Food-Upcycling: Wie aus Lebensmittelresten tolle Naturkosmetik wird

Ob Kaffeesatz, Fruchtkerne oder Obstschalen: Beim Kochen fällt jede Menge Abfall an, der oftmals geradewegs im Mülleimer landet. Was viele dabei nicht wissen: Die Lebensmittelreste können zu wertvoller Naturkosmetik verarbeitet werden. Food-Upcycling, die Wiederverwertung von Essensresten, ist nicht nur ein reiner Trend, sondern ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Doch welche upgecycelten Produkte für Haut und Haare sind besonders lohnenswert?

Was ist Food-Upcycling?

Food-Upcycling ist schon längst in aller Munde. Doch was steckt hinter dieser Umweltbewegung? Ganz einfach: Übriggebliebene Lebensmittel, die normalerweise entsorgt werden, werden zu wichtigen Zutaten für nachhaltige Kosmetika. Wer das Upcycling selbst ausprobieren möchte, wird schon bald darüber staunen, was sich aus vermeintlichen Abfällen wie Avocadokernen, Kartoffelschalen und Kaffeesatz so alles zaubern lässt.

Die Wiederverwertung von Essensresten ist jedoch nicht nur etwas für kreative Querdenker, sondern ein zentrales Thema, das gerade in der heutigen Wegwerfgesellschaft zum Umdenken einlädt. Überzeugende Gründe, die für das Food-Upcycling sprechen, sind z. B. diese drei:

  • Müllvermeidung: Wer bewusst auf den ständigen Einkauf von Pflegeprodukten verzichtet, leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Verpackungsmüll, der in der Beauty-Industrie tonnenweise anfällt.
  • Gesundheitlicher Mehrwert: Die vermeintlichen Lebensmittelabfälle bringen einen echten gesundheitlichen Mehrwert. Gerade die Schalen und Kerne von Obst und Gemüse stecken voller gesunder Nährstoffe, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
  • Gelebte Nachhaltigkeit: Wenn man sich für Food-Upcycling entscheidet, spricht man sich – ganz ohne Worte – für einen nachhaltigen Lebensstil aus. Damit kann man vielleicht auch andere zu mehr Umweltbewusstsein inspirieren und die Idee der Wiederverwertung von Lebensmittelns so richtig ins Rollen bringen.

Rezepte für selbstgemachte Naturkosmetik

Ob ein wirkungsvolles Kaffeesatz-Körperpeeling, eine wohltuende Avocadokern-Gesichtsmaske oder eine umfassende Gesichtsreinigung mit Bananenschalen: Es gibt unzählige, einfache Naturkosmetik-Ideen mit Essensresten, die andernfalls im Abfall landen.

Dabei handelt es sich um keine komplizierten Kreationen, für die noch zuvor ein Großeinkauf erledigt werden muss. Im Gegenteil: Zu den Lebensmittelresten müssen nur Zutaten hinzugefügt werden, die normalerweise ohnehin zum Grundrepertoire einer jeden Küche gehören. Die folgenden 4 Rezepte stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und lassen sich in nur wenigen Schritten umsetzen.

Kaffeesatz-Körperpeeling

Kaffeetrinker wissen es nur allzu gut: Bei der Zubereitung des beliebten Heißgetränks türmen sich früher oder später Berge an Kaffeesatz im Kompost. Dem zurückgebliebenen Rest der gemahlenen Kaffeebohnen sollte man jedoch einiges an Aufmerksamkeit schenken. Er lohnt sich für ein umfassendes Körperpeeling. Der Koffein im Kaffeesatz hat dabei nicht nur eine reinigende und pflegende Wirkung, sondern kann auch dem Bindegewebe auf die Sprünge helfen.

Für ein Kaffeesatz-Körperpeeling müssen nur zwei Esslöffel Kaffeesatz mit etwas Olivenöl vermischt werden – schon ist das selbstgemachte Peeling fertig. Danach trägt man es in kreisenden Bewegungen auf die gewünschten Körperpartien auf und lässt es für 10-15 Minuten einwirken. Zum Abschluss spült man es mit warmem Wasser ab.

Haarkur aus Kartoffelschalen

Kartoffeln sind eine wertvolle Zutat in vielen schmackhaften Gerichten. Bei der Zubereitung entsteht viel Abfall, weil die gesunde Knolle für viele Speisen zuerst geschält werden muss. Die Kartoffelschalen müssen dabei aber nicht zwingend weggeworfen werden. Sie stecken voller gesunder Nährstoffe wie Vitamin B und C, die als echte Wundermittel für die Haare gelten. Eine Haarkur aus Kartoffelschalen stärkt das Haar und lässt es sensationell glänzen.

