Verfahren zur Wasseraufbereitung – wie Rohwasser zu Reinwasser wird

WasserfallBei der Wasseraufbereitung handelt es sich um eine zielgerichtete Veränderung der Wasserqualität. Durch unterschiedliche Verfahren wird Grund- oder Oberflächenwasser beziehungsweise Rohwasser aufbereitet, sodass eine Nutzung in der Industrie oder als Trinkwasser möglich ist. Grundsätzlich bezieht sich die Wasseraufbereitung auf das Entfernen von Stoffen, aber auch das Ergänzen von Stoffen, um dadurch beispielsweise Einfluss auf den pH-Wert zu nehmen. Manchmal geht es jedoch nicht darum, die Wasserqualität positiv zu beeinflussen. In einigen Fällen dient die Wasseraufbereitung der Rückgewinnung von Edelmetallen oder vergleichbaren Materialien.

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Nachhaltigkeit: So gelingt der ökologische Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus

kleines Gewächshaus, freistehendEin eigenes Gewächshaus ist eine hervorragende Möglichkeit, neben Zierpflanzen auch eigenes Gemüse zu züchten. Das funktioniert absolut ökologisch und ohne synthetisch gefertigte Dünger oder einen hohen Wasser- oder Stromverbrauch. So nutzen Sie Ihr Gewächshaus für den Anbau von Lebensmitteln.

Nachhaltige Ernährung liegt nicht nur im Trend, sondern trägt auch einen großen Teil zum ökologischen Umdenken bei. Neben dem Umweltschutz steht für Gärtner, die Lebensmittel lieber ökologisch anbauen auch die eigene Gesundheit im Mittelpunkt. Der Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus bringt Bio-Gemüse völlig ohne den Einsatz von potentiell schädlichen Chemikalien hervor und reichert die Ernährung um Vitamine und Spurenstoffe an, die nur reife Früchte enthalten. Doch nachhaltiges Gärtnern beginnt auch da, wo wenig Strom aus der Steckdose und wenig Wasser verbraucht werden. Im eigenen Gewächshaus kann das gut gelingen.

Diese Gemüsesorten gedeihen im Gewächshaus hervorragend

In einem Gewächshaus lassen sich alle Pflanzen anbauen, die es gern warm mögen. Während Sie Gemüsesorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl oder Rhabarber lieber im Freiland aussäen und pflanzen sollten, ist das Gewächshaus ab Februar bereit für knackige Salate, wie Lollo Rosso oder grünen Salat, Rettich oder Spinat. Im Gewächshaus sollten dabei tagsüber stets über 15 Grad herrschen, nachts über 5 Grad. In den Sommermonaten gedeihen in der geschützten Umgebung Paprika, Tomaten, Salatgurken als Tunnel oder an Ranknetzen und mediterrane Pflanzen wie Auberginen. Auch Kürbisse und Melonen fühlen sich im Gewächshaus wohl, benötigen jedoch viel Raum. Busch- und Kletterbohnen und sogar die rankende Süßkartoffel nutzen das warme Klima gern, um schneller zu wachsen und bis in den Spätherbst hinein zu gedeihen.

Gewächshaus ökologisch ausstatten und energiearm betreiben

Gewächshäuser erhitzen sich durch die Sonneneinstrahlung, benötigen jedoch im Winter oft eine zusätzliche Heizung. Das Verlegen von Rohren, die durch einen Warmwasserbereiter mit Solarenergie beheizt werden, hält eine Grundwärme aufrecht. Für die Regulierung der Hitze im Sommer sollten Sie flexibel verschließbare Fenster einbauen, die Sie per Hand oder hydraulisch öffnen um die Temperatur zu senken. Auch Schattierungen sind sinnvoll. Regenwasser zum Bewässern kann über eine Gewächshaus-Regenrinne in einer Tonne aufgefangen werden. Von hier wird es über Dripping-Schläuche entlang der Pflanzreihen und Regale geleitet. Das Bohren eines eigenen Brunnens zum Gießen kann sich ebenfalls lohnen. Viele Gärtner nutzen im Gewächshaus ein Wasserleitsystem aus Kunststoffrohren, in die direkt eingepflanzt wird, statt Regalen. Pflanzen Sie zudem bodennah in Beete innerhalb des Gewächshauses, ist ein Gießen von Hand praktisch unabdingbar. Gießkannen mit breiter Tülle verteilen das Wasser dabei besser als beispielsweise ein Wasserschlauch.

