Ökologisch leben – Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Regional und saisonal Einkaufen und Essen.© Foxys Forest Manufacture/ShutterstockGreta Thunberg hat es vorgemacht und zahlreiche Jugendliche sowie Erwachsene auf der ganzen Welt sind ihrem Protest gefolgt. Inzwischen ist die Fridays-for-Future-Bewegung jedem ein Begriff. Klimaschutz ist ein globales Anliegen. Dazu gehört auch ein nachhaltiger Lebensstil. Wenn wir so weitermachen wie bisher, zerstören wir unsere Lebensgrundlage. Doch nicht nur Politiker sind dringend zum Handeln aufgefordert, im Prinzip kann jeder etwas für die Umwelt tun. Vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln sollte man sich bewusst machen, woher diese eigentlich kommen und wie sie verpackt sind. Wer ressourcenschonend lebt, kann seinen ökologischen Fußabdruck um ein Vielfaches verringern. Bevor wir zu den Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen kommen, soll zunächst erklärt werden, was unter „ökologischem Fußabdruck“ zu verstehen ist.

Ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck setzt die Umweltressourcen, die der Weltbevölkerung zur Verfügung stehen, ins Verhältnis zu den Ressourcen, die jeder einzelne durch seinen Konsum bzw. Lebensstil verbraucht. Seit den 80er Jahren beanspruchen wir mehr Ressourcen als uns die Ökosysteme weltweit bereitstellen. Wir gehen mit der Welt also um, als hätten wir 1,6 Planeten [Quelle: Brot für die Welt]. Überfischung, Massentierzucht und Regenwaldabholzung sind Gründe für den hohen Ressourcenverbrauch. Hinzu kommt die wachsende Bevölkerungszahl. Derzeit leben 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt. Laut Schätzungen werden es im Jahr 2050 bereits 9,7 Milliarden Menschen sein. Die Nachfrage an Ressourcen steigt zunehmend, doch das Angebot nimmt immer mehr ab.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen

In der Regel gehen wir mehrmals die Woche einkaufen, die meisten von uns im Supermarkt. Inzwischen gibt es zahlreiche Bio-Supermärkte, die ausschließlich biologische Produkte anbieten. Doch wer Bio-Tomaten kauft, die extra aus Holland nach Deutschland importiert werden, handelt nicht gerade ökologisch. Zugegeben, es ist nicht immer leicht, alles richtig zu machen. Wer jedoch die folgenden fünf Tipps ernst nimmt, trägt ebenfalls zum Schutz der Umwelt bei und kann als Vorbild dienen. Menschen mit Vorbildfunktion schaffen es wiederum, andere dazu zu bewegen, ähnlich zu handeln.

1.      Tragetasche, Rucksack oder Korb statt Plastik- oder Papiertüte

Vielleicht ist es ab 2020 nicht mehr erwähnenswert, sofern das Verbot von Plastiktüten im Einzelhandel tatsächlich in Kraft tritt. Doch auch unabhängig davon sollte jeder eine wiederverwendbare Tragetasche, einen Rucksack oder einen Korb mitnehmen, wenn er einkaufen geht. Auf Papiertüten sollte man ebenso verzichten. Diese werden häufig nur einmal verwendet und bei ihrer Herstellung wird viel Wasser verbraucht.

2.      Regionale und saisonale Produkte kaufen

Wer auf dem Wochenmarkt einkauft, unterstützt nicht nur die regionalen Bauern, sondern vermeidet gleichzeitig Unmengen an Verpackungsmüll. Denn Obst und Gemüse im Supermarkt sind häufig in Plastik verpackt. Um die frischen Lebensmittel vor dem restlichen Einkauf in der Tasche zu schützen, eignen sich auch hier Stoffbeutelchen anstelle der dünnen Einmalplastiktüten.