Für das Anrühren der Kartoffel-Haarkur sind nur zwei Zutaten erforderlich: eine Tasse Kartoffelschalen und zwei Tassen heißes Wasser. Für die Zubereitung und Anwendung müssen folgende Schritte befolgt werden:

  • Kartoffelschalen im Wasser für ca. 5 Minuten kochen lassen.
  • Milchig gefärbtes Kartoffelwasser abkühlen lassen.
  • Sud mit einem feinen Sieb abseihen.
  • Haarkur aus Kartoffelschalen auf das Haar auftragen.
  • 5-10 Minuten einwirken lassen.
  • Haare mit kaltem Wasser ausspülen – alle Reste der Kartoffelkur sollten entfernt werden.

Avocadokern-Maske

Die Avocado ist eine absolute Superfrucht. Sie ist schön anzusehen, schmeckt hervorragend und steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, die der Gesundheit zugutekommen. Die grünen bis schwarzschaligen Früchte versorgen den Körper aber nicht nur von innen heraus mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralien, sondern eignen sich auch für die äußerliche Anwendung.

Es gibt viele Rezepte aus Avocado für die Haut. Der Fruchtkern wird allerdings häufig völlig außer Acht gelassen und oft – ohne mit der Wimper zu zucken – weggeworfen. Dabei kann der zermahlene Kern eine sehr wertvolle Zutat für selbstgemachte Kosmetika sein. Eine Gesichtsmaske für trockene Haut mit zusätzlichem Peeling-Effekt ist eine besonders gute Idee. Die nachfolgende Grafik zeigt, wie die Maske zubereitet wird:

Rezept für Avocado-Maske

So wird eine Avocado-Maske für trockene Haut (mit Peeling-Effekt) zubereitet (©malakoff-klinik.de)

Gesichtsreinigung mit Bananenschalen

Auch Bananenschalen landen in der Regel im Biomüll, doch auch diese können sinnvoll weiterverwendet werden. Wer unter Hautunreinheiten leidet, sollte sich die Schale der tropischen Frucht zunutze machen. Diese enthält viele Mineralien wie Eisen, Zink sowie Antioxidantien, die einen reinigenden Effekt haben.

Vor der Verwendung der Bananenschale sollte das Gesicht gründlich gereinigt werden. Danach wird die Schale der Tropenfrucht für mehrere Minuten in die unreine Hautpartie eingerieben. Sämtliche Überreste können danach mit warmem Wasser von der betroffenen Stelle entfernt werden.

Wichtig ist hier vor allem, dass nur die Schalen von Bio-Bananen verwendet werden. Der Grund: Pestizid-Rückstände sind in diesem Fall kaum bis gar nicht vorhanden.

Food-Upcycling für mehr Nachhaltigkeit

Food-Upcycling ist eine von vielen konkreten Möglichkeiten, um wesentlich nachhaltiger zu leben. Mit vermeintlich unbrauchbaren Lebensmittelresten kann man wertvolle Kosmetikprodukte ganz einfach selbst herstellen und seinem Körper und der Umwelt etwas richtig Gutes tun!

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Besonderheiten von Biomöbeln

Bei Ernährung und Kleidung achten bereits zahlreiche Menschen auf Umweltverträglichkeit. Das ist schon bei der Herstellung über den Transport bis hin zum Recycling für den Umweltschutz von großer Bedeutung. Aber auch für die Menschen selbst ist es vorteilhaft, wenn weder von der Nahrung noch von der Bekleidung gesundheitliche Schäden auftreten können. Doch wie sieht es bei den Möbeln aus? Gibt es Biomöbel aus einem nachhaltigen Anbau? Diese gibt es. Allerdings gibt es in diesem Bereich keine genormten Richtlinien. Deshalb muss jeder Interessent selbst ein wenig darauf achten, welche Möbelstücke er sich in die Wohnung stellen möchte.

Biomöbel aus Massivholz

Derzeit werden die meisten Möbelstücke aus Spanplatten hergestellt, die hinterher foliert oder furniert werden. Zur Herstellung von Spanplatten werden Abschnitte aus der Holzproduktion verwendet. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Das Problem sind jedoch die eingesetzten Bindemittel. Damit die gepressten Späne dauerhaft zusammenhalten, werden Leime verwendet, die Formaldehyd enthalten. Diese Substanz bildet Gase, die zu gesundheitlichen Schäden führen können. Zudem lässt sich das Mittel nicht wieder so ohne Weiteres recyceln. Deshalb eignen sich Massivholzmöbel besser.