Ökologische Alternativen zu industriell gefertigten Düngern

Neben dem energiearmen Betrieb und einem niedrigen Wasserverbrauch ist Dünger beim ökologischen Gemüseanbau im Gewächshaus ein wichtiges Thema. Nutzen Sie einen Plan zur Fruchtfolge um die Beete lebendig zu halten. Auf Radieschen können beispielsweise Erbsen und dann Salat folgen. Auf Spinat folgt Salat und dann erst Chinakohl. Tomaten sollten jedes Jahr den Standort wechseln. Organische Dünger wie Bodenaktivatoren mit Knochenmehl und Blutpulver geben Nährstoffe in den Boden ab. Pflanzenreste sollten Sie kompostieren. Der frische Kompost ist die wertvollsten Basis für den Gemüseanbau.

Die WAMA Walter Mauden GmbH & Co.KG ist auf den Bau von hochwertigen Gewächshäusern spezialisiert und hat sich in diesem Bereich in seiner mehr als 100-j“ährigen Unternehmensgeschichte ein umfangreiches Produktentwicklerwissen angeeignet. Das detailliert abgestimmte Produktportfolio umfasst ein breitgefächertes Sortiment an verschiedenen Gewächshaustypen und passendem Zubehör. Höchste Qualität und ausgezeichneter Service stehen dabei stets im Mittelpunkt.

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Gärtnern bei Trockenheit

Trockenheit

Wenn der Regen lange ausbleibt, hilft Gärtnern und Landwirten nur noch Bewässerung. Die Aussaat von Gemüse und einjährigen Kulturen ist ohne Feuchtigkeit im Boden vollkommen sinnlos. Und auch die Sonne liebenden Fruchtgemüse werfen bei allzu großer Hitze und Dürre zunächst ihre Blüten und dann ihre Früchte ab. Jedoch ist mit der Gießkanne oder dem Bewässerungsschlauch allein gegen eine derartig lang anhaltende Dürreperiode wie in diesem Jahr nur schwer anzukommen. Weitere Maßnahmen müssen her.

Wassersparender Umgang mit dem Boden

Hacken
Bodenkrume oberflächlich lockern

Bei Trockenheit mit starkem Wind trocknet die Bodenkrume sehr schnell aus. Tiefes Umgraben oder Pflügen sollte nun absolut vermieden werden, damit die Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten länger erhalten bleibt. Andererseits ist es wichtig die Oberfläche locker zu halten. Das Hacken des Oberbodens bricht die Kapillarwirkung und fungiert als Mulchschicht. Das heißt, der Aufstieg von Wasser an die Oberfläche und damit die Verdunstung kann durch flaches Hacken vermindert werden. Ein lockerer Oberboden ist auch wichtig, damit das Bewässerungswasser oder der irgendwann zu erwartende Regen besser eindringen kann und nicht oberflächlich abläuft. An Hängen ist eine leichte Terrassierung vorteilhaft, um einzelne Pflanzen herum eine Vertiefung und ein Erdwall, damit man gezielter gießen kann.

Beikraut ist jetzt zu viel

Im trockenen Süden ist es weitverbreitet üblich, Olivenplantagen oder Weinberge nur im Winter zu begrünen, im Sommer aber abweiden zu lassen und brach liegen zu lassen. Das hat mit den begrenzten Wasservorräten im Boden zu tun, mit der Wasserkonkurrenz. Hinzu kommt, dass vertrocknetes Gestrüpp leicht entzündlich ist und sich auf diese Weise Buschbrände rasch ausbreiten können. Auch bei uns wird man Obstbäumen einen Baumring frei halten. Man sollte zumindest das Gras Abmähen und wenn möglich Mulchen. In  Gemüsekulturen sollte man jetzt ebenfalls das Unkraut hacken und dann als schützende Mulchschicht auf der Bodenoberfläche vertrocknen lassen. Unkräuter wachsen bei Dürre ansonsten viel schneller als die meisten Gemüsepflanzen und schlucken das Gießwasser.

Rasen und Wiese schonen

Viele Gräser hören auf zu wachsen, wenn es trocken wird. So schonen sie ihre Reserven. Diese Gräser speichern ihre Nährstoffe in den unteren Halmabschnitten. Werden sie zu oft zu tief abgemäht (oder abgeweidet) dann steigt die Gefahr des Absterbens, insbesondere bei lang anhaltender Dürre. Die typischen Rasen- und Wiesenunkräuter wie Sauerampfer, Löwenzahn, Disteln, Hahnenfuß oder Wiesenkerbel aber auch Klee, Wegerich und viele andere haben tiefer reichende Wurzeln als die Gräser und sind sehr trockentolerant. Sie profitieren vom Absterben der Gräser und können sich stark ausbreiten. Bei Dürre ist es also wichtig den Rasen nicht zu tief und nicht zu oft zu mähen, damit die Wurzelunkräuter nicht zu sehr überhand nehmen.