3.      Auf Bio-Siegel achten

Der biologische Anbau von Lebensmitteln ist besonders ressourcenschonend und umweltverträglich, denn die Bauern verzichten hierbei sowohl auf Pestizide als auch auf Gentechnik. Geprüfte EU-Bio-Güte-Siegel sind zum Beispiel „Demeter“, „Naturland“ und „Bioland“. Produkte mit diesen Siegeln unterliegen strengen Vorschriften. Wer jedoch die Möglichkeit hat, Lebensmittel aus der direkten Umgebung zu kaufen, sollte diese den ausländischen Bio-Produkten im Supermarkt vorziehen. Lange Transportwege von Lebensmitteln schaden der Umwelt mehr, als das Bio-Siegel an Nutzen bringt.

4.      Fleischkonsum reduzieren

Ob Tiere zum Verzehr geeignet sind oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dass Tierhaltung allerdings nicht umweltfreundlich ist, belegen die Fakten: Um Futtermittel anzubauen, werden Regenwälder abgeholzt und auch der Wasserverbrauch, der in einem Kilo Rindfleisch steckt, ist enorm: 15.000 Liter Wasser werden dafür benötigt! Von der Bewässerung der Soja- und Getreidepflanzen, die als Futter verwendet werden, bis zu den Transportwegen, die die Tiere auf ihrem Weg zum Schlachter zurücklegen. Bei einem verantwortungsbewussten Fleischkonsum geht es nicht darum, ganz auf Fleisch zu verzichten, sondern weniger davon zu konsumieren. Grundsätzlich ist Billigfleisch aus Massentierhaltung sowohl aus Tierschutz- als auch aus Umweltgründen nicht zu empfehlen.

5.      Eigenen Becher mitnehmen

Noch schnell einen Kaffee, doch die Mittagspause ist schon fast wieder vorbei? Der US-amerikanische Trend des Kaffees zum Mitnehmen ist auch in Deutschland von großer Beliebtheit. Statt einem Einmalbecher, der meist noch mit einer dünnen Plastikfolie beschichtet ist, sollte man jedoch darauf achten, stets den eigenen Coffee-to-go-Becher mitzunehmen. In der Regel bietet jedes Café an, das Heißgetränk direkt in den mitgebrachten Thermobecher zu füllen, manchmal sogar mit einer Ersparnis von ein paar Cent.
Am besten ist es, man nimmt sich die Zeit, sich in ein Café zu setzen. Mit einem guten Buch in der Tasche oder einem netten Gesprächspartner ist der Kaffee in der Tasse immer noch am genüsslichsten.

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Ökologische Logistik – große Vorteile für alle Beteiligten

Sowohl im produzierenden als auch im verarbeitenden Gewerbe gewinnt die Ökologie zunehmend an Bedeutung. Seitens der Kunden besteht immer ein großer Bedarf an Produkten, die ohne allzu große Belastungen für die Umwelt hergestellt oder verarbeitet worden sind. Der Bereich der Logistik wurde jedoch nicht im besonderen Maße berücksichtigt. Aber auch in diesem Bereich tut sich derzeit eine Menge. Der Bedarf an ökologischer Logistik wächst ständig an. Daher ist es angebracht, diese Branche etwas näher zu beschreiben.

Welche Bereiche der Logistik lassen sich ökologisch ausrichten?

Es gibt einige Bereiche in der Logistik, in denen es besonders wichtig ist, die EG Öko-Verordnung 834/2007 in allen Punkten einzuhalten. Insbesondere sind folgende Bereiche davon betroffen:

  • Die Warenannahme
  • Überprüfung und Erfassung der Öko-Siegel
  • Kontrollen auf Beschädigungen oder unbefugtes Öffnen
  • Korrekte Einlagerung

Schon beim Eingang der Waren muss genauestens überprüft werden, ob es sich um Produkte aus dem ökologischen Landbau oder aus einer nachhaltigen Produktion handelt. Nur zertifizierte Betriebe sind in der Lage, die Bedeutung der Siegel zu erkennen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Das ist insbesondere für die Einlagerung sehr wichtig, weil ökologisch hergestellte Produkt nicht versehentlich mit konventionellen Produkten vermengt oder vertauscht werden sollten.