Welche Holzarten kommen zum Einsatz?

Es gibt diverse heimische Holzarten, aus denen hochwertige Möbel hergestellt werden können. Zu den wichtigsten Hölzern gehören:

Da die Bäume recht langsam wachsen, erzielt das Holz eine hohe Dichte. Die zur Möbelproduktion verwendeten Bäume stammen zumeist aus der Gegend. Daher fallen keine langen Transporte an. Zudem unterliegt die Waldwirtschaft strengen Auflagen. Es dürfen nur dann Bäume gefällt werden, wenn der Waldbesitzer gleichzeitig wieder Neuanpflanzungen durchführt. Damit wird verhindert, dass sich die Waldfläche noch weiter verkleinert.

Tropische Hölzer aus nachhaltigem Anbau

Es gibt auch weitere Holzarten, die aus fernen Ländern kommen. Am bekanntesten ist Teak. Aus diesem hochwertigen Holz werden sowohl Möbelstücke für die Wohnung als auch Gartenmöbel hergestellt. Eine solche Holzart wird zumeist mit Raubbau assoziiert. Beim Teakholz ist es jedoch anders. Die Bäume werden extra für die Möbelindustrie angepflanzt. In einigen Regionen der Erde ist das die einzige Einnahmemöglichkeit.

Eine andere Form ist recyceltes Teakholz. Das bedeutet, aus dem Holz wurden bereits Hütten oder Möbel hergestellt, die nicht mehr gebraucht werden. Das wertvolle Holz wird jedoch nicht, wie es bei anderen Hölzern üblich ist, verbrannt. Die einzelnen Teile werden gehobelt und geschliffen. Daher lassen sich daraus wieder neue Massivholzmöbel herstellen.

Hochwertige Massivholzmöbel bieten viele Vorteile

Derartige Biomöbel weisen nicht nur den Vorteil auf, dass darin keine gefährlichen Substanzen verarbeitet werden. Sie verbreiten einen dezenten angenehmen Duft. Holz hat immer einen angenehmen Geruch, der sich in der Wohnung ausbreitet. Der Duft ist in etwa vergleichbar, wie bei einem Spaziergang im Wald. Eine wohltuende Frische zieht durch das Gebäude. Ein weiterer Vorteil ist die Regulation der Luftfeuchtigkeit. Holz ist ein sehr guter Feuchtigkeitsspeicher. Herrscht im Raum eine hohe Luftfeuchtigkeit, so nimmt das Massivholz etwas davon auf. Trocknet der Raum stark aus, kann die gespeicherte Feuchtigkeit wieder abgegeben werden. Davon profitieren dann auch alle Menschen, die unter Problemen im Bereich der Atemwege leiden.

Biomöbel müssen nicht teuer sein

Die Bezeichnung Bio wird meistens gleich in einem Zusammenhang mit kostspielig gebracht. Das ist jedoch nicht der Fall. Wer sich das Angebot an Massivholzmöbeln bei Restyle24 ansieht, wird feststellen, dass hochwertige Möbel zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind. Natürlich sind Möbel aus massivem Holz ein wenig teurer als Möbel, deren Korpus aus Spanplatten besteht. Allerdings halten Massivholzmöbel sehr viel länger als konventionelle Möbelstücke. Sie können mehrere Generationen überdauern.

Fazit

Biomöbel erfreuen sich ständig steigender Beliebtheit. Sie halten viele Jahrzehnte und beinhalten keine gesundheitsschädlichen Substanzen. Zudem sorgen sie für ein angenehmes Raumklima und verbreiten einen frischen Waldduft in der Wohnung. Sollten die Möbelstücke ausgedient haben, stellen sie keine Gefahr für die Umwelt dar.

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Durch weniger Müll zu mehr Nachhaltigkeit

Mülltrennung Foto von Pawel Czerwinski, unsplashMehr Nachhaltigkeit in Leben, Wirtschaften, Verkehr und einigen anderen Bereichen ist der Schlüssel zum Schutz von Klima und Umwelt in der Zukunft. Diese einfache Formel bedeutet im Detail eine Vielzahl großer Herausforderungen und steckt genauso voller Probleme, die alle so gut wie möglich gelöst werden müssen, um langfristig erfolgreich Nachhaltigkeit zu erreichen. Alle müssen dazu ihr Denken und Handeln prüfen und vielfach ändern, um dabei mitzuhelfen.

