Selbstversorgung in der Wohnung – der vertikale Küchengarten

Rankende Salate und GemüseWir sehen diese Entwicklung schon lange und nun mit größerem Tempo. In Deutschland sind Obst und Gemüse teuer, oft teurer als Fleisch. Unübersehbar sind Erzeugerpreise gestiegen, zusammen mit Energie- und Gaspreisen. Jedoch – viele Frische-Produkte aus Übersee waren über Jahrzehnt billiger als entsprechende aus unserer Umgebung. Die ökologische und auch ökonomische Schieflage und die politische Fehlentwicklung können einen wütend machen oder resignieren lassen. Sie können aber auch unsere Bemühungen zu Autarkie und Selbstversorgung anstacheln. Schritte in Richtung Selbstversorgung unternehmen nicht nur Kleingärtner sondern auch Menschen in Städten und in Wohnungen. Auf Balkonen und Dachterrassen wird mittelweile vom Küchenkraut bis zum Naschobst viel angebaut. Schwierig kann die teilweise extreme Hitze und Strahlung des Sommers werden, und die Bewässerung.

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Selbstversorgung in der Corona-Krise – Tomaten

Wider dem Dosenfutter!

Vielfalt der Tomatensorten
Tomatenvielfalt

Covid 19 hat uns fest im Griff und wir Deutschen greifen in der Krise zur Nudel beziehungsweise zu Spaghetti und zu Tomaten aus der Dose. Haltbar, billig und schnell. Die Zeit, in der niemand mehr seine Konserven sehen oder essen will, wird kommen. Tomaten haben mehr zu bieten als Dosen-Sugo zu sein. Sie sind sehr unterschiedlich in Aroma, Größe, Süße, Festigkeit oder Saftigkeit und im Aussehen, in ihrer Form und ihrer Farbe. Und sie sind ganz hervorragend zu vielen Gerichten und Zubereitungen, frisch als Salat, zu Butterbrot,  in Gemüseeintöpfen, auf die Pizza und in allerlei Schnellgerichten. Frisch auf den Tisch oder haltbar gemacht schmecken eigene Tomaten aus dem Garten aromatisch und süß und viel besser als gekaufte Konserven.

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Selbstversorgung in der Corona-Krise

Senfspinat oder Blattsenf
Begehrtes erstes Grün für die frische Küche

In Zeiten von Corona-Krise und Hamsterkäufen, angesichts leerer Regale in Supermärkten und geschlossener Restaurants, sind Improvisation und die eigene Küche gefragt. Gesundes, frisches Essen, um selbst gesund zu bleiben oder zu werden, ist zu Ausgang des Winters jedes Jahr ein Herausforderung. Ob Corona- oder Grippeviren, Dosenfutter hilft hier nicht weiter. Wir alle warten auf vitalisierenden Spargel und vitaminreiche Erdbeeren, auf knackigen Freilandsalat und die aromatischen Fruchtgemüse des Sommers. Bereits jetzt hilft ein Balkon, ein Blumenfenster und sowieso jeder Garten. Sie bieten gute Möglichkeiten zur schnellen Selbstversorgung.

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Gartenbuch-Tipp: Spriessbürger – Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz

Spriessbürger

Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz

von Eveline Dudda und Klaus Laitenberger

Spiessbürger Verlag 2015, 367 Seiten, 38,50 Euro

Spriessbürger BuchcoverEin Gartenbuch über den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz erobert einen Spitzenplatz der besten Gartenbücher der deutschen Gartenbau-Gesellschaft 2016. Es trägt den vielversprechenden Titel “Spriessbürger” und ist im Spriessbürger Verlag erschienen.