Die Überprüfung der Begleitpapiere

Insbesondere bei den ökologischen Produkten ist es wichtig, auf die Korrektheit der Begleitpapiere zu achten. Für den Empfänger der Artikel ist es in den meisten Fällen von Bedeutung, dass er ganz genau nachlesen kann, aus welcher Region das Produkt kommt und wie es hergestellt wurde. Dazu werden viele Artikel auch mit Zertifikaten anerkannter Organisationen versehen. Auch diese sind für den Endverbraucher wichtig. Für den Produzenten oder den Anbieter wäre es fatal, wenn sorgsam hergestellte Artikel später nicht mehr als diese zu erkennen sind.

Die Ökobilanz verbessern

Den Logistikunternehmen stehen auch Möglichkeiten zur Verfügung, ihre eigene Ökobilanz deutlich zu verbessern. Gute Beispiele dafür wären unter anderem:

  • Mehr Transporte mit der Bahn durchführen
  • Fahrzeuge mit geringem Kraftstoffverbrauch anschaffen
  • Touren so planen, dass nicht mit leeren Fahrzeugen lange Strecken gefahren werden müssen

Müssen größere Transporte über lange Strecken transportiert werden, ist der Bahntransport zumeist aus Sicht der Umwelt am besten geeignet. Allerdings gelingt der Transport bis zum Kunden nicht mit entsprechenden Fahrzeugen. Bei der Anschaffung kann aber darauf geachtet werden, dass diese nicht zu viel Kraftstoff verbrauchen. Dank moderner Technik lassen sich die Auslieferungsfahrten auch so zusammenstellen, dass kaum noch Leerfahrten anfallen.

Den Stromverbrauch senken

Zur ökologischen Logistik gehört auch, dass die Unternehmen sich darum bemühen, den Stromverbrauch zu reduzieren. Beispielsweise lassen sich in Lagerhallen kurzerhand sparsame Lampen einbauen. Auch Torantriebe und Kühlungen lassen sich mittlerweile mit einer sparsamen Technik ausstatten. Im Idealfall können auch Solarkollektoren auf das Dach einer Lagerhalle angebracht werden. Dann entstehen bei der Stromerzeugung überhaupt keine umweltschädlichen Abgase mehr.

Jede Maßnahme zur Einsparung von Strom ist zwar zunächst mit Investitionen verbunden. Diese machen sich aber auf längere Sicht wieder bezahlt. Es sollte daher auch damit gerechnet werden, dass die Kosten für Energie wahrscheinlich nicht mehr deutlich fallen werden. Irgendwann wird es wahrscheinlich für jeden Betrieb im Bereich der Logistik erforderlich sein, Maßnahmen zum Sparen von Energie zu ergreifen.

 

Welche Vorteile haben Anbieter von der ökologischen Logistik?

Viele Hersteller oder Vertreiber von Waren und Produkten werden sich sicherlich fragen, welche Vorteile sie dann überhaupt von einer Bio zertifizierten Logistik erwarten können? Für die Anbieter bedeutet die ökologische Logistik, dass sie bei den meisten Kunden deutlich besser angesehen sind. Da der Umweltschutz mittlerweile bei jedem Bürger zu einem wichtigen Thema geworden ist, werden Unternehmen, die auch eine ökologische Logistik betreiben, in der Regel bevorzugt. Der Hintergrund ist auch der, dass die meisten Kunden beim Einkauf kein schlechtes Gewissen haben möchten. Deshalb ist es immer vorteilhaft, wenn nicht nur bei der Herstellung auf Ökologie geachtet wird, sondern auch bei der Lagerung und natürlich beim Transport.