Nur ein Aspekt: unsere Müllberge

Über 417 Millionen Tonnen Müll wurden in Deutschland im Jahr 2018 produziert. Dieser riesige Müllberg wuchs mit etwas mehr als einem Prozent gegenüber dem Vorjahr zwar nur langsam, aber er wächst Jahr für Jahr kontinuierlich. Rund ein Zehntel dieses Mülls entstand in privaten Haushalten. Pro Kopf kamen so mehr als 500 Kilo Müll zusammen. Zwar wird viel davon bereits erfolgreich recycelt, aber jeder Recyclingprozess verbraucht auch zusätzliche Ressourcen. Recycling ist umweltfreundlicher und nachhaltiger als eine komplette Neuproduktion, sollte aber immer nur eine Notlösung sein. Der ideale Beitrag für mehr Nachhaltigkeit ist die komplette Vermeidung von Müll.

Mehr zum Recycling

Am Ende sind es alle Bürgerinnen und Bürger, die den Recyclingprozess am Laufen halten. Nur wenn sie Abfälle in die entsprechenden Tonnen oder Säcke werfen beziehungsweise zu den Wertstoffhöfen im ganzen Land bringen, kann der Prozess funktionieren. Der Prozess erfordert aber ebenso eine solide Finanzierung, die ihn kontinuierlich unterstützt. Bis recycelter Müll wieder verkauft werden kann, sind viele Schritte und Investitionen notwendig. Zu deren Finanzierung hat der Gesetzgeber Hersteller und Händler mitverpflichtet – zum Beispiel durch den obligatorischen Kauf von Verpackungslizenzen. Diese gibt es online bei den Spezialisten von www.zmart.de einfach, schnell und rechtssicher. Die Vergabe von diesen Lizenzen ist ein wichtiger Teil des Recyclingprozesses, aber hier wird noch mehr für Nachhaltigkeit und Klimaschutz getan. So werden aus den Lizenzeinnahmen regelmäßig neue Bäume gepflanzt, die langfristig für eine bessere CO2-Bilanz sorgen – ein umso wertvollerer Beitrag, wenn wir an den Zustand der deutschen Wälder denken.

Schritte zur Müllvermeidung

Das Verpackungsgesetz, kurz VerpackG, schreibt nicht nur Maßnahmen wie die Verpackungslizenzierung vor. Es will auch Stück für Stück die Müllvermeidung steuern. Ein größerer Schritt erfolgt dabei mit Beginn des Jahres 2022. Dann sind die meisten Plastikeinkaufstüten endlich verboten. Einzig die sogenannten „Hemdchentüten“, die superdünnen, durchsichtigen Tüten beispielsweise für Obst und Gemüse, bleiben danach noch erlaubt. Auch sie tragen zur Müllproblematik bei, allerdings sieht der Gesetzgeber hier noch keine nachhaltigen Alternativen. Für gewöhnliche Einkaufstüten gibt es die seit Jahren oder Jahrzehnten: robuste Stoffbeutel oder langlebige Polyestertaschen, die beide eine viel bessere Umweltbilanz vorweisen können als die Plastiktüte, wenn sie regelmäßig über längere Zeit genutzt werden. Wer hier bisher noch nicht umgestiegen ist, kann jetzt noch freiwillig unterstützen. Zum nächsten Jahresbeginn ist das Mitmachen Pflicht.

Schluss mit Mülltourismus

Müllvermeidung ist außerdem dringend notwendig, weil Recyclinganlagen oder Müllhalden hierzulande längst von den Müllfluten überschwemmt wurden. Seit Jahren schon werden deswegen kontinuierlich Müllladungen exportiert, obwohl solcher Mülltourismus dem europäischen Grundsatz der regionalen Müllentsorgung beziehungsweise -verarbeitung komplett zuwiderläuft. Ein Greenpeace-Report enthüllte jüngst, wie sogar Gewinne erzielt werden können, wenn zum Beispiel eine Tonne Plastikmüll um die halbe Welt bis nach Asien gebracht wird. Rund 400 Dollar gab es dafür. Einst war China ein großer Abnehmer, doch das Reich der Mitte lässt heute keine Müllimporte mehr zu. Nun sind es Länder wie Indien oder Malaysia, die Müllexporte abnehmen.

