen Nigella sativa im eigenen Garten angebaut werden. Und das nicht nur zur Zierde. Die meist blaublütige und gefüllte Gartensorte (Bild links) heißt übrigens Nigella damascena, auch bekannt als “Jungfer im Grünen”. Schwarzkümmel kann ausgesät werden und wächst auch auf armen, trockenen und heißen Standorten gut.

Schwarzkümmel-Samen verfeinern internationale Spezialitäten

SchwarzkümmelDer Schwarzkümmel beziehungsweise seine kohlschwarzen, leicht kantigen und sehr kleinen Samen (Bild links), ist in seinen Heimatländern ein beliebtes Gewürz und eine viel beachtete Heilpflanze.
In türkischen, arabischen und iranischen Spezialitäten sind Schwarzkümmel-Samen allgegenwärtig. Sie verfeinern süße und pikante Speisen. Besonders auffällig sind sie auf Broten und Gebäcken. Sie werden als Verzierung auf den typischen Blätterteigtaschen mit Schafskäse sowie auf oder in Käse, Frischkäse und Dips verwendet. Manchmal werden sie als “black onion seed” bezeichnet, als schwarze Zwiebelsamen. Schwarzkümmel-Samen schmecken  – wie Zwiebeln – ziemlich scharf, daneben aber auch sehr ätherisch. Ihr aparter Geschmack kommt von den ätherischen Ölen und den spezifischen Inhaltsstoffen. Diese Inhaltsstoffe finden sich auch im Samenöl, dem Schwarzkümmelöl wieder.

Schwarzkümmelöl – gegen alles außer den Tod

In seinen Herkunftsländern von Indien über Iran und die arabische Welt gilt Schwarzkümmel als Heilmittel gegen allerlei Leiden oder wie man hier sagt: “gegen Alles ausser den Tod”.  Schwarzkümmel oder Schwarkümmelöl wird also traditionell für medizinische Anwendungen genutzt. Belegt ist die Anwendung bei Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen, Husten, Bronchitis, Kopfschmerzen, und Ekzemen. Schwarzkümmelöl wirkt antimikrobiell und stärkt die Abwehrkräfte. Es wird zur Stärkung der Leber- und Nierenfunktion eingesetzt. Wichtig ist Schwarzkümmelöl in der Frauenheilkunde. Es wird verabreicht zur Förderung der Milchbildung. Man behandelt Regelschmerzen und andere gynäkologische Beschwerden wie Brustspannen und Brustschmerzen. Als wirksames Prinzip im Schwarzkümmelöl bei all diesen Symptomen und Effekten gilt das Thymochinon. Das natürliche Thymochinon besitzt schmerzlindernde und entzündungshemmende sowie krampflösende Eigenschaften. Schwarzkümmelöl ist für die innerliche Verabreichung und die äußerliche Anwendung auf der Haut gleichermaßen gut geeignet und sicher.
Neuerding ist die Behandlung mit Schwarzkümmelöl bei Fettstoffwechselstörungen sowie bei Diabetes vielversprechend. Seit längerer Zeit gilt Schwarzkümmelöl als wirksam gegen Allergien und Heuschnupfen, was aber nie wissenschaftlich bestätigt werden konnte.

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Gartenbuch-Tipp: Spriessbürger – Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz

Spriessbürger

Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz

von Eveline Dudda und Klaus Laitenberger

Spiessbürger Verlag 2015, 367 Seiten, 38,50 Euro

Spriessbürger BuchcoverEin Gartenbuch über den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz erobert einen Spitzenplatz der besten Gartenbücher der deutschen Gartenbau-Gesellschaft 2016. Es trägt den vielversprechenden Titel “Spriessbürger” und ist im Spriessbürger Verlag erschienen.

Ich beginne mit der Aufzählung der Besonderheiten und Hingucker im Buch. Es ist hochwertig Faden-gebunden und auf sehr gutem Papier gedruckt. Alle teilweise künstlerisch wertvollen oder humoristischen Fotos und die sehr treffenden Illustrationen sind schwarz-weiß. Philosophische Zitate, als besondere Würze in den Kapiteln des Buches verteilt, machen beim Schmökern viel Spaß. So zum Bespiel  Mark Twain mit: “Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.”  Wahr ist die alte (und echte!) Bauernweisheit, die nicht nur für Garten und Acker gelten sollte: “Lebe so als würdest du morgen sterben, aber pflege das Land so, als würdest du ewig leben.” Nachzulesen gibt es die geschichtliche Erklärung für den Buchtitel “Spriessbürger” sowie für das Motto des Buches: “Spiesse zu Bohnenstangen”. Der interessierte und gebildete Gärtner und Gartenbuchleser schätzt zudem die seriöse Auseinandersetzung mit Garten-Mythen. Unter die Lupe genommen werden der Mondkalender beziehungsweise Aussaatkalender, die angeblich guten oder schlechten Pflanzen-Nachbarn beziehungsweise Mischungspartnern im Gemüsebeet und die Zuverlässigkeit der Eisheiligen sowie alle Datums-Angaben zu Saat-und Pflanzterminen. So weit, so wissens- und lesenswert!