Fazit

Die ökologische Logistik ist derzeit noch im Aufbau. Es gibt aber schon einige Bio zertifizierte Logistikunternehmen, die den strengen Anforderungen der EG Öko-Verordnung 934/2007 entsprechen. Davon profitieren die Anbieter im gleichen Maße wie die Konsumenten. Zudem bietet diese Form der Logistik einen großen Vorteil für die Umwelt.

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Ökologisch bauen für mehr Nachhaltigkeit

Das ökologische Bauen, international auch “Grünes Bauen” oder “green building” genannt, bezeichnet die Lehre der Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Ökosystem und der gebauten Umwelt. Hierbei stehen Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Vordergrund. Immer mehr Bauherren entscheiden sich dazu, auf diesem Wege den nachfolgenden Generationen eine gesunde und lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

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Wildblumen-Mischung für Wildbienen

Wildblumen und BlütenBienen und ihr Verschwinden aus unseren Landschaften und Gärten machen vielen Menschen große Sorgen. Zurecht, denn der Fortbestand vieler hundert Arten von Wildbienen und Hummeln ist gefährdet. Das liegt  auch daran, dass artenreiche Blumenwiesen oder blühende Hecken und Bäume vielerorts der intensiven Landwirtschaft oder der Versiegelung von Flächen zum Opfer fallen. Mit dem Verschwinden der Wildbienen leiden nicht nur Landwirte und Obsterzeuger sondern das ganze Ökosystem. Das Fehlen von Wildbienen und das Bienensterben hierzulande und weltweit haben viele Ursachen über die sich Fachleute und Lobbyisten streiten. Zu Lasten der Bienen werden die unstrittigen überfälligen Maßnahmen zum Schutz der Bienen wegen angeblich fehlender Beweise nicht eingeleitet. Der Pestizideinsatz, die einseitige Ausrichtung unserer Landwirtschaft aber auch die intensive Bienenhaltung selbst gefährden im Zusammentreffen mit der Varroa-Milbe die Bienen.  Auch wenn einzelne bienengefährdenden Pestizide inzwischen verboten werden, bleibt die generelle Bedrohung. Raps mit seiner gelben Blüte ist eine sehr gute Futterquelle für Bienen, jedoch wird gerade der Raps in riesigen Monokulturen mehr und mehr mit Pestiziden behandelt, die das Überleben und die Gesundheit des Bienenvolkes gefährden können. Weiterhin entwickelt sich die Landwirtschaft weg von kleinen Strukturen hin zu großen Monokulturen, weg von vielfältigen Kulturen hin zu immer mehr Maisanbau. Mais als Windbestäuber hat für Bienen nichts zu bieten. Ganz anders die klassische Wiese zur Heugewinnung oder die Kuhweide.  Auch Getreide bietet Bienen keine Nahrung. Ohnehin sind alle ausgedehnten Äcker ohne Ackerrandstreifen, ohne blühendes Unkraut wie eine unüberwindliche Wüste für Bienen.

Privatinitiative und Engagement für Wildbienen sind also dringend nötig. Alle bestäubenden Insekten brauchen Nektar von Blütenpflanzen zur Ernährung, Bienen sammeln Nektar auch als Wintervorrat. Sehr wichtig ist deswegen eine lang anhaltende Verfügbarkeit von blühenden Pflanzen. Ebenso unverzichtbar ist Blütenpollen für die Aufzucht der Brut. Allerdings bieten nicht alle Blütenpflanzen die gleiche Pollenqualität. Deswegen ist die Aussaat der richtigen Blumen-Mischungen, das Anpflanzen geeigneter Blütensträucher sehr wichtig, wenn man Bienen, Wildbienen und anderen bestäubenden Insekten wirklich helfen will.