Plastikmüll als Hauptproblem der Meeresverschmutzung

Allein der Transport des Mülls verursacht einen weiteren negativen ökologischen Fußabdruck. Viel Müll bleibt dabei ebenso auf der Strecke oder landet am Ende der Reise in Asien im Meer. Verlorene Schiffscontainer sind in der weltweiten Frachtschifffahrt an der Tagesordnung und nur fünf Länder in Asien verursachen nachweislich über 80 Prozent des Plastikmülls in den Ozeanen – teilweise mit Plastik aus dem deutschen Mülltourismus. Die Folgen sind gravierend. Immer wieder werden Meerestiere mit einem Bauch voller Plastik gefunden und Mikroplastik lässt sich längst in Tausenden Metern Tiefe auf dem Meeresboden nachweisen. Für eine nachhaltige Zukunft mit einer intakten Umwelt oder intaktem Klima sind gesunde Ozeane unverzichtbar und deswegen muss der Mülltourismus schnellstmöglich aufhören.

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Wärmepumpe: Umweltschonend und kostensparend

Wärmepumpen sind umweltfreundlicher und kosteneffektiver als konventionelle Heizungssysteme – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wer plant, eine Wärmepumpe anzuschaffen, benötigt etwas Vorlauf. Schließlich geht es nicht nur darum, das passende System zu wählen, sondern auch die wichtigsten Punkte zu beachten.

Wärmepumpe: Diese drei Arten gibt es

Welche Art von Wärmepumpe das passende Modell ist, hängt von der Wärmequelle ab. Drei verschiedene Arten bieten sich dabei an:

1. Luft-Wasser-Wärmepumpen: Diese Modelle gewinnen Wärme aus der Außenluft und arbeiten selbst bei Temperaturen unter null noch zuverlässig. Sie ist klein und leise, weshalb sie sich problemlos im Keller oder im Erdgeschoss platzieren lässt.

2. Sole-Wasser-Wärmepumpen: In diesem Fall nutzt die Pumpe die Energie aus dem Erdreich, dessen Temperaturen das gesamte Jahr über relativ konstant bleiben. Gewonnen wird die Wärme über Erdkollektoren oder Erdsonden, wobei Erdsonden in Deutschland am häufigsten Einsatz finden.

3. Wasser-Wasser-Wärmepumpen: Sie gewinnen Energie aus dem Grundwasser, welches die Sonnenwärme hervorragend speichert. Ist das Wasser tief genug und von geeigneter Qualität, bietet dieses Modell die besten Leistungszahlen. Damit die Pumpe ideal funktioniert, sind zwei Brunnen notwendig, was die Installation wiederum teurer macht.

Lohnt sich die Wärmepumpe finanziell betrachtet?

Obwohl Wärmepumpen teurer sind als herkömmliche Heizgeräte, rentieren sie sich auf lange Sicht. Das liegt an ihrer jährlichen Energiebilanz, die deutlich besser ausfällt, als es bei klassischen Heizsystemen der Fall ist. Wie schnell sich eine Wärmepumpe rentiert und wie hoch die Einsparung ist, hängt von der Nutzung ab. Maßgebend ist dabei die Jahresarbeitszahl.

Wie viel sich letztlich wirklich sparen lässt, hängt von den Energiepreisen ab. Viele Energieversorger bieten aber mittlerweile Sondertarife für Wärmepumpen, damit sich die Kosten für die Investition schneller rentieren.

Eine umweltfreundliche Heizalternative

Wärmepumpen gewinnen Ihre Energie aus der Luft, der Erde und dem Wasser. Das macht sie ökologisch wertvoll. Gleichzeitig erfüllen sie die gesetzlichen Normen für erneuerbare Energien. Es entstehen weder Rückstände aus der Verbrennung noch eine CO2-Emission. Wer auf eine Wärmepumpe setzt, heizt seine Wohnung deshalb nachhaltig und umweltbewusst.

Verglichen mit Erdgas und Heizöl sind sie eine umweltfreundliche Alternative. Dadurch, dass sie erneuerbare Wärmequellen verwenden, rentieren sie sich sowohl für die Umwelt als auch für das eigene Haushaltsbudget. Schließlich sind ihre Besitzer nicht länger auf die schwankenden Öl- und Gastarife angewiesen.

Wärmepumpe: Das sind die Vor- und Nachteile

Die Alternative zu klassischen Heizsystemen bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich.

Vorteile:

  • Rund 75 Prozent der Energiekosten lassen sich einsparen.
  • Es entstehen weder Verbrennungsrückstände noch CO2-Emissionen.
  • Die Methode ist umweltfreundlich und nachhaltig.
  • Schwankende Heizölpreise beeinflussen das eigene Budget nicht länger.