Die richtige Pflanzzeit ist ein wichtiges Thema des Buches. Denn sprießen und nicht vegetieren soll Salat und Gemüse. Das geht nur bei den geeigneten Bedingungen von Bodentemperatur, Feuchte, Wärme und Sonne. Nicht nur die Schweiz hat sehr unterschiedliche Klimazonen und Mikro-Klimate. Sie verschieben die Aussaat und Pflanzung, vom Tessin bis nach Basel und in die Gebirgslagen. Auch wir Nachbarn in Deutschland und Österreich wissen, dass in einigen Jahren bereits ab Februar, in anderen erst ab April an Aussaat im Freiland zu denken ist. Manche Gemüse sprießen so spät dann gar nicht mehr. Andere wachsen ohnehin nur im Frühbeet oder Gewächshaus. Geeignete Wachstumsbedingungen für die vielen im Gartenjahr verfügbaren Sorten von Salat und Gemüse einzuschätzen oder einzurichten, erfordert einiges Wissen und viel Erfahrung, die in diesem Buch fundiert vermittelt wird. Ein klappbarer Gemüseplaner liegt dem Buch zusätzlich bei.

Vieles, aber eben nicht alles, wächst erfolgreich in Töpfen. Standortwahl, Pflanzabstände, Fruchtfolge, Pflege, Pflanzenschutz und Ernte werden ebenfalls zu allen 50 ausführlich und kompetent vorgestellten Gemüse- und Salat-Sorten behandelt. Die beiden Autoren des Buches sind ausgewiesene Experten und erklären in zusätzlichen, sehr nützlichen Kapiteln auch allgemein gültiges zu Boden, Düngung, Pflanzenschutz beziehungsweise Nützlingen und Schädlingen, zu Kompost, Bodenbedeckung, Hochbeeten, zu Werkzeugen und Geräten, sowie zu Ernte und Lagerung. Wichtig auch, für alle, die es ernst meinen, sind die Richtwerte zum Platzbedarf und Zeitbedarf für die Selbstversorgung aus dem Garten.

Das schöne und rundum gelungene sowie leicht lesbare Gartenbuch eignet sich als fundierte Anleitung für Einsteiger und bietet auch alten Garten-Hasen interessanten Lesestoff. Die tolle Aufmachung macht es zu einem sehr schönen Geschenk. Ein bisschen Liebe für die Schweiz ist allerdings vorteilhaft, damit das Nachschlagen im mitgelieferten Glossar Schweizerdeutsch-Deutsch auch Spaß (oder Plausch) macht: von Baumnuss über Gluscht bis zVieri.

Das Buch ist zu bestellen bei Amazon

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Zuckererbsen

ZuckererbsenErbsen sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen als Gemüse beliebt und obendrein gesund. Dabei sind die bekannten kugeligen Erbsen nicht die einzige Möglichkeit, das grüne Zartgemüse zu genießen. Erbsen gibt es auch ohne Auspalen – und -man muss auch nicht so lange auf ihre Ernte warten. Von fast allen Garten-Erbsensorten kann man die kleinen, jungen, weichen und noch platten Hülsen essen – vor dem Erntetermin für die kugeligen Erbsen. Schon wenige Tage nach der Blüte sind die dünnen Hülsen erntereif.

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Kräuter und Heilpflanzen aus dem Garten

Für Küche und Hausapotheke

Salvia officinalis

SalbeiStarker Duft und Geschmack ist für Salbei typisch. Ätherische Öle machen die weltweit ungefähr 900 Salbeiarten zu beliebten Tee- und Würzkräutern mit sehr unterschiedlichem Aroma. Die wichtigste europäische Art Salvia officinalis ist eine altbewährte Arzneipflanze und unverzichtbar für die Hausapotheke. Vor allem in Italien  kocht man viele Spezialitäten mit Salbei.

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Koriander und Cilantro

cilantroCilantro ist ein typisch brasilianisches Gewürz für Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten. Cilantro ist die spanische Bezeichnung, die sich für Korianderkraut, die frischen Blätter des Korianders, durchgesetzt hat. Tatsächlich verdient das Koriandergrün einen anderen Namen als die bekannteren getrockneten Koriandersamen. Kraut und Samengewürz werden von derselben Pflanze Coriandrum sativum geerntet. Es besteht ein erstaunlicher Geschmacksunterschied zwischen den reifen Samen – den Korianderfrüchten – und den frischen Blättern, dem Cilantro.

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