Wildblumen-Mischungen für Wildbienen sind Saatmischung mit einheimischen  Arten. Sie eignen sich für den Garten oder als Zwischenfrucht auf dem Acker.  Wenn Wildblumenmischung  auch zwei- und mehrjährige Blütenpflanzen enthalten, sind sie zur Ansaat dauerhafter Wiesen geeignet. Solche Mischungen sollen gemäht werden. Sie verdrängen typische eingeschleppte Problemunkräuter, so dass sie jederzeit auch als klassische Brache und zur Unkrautregulierung verwendet werden können.

Gebraucht werden möglichst viele Flächen mit Nektar- und Pollenpflanzen für Wildbienen. Eine Vernetzung ist wichtig, damit eine Wildbienenpopulation weiterziehen kann. Honigbienen werden mit dem ganzen Bienenstock vom Imker von Tracht zu Tracht transportiert, notfalls über große Distanzen. Honigbienen finden ihre Nahrung zunächst in der Obstblüte, dann im Raps und später vielleicht im Wald in den sie gefahren werden. Die Wildbienen müssen ihre Futterflächen selbst erreichen können. Jeder kann also mithelfen.

Buchtipps:
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Bienenweide – 200 Trachtpflanzen erkennen und bewerten

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Sojamilch selbst gemacht

sojabohnenSoja ist in aller Munde: in den Mägen von Mensch und Tier und im Gespräch: Zu Soja-Produkten und dem Soja-Anbau gibt es viel zu sagen und die Meinungen zu Geschmack, Gesundheitswert und Ökologie klaffen weit auseinander. Als veganes Produkt ersetzt Sojamilch die Kuhmilch zum Trinken, für Milchmixgetränke, Smoothies, den Kaffee oder Latte und vieles mehr. Sojamilch ist genauso eiweißreich wie Kuhmilch und doppelt so reich an Magnesium. Sojamilch enthält allerdings weniger Kalzium. Sie ist nicht süß sondern zuckerfrei – anders als Kuhmilch, die sehr viel Laktose enthält.

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Sojamilch selber machen

Sojamilch ist eine vegane Alternative zur Kuhmilch. Sie enthält weder Laktose (= Milchzucker) noch Milcheiweiß. Dennoch ist Sojamilch der Kuhmilch geschmacklich ähnlich und genauso eiweißreich. Allerdings ist in Sojamilch viel weniger Kalzium enthalten als in Kuhmilch. Dafür ist Sojamilch mehr als doppelt so reich an Magnesium. Viele Menschen, auch ohne ausgeprägte Lactoseintoleranz, vertragen Sojamilch besser als Kuhmilch. Auch und insbesondere für Milcheiweißallergiker ist Sojamilch wichtig und wertvoll als Milchersatz. Sojamilch ist erschwinglich und ganz besonders preiswert wenn sie selbst hergestellt wird.

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Eier – Qualität und Erzeugung

Hühner im FreilaufEier gehören zu den gesündesten Nahrungsmitteln überhaupt. In der Menschheitsgeschichte haben Eier ihren Beitrag zu unserer Entwicklung geleistet. Ihr wertvolles Protein war ohne ausgeklügelte Jagdmethoden verfügbar. Auch Mineralstoffe, wertvolle Fette und Vitamine sind in Eiern reichlich enthalten.

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Spirulina – Bio-Richtlinien ad absurdum geführt

Spirulina und andere Mikroalgen beziehungsweise Cyanobakterien waren die ersten Lebewesen auf der Erde. Spirulina besiedelte die aus heutiger Sicht vollkommen lebensfeindlichen alkalihaltigen Gewässer, die Ur-Ozeane und Soda-Seen. Für Jahrmillionen gab es keinen Humus und keine organischen Düngemittel. Alle Mineralstoffe wurden direkt aus dem Gestein im Wasser gelöst. Unsere heutigen Kulturpflanzen hätten schon allein deswegen nicht wachsen können. Ganz anders die Mikroalgen wie Spirulina, die im Wasser mit Mineralstoffen, Sonnenlicht  und Kohlendioxid gedeihen – ohne Erde. Alles was Spirulina braucht, ist komplett anorganisch.