Nachteile

  • Die Kosten für die Anschaffung und Installation sind teurer.
  • Die Abhängigkeit vom Strompreis bleibt erhalten.
  • Es dauert eine Weile, bis sich die Investition finanziell rentiert.

So funktioniert die Wärmepumpe

Die Pumpe gewinnt ihre Wärme, abhängig vom Modell, aus der Luft, der Erde oder dem Wasser. Anschließend leitet sie die Energie in einen geschlossenen Kreislauf. Hier befindet sich ein Kältemittel, welches die Wärme überträgt und zum Verdampfer transportiert. Dieses Kältemittel, das bereits bei niedrigen Temperaturen gasförmig wird, erhöht den Druck im Verdichter und erhitzt sich. Anschließend überträgt der Kondensator die gewonnene Umweltwärme an das Heizsystem. Das Kältemittel kühlt ab und verflüssigt sich, woraufhin es erneut Wärme aus der Umwelt aufnimmt und den Kreislauf fortsetzt.

Eignen sich Wärmepumpen für jeden?

Wer ein Haus baut oder einen Altbau saniert, profitiert am meisten von der Installation, da sie sich staatlich fördern lässt.

Welche Pumpe sich am besten eignet, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Natürlich ist auch das vorhandene Budget ausschlaggebend. Erdkollektoren benötigen beispielsweise eine große Grundstücksfläche. Grundsätzlich gilt: Erdkollektoren benötigen die doppelte Fläche der zu beheizenden Wohnfläche. Das macht sie vor allem für Einfamilienhäuser mit niedrigem Energiebedarf interessant.

Gut gedämmte Räume sind eine Voraussetzung dafür, dass die Pumpe ihr volles Potenzial entfaltet. Andernfalls geht Wärme über die Wände verloren, was wiederum die Stromkosten erhöht.

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Festivals – neue Ansätze für mehr Nachhaltigkeit in der Zwangspause

MiniSunBox Solarstrom AggregatNun ist es offiziell – auch im Jahr 2021 werden die beliebten Musikfestivals Rock am Ring und Rock im Park nicht stattfinden. Die durch die Coronapandemie verursachte Zwangspause stellt für überzeugte Festivalgänger natürlich einen herben Schlag dar. Doch vielleicht kann ein weiteres Jahr ohne Festivals auch eine Chance darstellen – eine Chance, um Festivals in Zukunft nachhaltiger zu gestalten.

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Nachhaltige Haarpflege – Für eine natürliche Schönheit

Pink Hair und Haarpflege
Pink Hair – Haarpflege ©katyandgeorge_pixabay.com

“Viel hilft viel” – die meisten glauben, dieser Leitspruch könne sich auch auf Schönheit und Kosmetik anwenden lassen. Tatsächlich jedoch braucht unser Haar weniger als wir glauben. Wer Geldbeutel, Haare und dazu noch die Umwelt schonen möchte, sollte auf nachhaltige Haarpflege setzen. Wir geben Tipps, wie man durch die richtige Produktauswahl und eine bewusste Pflegeroutine Haaren und Umwelt Gutes tun kann.

Wie kann man nachhaltige Haarpflege-Produkte erkennen?

Den Begriff der Nachhaltigkeit haben wir schon oft im Zusammenhang mit Lebensmitteln gehört. Plastiktüten und andere Verpackungen für Lebensmittel, Kleidung und Alltagsgegenstände verbrauchen Ressourcen und hinterlassen Müll. Damit die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden, sollte auch beim Kauf von Haarpflege und -bürsten auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Das geht zum Beispiel, indem man sich für ein Unternehmen entscheidet, das sich selbst hohe Standards setzt. Nachhaltige Haarbürsten etwa werden aus FSC®-zertifizierten, biologisch abbaubaren Bio-Materialien bzw. recycelten Materialien hergestellt. Aber auch eine ethisch und sozial gerechte Produktions- und Lieferkette trägt zur Nachhaltigkeit bei.

Dass sich ein Hersteller für die Umwelt einsetzt, kann man an Nachhaltigkeits-, Qualitäts- und Sicherheitssiegeln sowie Zertifizierungen erkennen, wie etwa FSC®, amfori BSCI, IFS oder ISO 9001.

Was hat es mit festem Shampoo und Haarseife auf sich?