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Richtig gießen

Ernten kann man nur wo Wasser ist

Gemüse und viele Blütenstauden zeigen durch welkende Blätter unmittelbar an, wenn ihnen Wasser fehlt. Werden sie dann rasch gegossen stehen sie meist ohne Schaden zu nehmen wieder auf. Wichtig ist das regelmäßige Gießen bei extremer Trockenheit, Wind und Hitze auch bevor Blätter welken, denn nur wo ausreichend Wasser im Boden ist, wachsen Pflanzen überhaupt, andernfalls stellen sie jedes Wachstum ein. Blüten aber auch kleine Früchte  – etwa von Tomaten oder Paprika – können abfallen.
Saaten und neu verpflanzte Gemüse müssen stets gut angegossen und feucht gehalten werden bis ihre Wurzeln eingewachsen sind. Auch danach können sogar Wurzeln vertrocknen. Zur Verminderung der Austrocknung hilft die Abdeckung mit Vlies. Auch Windschutz durch Hecken vermindert die Verdunstung. Welkende Pflanzen haben bei intensiver Sonne schlechtere Chancen zu überleben, denn das Welken zieht nach sich, dass die Blätter sich nicht mehr selbst kühlen und dadurch verbrennen können. Mit Wasser vertragen Blüten- und Gemüsepflanzen also viel mehr Sonneneinstrahlung und Hitze als ohne. Sie behalten ihre Kraft um tiefe Wurzeln zu bilden.

Bäume und Sträucher rechtzeitig gießen

Gehölze zeigen Trockenstress nicht durch Welken an. Die Zweige sind zu starr, die Blätter zu hart um bei Wassermangel herunter zu hängen. Ältere Bäume und Sträucher sind meist in der Lage sich an länger anhaltende Trockenheit anzupassen. Sie tun dies indem sie immer tiefer wurzeln, dem Wasser im Boden nachwachsen, das oberirdische Wachstum einstellen, das Laub verfärben, später auch Früchte und Blätter abwerfen und erst zuletzt beginnen abzusterben. Der Nachteil bei einheimischen Obstbäumen, Beerensträuchern und anderen Ziergehölzen ist aber, dass man zu spät erkennt, wenn die Trockenheit bereits Schäden angerichtet hat. Ein sichtbares Symptom kann Sonnenbrand der Blätter sein, doch auch wenn jetzt gegossen wird, können ganze Äste bereits stark geschädigt sein. Wenn dann auch die Wurzeln nicht mehr genügend Kraft haben um dem Bodenwasser hinterher zu wachsen, können selbst große Bäume ganz oder teilweise vertrocknen.

Tipps und Tricks fürs richtige Gießen

Bei starker Trockenheit gelten andere Regeln für das Gießen als sonst. Es darf abends gegossen werden, wenn die Verdunstung geringer ist. Es darf auch tagsüber bei praller Sonne gegossen werden um zu vermeiden, dass die Pflanzen welken. Lieber zu früh als zu spät gießen, lieber seltener und mehr auf einmal als zu wenig, denn oberflächliches Gießwasser, das gar nicht in den Wurzelraum eindringt, hilft langfristig weder Bäumen noch Blumen oder Gemüse. Eine Anpassung an die Trockenheit findet hingegen auch mit Wassergaben statt: die Blätter werden kleiner und härter (und mineralstoffreicher), die Stängel bleiben kürzer, die Schalen der Früchte werden dicker und – falls richtig gegossen wird – die Wurzeln reichen tiefer. Mineralischer Stickstoffdünger und andere Düngersalze sind bei ausgesprochener Dürre übrigens kein Mittel um die Ertragseinbußen wie etwas den klein gebliebenen Salat oder die wenigen Erdbeeren auszugleichen: Düngersalze erfordern im Gegenteil das wesentlich häufigere Gießen und erhöhen das Risiko des Vertrocknens erheblich. Wenn dann nur sehr dosiert düngen!

Wichtig bei Dürre sind auch weitere Dinge wie Bodenbearbeitung, Unkrauthacken…

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