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Ökologisch, sozial und gesund! Bio-Olivenöl

Ökologische Bedeutung von Olivenbäumen

Olivenplantagen wurden wegen hoher EU-Subventionen mancherorts im großen Stil angepflanzt. Große Plantagen ermöglichen den mittlerweile gängigen Einsatz von Insektiziden aus dem Flugzeug sowie intensive Bewässerung und Düngungsmaßnahmen. Eigentlich jedoch sind Olivenbäume sehr genügsam und gedeihen überall am Mittelmeer auch an steinigen und an sehr steilen Hängen.

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EHEC in Zeiten der “Geiz ist geil”- Mentalität beim Essen

Das Image von den sicheren, gesunden Lebensmitteln

Beim Einkauf von Lebensmitteln in Deutschland ist Sparsamkeit der Normalfall. Bis in die wohlhabendsten Kreise hinein, oft auch vollkommen unabhängig vom Einkommen, ist es chic Schnitzel und Fertigpizza zu Schnäppchenpreisen zu ergattern. In kaum einem anderen Land geben die Menschen prozentual so wenig Geld für Essen aus wie in Deutschland. In vielen anderen Ländern der Welt würden sich die Menschen schämen, so etwas Billiges kaufen zu müssen, doch uns wird seit Jahrzehnten eingeredet, dass es sich dabei um höchste Qualität handle. Dieses Image bekommt jetzt Risse, nein Krater. Konnte man die weit höhere innere Qualität von vernünftig produziertem Obst, Gemüse und Fleisch stets so schwer beweisen und umgekehrt die Bio-Landwirtschaft und ihre weitsichtigen Protagonisten so leicht in eine ideologische Ecke verbannen oder als Spinner abtun, so offenbart sich nun auf einmal ein Lebensmittelskandal mit ungeahntem Ausmaß. Es ist der Supergau der Agrarproduktion. Es geht nicht mehr um Nachhaltigkeit, Ethik oder Weltanschauung. Alles ist verdächtig. Wer glaubt noch an sichere, gesunde Lebensmittel?

EHEC – Montezumas Rache & Frankensteins Küche in einem

Die Schäden, die die Massentierhaltung mit ihrem Gülleaufkommen anrichtet, werden auf grausame Weise sichtbar. Der neue EHEC Keim ist eine besonders aggressive Kreuzung. So etwas kann nur bei hohem Krankheitsdruck entstehen, bei zu vielen Tieren auf einem Fleck, bei ständigem Antibiotikaeinsatz. Der Bauer, dessen Kühe im Stall stehend gemolken werden verursacht so etwas nicht. Gleichzeitig mit der Massentierhaltung  sind auch die riesigen Monokulturen ein weiteres Übel und möglicherweise ein weiterer der auslösenden Faktoren, die beim Ausbrauch von EHEC nun unglücklich zusammen kamen. Flurbereinigung ebnet der Bodenerosion bei starkem Wind den Weg und so können sich Keime aus der Gülleüberdüngung über weite Landstriche verteilen, ohne dass jemals eine direkte Quelle gefunden werden kann, ohne dass auch nur ein Gemüsebauer seine Felder mit Gülle gedüngt hat oder ein einziger Gemüsehändler geschlampt hat.  Das ganze System stinkt zum Himmel. Unsere Lebensmittel Discounter bieten Eier, Milch, Fleisch, Brot und Gemüse zu Niedrigstpreisen. Seit Jahrzehnten müssen Landwirte, die bei dieser Preisspirale nach unten nicht mithalten können, früher oder später aufgeben.

Was muss noch passieren, damit eine Umkehr in der Agrarproduktion und Lebensmittelerzeugung eingeleitet wird?


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