Seit einiger Zeit kann man in der Haarpflegeabteilung vieler Drogerien und Supermärkte festes Shampoo und Haarseife finden. Anstatt flüssiges Shampoo aus Plastikflaschen zu verwenden, kommt diese Haarpflege ohne umweltbelastende Plastikverpackung daher. Ein weiterer Pluspunkt: Entsprechende Shampoos enthalten keine synthetischen Tenside, Konservierungsstoffe und Silikone. Diese Inhaltsstoffe sind nicht nur ungesund sondern auch schlecht für die Kopfhaut. Stattdessen enthalten Haarseife und festes Shampoo natürliche Inhaltsstoffe. Als Basis dienen beim festen Shampoo Kokos oder Zucker, während Haarseife aus Kokosöl, Olivenöl oder Johanniskrautöl gewonnen wird.

Tipps für die umweltschonende Haarpflege

Nicht nur beim Einkauf kann man den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Auch bei der Haarpflege selbst kann man einen wichtigen Beitrag für die Schonung der Umwelt leisten. Obendrein wird man dafür mit gesundem, glänzendem, kräftigem Haar belohnt. Mit den folgenden zwei Tipps zur nachhaltigen Haarpflege können Haare und Umwelt geschont werden:

  1. Die Haare nicht jeden Tag waschen: Wer seine Haare seltener wäscht, bewahrt sich den natürlichen Schutzmantel der Haare. Anfangs macht sich diese Umstellung zwar durch fettige Strähnen bemerkbar, doch schon nach wenigen Tagen passt sich die Kopfhaut an und die Talgdrüsen produzieren weniger Talg.
  2. Auf Produkte mit Silikonen verzichten: Seidig glänzendes Haar, das sich problemlos kämmen lässt – der Traum einer jeden Frau. Viele Shampoo-Hersteller verwenden hierfür Silikone. Wie eine Hülle umschließen diese das Haar, wodurch es weicher wirkt. Doch mit der Zeit wird dieser Mantel immer dicker, so dass wertvolle Stoffe aus Haarpflegeprodukten es schwer haben, zum Haar durchzudringen. Eine bessere Alternative ist Haarpflege mit natürlichen Energie- und Feuchtigkeitsboostern wie zum Beispiel Bio-Birkenblattextrakt. Die Umstellung auf andere Produkte macht sich auch umwelttechnisch bemerkbar. Schließlich gelangen so für die Umwelt schädliche Inhaltsstoffe nicht mehr ins Abwasser und von dort in unsere Gewässer. Erkennen kann man Shampoos ohne Silikone bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe. Häufig verwendete Silikone sind Dimethicon, Amodimethicon und Dimethiconol. Auch die Endungen -cone, -conol, -oxane und -glycol deuten auf die Verwendung von Silikonen hin und sollten gemieden werden.

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Ökologische Biomöbel: Einfach bewusster konsumieren

BiomöbelFlugreisen vermeiden, Zero Waste leben und auf verantwortungsvoll produzierte Produkte achten – es gibt viele Wege, einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen. Auch in Wohn- und Einrichtungsfragen ist es möglich, bewusster zu konsumieren und so den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. Biomöbel setzen an verschiedenen Stellen an.

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Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Flugreisen, Plastiktüten und manche Modetrends haben etwas gemeinsam: Sie verbrauchen Ressourcen und hinterlassen Müll, viel Müll. Ob Nachhaltigkeit und nachhaltig zu leben darin besteht nur im Inland zu reisen, Stofftaschen zu benutzen und Öko-Mode zu tragen hängt von einigen Faktoren ab. Letztendlich zählt die Quantität unseres Verbrauchs aber auch die Ökobilanz und der ökologische Fußabdruck, egal ob von Verkehrsmitteln, Essen oder T-Shirts.

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Leuchtmittel der Zukunft: ökologisch mit LED beleuchten

Die richtige Beleuchtung ist für den Arbeits- und Wohnbereich von essenzieller Bedeutung, denn sie trägt maßgeblich zur Entstehen einer angenehmen Atmosphäre im Wohn- und Schlafzimmer sowie am Arbeitsplatz bei. Studien haben bewiesen, dass an die Räumlichkeiten und den Verwendungszweck angepasste Leuchten einen hohen Wohlfühlfaktor erzeugen und auch die Produktivität erhöhen können. Heutzutage werden in vielen Lebensbereichen LED Leuchten verwendet: Diese präsentieren sich im Vergleich mit anderen Leuchtmitteln umweltfreundlich und energieeffizient.