Ich beginne mit der Aufzählung der Besonderheiten und Hingucker im Buch. Es ist hochwertig Faden-gebunden und auf sehr gutem Papier gedruckt. Alle teilweise künstlerisch wertvollen oder humoristischen Fotos und die sehr treffenden Illustrationen sind schwarz-weiß. Philosophische Zitate, als besondere Würze in den Kapiteln des Buches verteilt, machen beim Schmökern viel Spaß. So zum Bespiel  Mark Twain mit: “Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.”  Wahr ist die alte (und echte!) Bauernweisheit, die nicht nur für Garten und Acker gelten sollte: “Lebe so als würdest du morgen sterben, aber pflege das Land so, als würdest du ewig leben.” Nachzulesen gibt es die geschichtliche Erklärung für den Buchtitel “Spriessbürger” sowie für das Motto des Buches: “Spiesse zu Bohnenstangen”. Der interessierte und gebildete Gärtner und Gartenbuchleser schätzt zudem die seriöse Auseinandersetzung mit Garten-Mythen. Unter die Lupe genommen werden der Mondkalender beziehungsweise Aussaatkalender, die angeblich guten oder schlechten Pflanzen-Nachbarn beziehungsweise Mischungspartnern im Gemüsebeet und die Zuverlässigkeit der Eisheiligen sowie alle Datums-Angaben zu Saat-und Pflanzterminen. So weit, so wissens- und lesenswert!

Die richtige Pflanzzeit ist ein wichtiges Thema des Buches. Denn sprießen und nicht vegetieren soll Salat und Gemüse. Das geht nur bei den geeigneten Bedingungen von Bodentemperatur, Feuchte, Wärme und Sonne. Nicht nur die Schweiz hat sehr unterschiedliche Klimazonen und Mikro-Klimate. Sie verschieben die Aussaat und Pflanzung, vom Tessin bis nach Basel und in die Gebirgslagen. Auch wir Nachbarn in Deutschland und Österreich wissen, dass in einigen Jahren bereits ab Februar, in anderen erst ab April an Aussaat im Freiland zu denken ist. Manche Gemüse sprießen so spät dann gar nicht mehr. Andere wachsen ohnehin nur im Frühbeet oder Gewächshaus. Geeignete Wachstumsbedingungen für die vielen im Gartenjahr verfügbaren Sorten von Salat und Gemüse einzuschätzen oder einzurichten, erfordert einiges Wissen und viel Erfahrung, die in diesem Buch fundiert vermittelt wird. Ein klappbarer Gemüseplaner liegt dem Buch zusätzlich bei.

Vieles, aber eben nicht alles, wächst erfolgreich in Töpfen. Standortwahl, Pflanzabstände, Fruchtfolge, Pflege, Pflanzenschutz und Ernte werden ebenfalls zu allen 50 ausführlich und kompetent vorgestellten Gemüse- und Salat-Sorten behandelt. Die beiden Autoren des Buches sind ausgewiesene Experten und erklären in zusätzlichen, sehr nützlichen Kapiteln auch allgemein gültiges zu Boden, Düngung, Pflanzenschutz beziehungsweise Nützlingen und Schädlingen, zu Kompost, Bodenbedeckung, Hochbeeten, zu Werkzeugen und Geräten, sowie zu Ernte und Lagerung. Wichtig auch, für alle, die es ernst meinen, sind die Richtwerte zum Platzbedarf und Zeitbedarf für die Selbstversorgung aus dem Garten.

Das schöne und rundum gelungene sowie leicht lesbare Gartenbuch eignet sich als fundierte Anleitung für Einsteiger und bietet auch alten Garten-Hasen interessanten Lesestoff. Die tolle Aufmachung macht es zu einem sehr schönen Geschenk. Ein bisschen Liebe für die Schweiz ist allerdings vorteilhaft, damit das Nachschlagen im mitgelieferten Glossar Schweizerdeutsch-Deutsch auch Spaß (oder Plausch) macht: von Baumnuss über Gluscht bis zVieri.

Das Buch ist zu bestellen bei Amazon

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Minikiwis

Minikiwi Die Minikiwi ist die kleine Schwester der bekannten, aus Neuseeland stammenden, Kiwifrucht. Die Pflanze und die Frucht der Minikiwi Actinia arguta sind wesentlich kleiner als die Kiwi Actinia deliciosa. Die Frucht der Minikiwi hat die Größe einer Stachelbeere, ist glattschalig und nur 10 Gramm schwer. Minikiwis haben viele Vorteile für den Anbau in unseren Gärten.

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