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Nachhaltigkeit: So gelingt der ökologische Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus

kleines Gewächshaus, freistehendEin eigenes Gewächshaus ist eine hervorragende Möglichkeit, neben Zierpflanzen auch eigenes Gemüse zu züchten. Das funktioniert absolut ökologisch und ohne synthetisch gefertigte Dünger oder einen hohen Wasser- oder Stromverbrauch. So nutzen Sie Ihr Gewächshaus für den Anbau von Lebensmitteln.

Nachhaltige Ernährung liegt nicht nur im Trend, sondern trägt auch einen großen Teil zum ökologischen Umdenken bei. Neben dem Umweltschutz steht für Gärtner, die Lebensmittel lieber ökologisch anbauen auch die eigene Gesundheit im Mittelpunkt. Der Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus bringt Bio-Gemüse völlig ohne den Einsatz von potentiell schädlichen Chemikalien hervor und reichert die Ernährung um Vitamine und Spurenstoffe an, die nur reife Früchte enthalten. Doch nachhaltiges Gärtnern beginnt auch da, wo wenig Strom aus der Steckdose und wenig Wasser verbraucht werden. Im eigenen Gewächshaus kann das gut gelingen.

Diese Gemüsesorten gedeihen im Gewächshaus hervorragend

In einem Gewächshaus lassen sich alle Pflanzen anbauen, die es gern warm mögen. Während Sie Gemüsesorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl oder Rhabarber lieber im Freiland aussäen und pflanzen sollten, ist das Gewächshaus ab Februar bereit für knackige Salate, wie Lollo Rosso oder grünen Salat, Rettich oder Spinat. Im Gewächshaus sollten dabei tagsüber stets über 15 Grad herrschen, nachts über 5 Grad. In den Sommermonaten gedeihen in der geschützten Umgebung Paprika, Tomaten, Salatgurken als Tunnel oder an Ranknetzen und mediterrane Pflanzen wie Auberginen. Auch Kürbisse und Melonen fühlen sich im Gewächshaus wohl, benötigen jedoch viel Raum. Busch- und Kletterbohnen und sogar die rankende Süßkartoffel nutzen das warme Klima gern, um schneller zu wachsen und bis in den Spätherbst hinein zu gedeihen.

Gewächshaus ökologisch ausstatten und energiearm betreiben

Gewächshäuser erhitzen sich durch die Sonneneinstrahlung, benötigen jedoch im Winter oft eine zusätzliche Heizung. Das Verlegen von Rohren, die durch einen Warmwasserbereiter mit Solarenergie beheizt werden, hält eine Grundwärme aufrecht. Für die Regulierung der Hitze im Sommer sollten Sie flexibel verschließbare Fenster einbauen, die Sie per Hand oder hydraulisch öffnen um die Temperatur zu senken. Auch Schattierungen sind sinnvoll. Regenwasser zum Bewässern kann über eine Gewächshaus-Regenrinne in einer Tonne aufgefangen werden. Von hier wird es über Dripping-Schläuche entlang der Pflanzreihen und Regale geleitet. Das Bohren eines eigenen Brunnens zum Gießen kann sich ebenfalls lohnen. Viele Gärtner nutzen im Gewächshaus ein Wasserleitsystem aus Kunststoffrohren, in die direkt eingepflanzt wird, statt Regalen. Pflanzen Sie zudem bodennah in Beete innerhalb des Gewächshauses, ist ein Gießen von Hand praktisch unabdingbar. Gießkannen mit breiter Tülle verteilen das Wasser dabei besser als beispielsweise ein Wasserschlauch.

Ökologische Alternativen zu industriell gefertigten Düngern

Neben dem energiearmen Betrieb und einem niedrigen Wasserverbrauch ist Dünger beim ökologischen Gemüseanbau im Gewächshaus ein wichtiges Thema. Nutzen Sie einen Plan zur Fruchtfolge um die Beete lebendig zu halten. Auf Radieschen können beispielsweise Erbsen und dann Salat folgen. Auf Spinat folgt Salat und dann erst Chinakohl. Tomaten sollten jedes Jahr den Standort wechseln. Organische Dünger wie Bodenaktivatoren mit Knochenmehl und Blutpulver geben Nährstoffe in den Boden ab. Pflanzenreste sollten Sie kompostieren. Der frische Kompost ist die wertvollsten Basis für den Gemüseanbau.

Die WAMA Walter Mauden GmbH & Co.KG ist auf den Bau von hochwertigen Gewächshäusern spezialisiert und hat sich in diesem Bereich in seiner mehr als 100-j“ährigen Unternehmensgeschichte ein umfangreiches Produktentwicklerwissen angeeignet. Das detailliert abgestimmte Produktportfolio umfasst ein breitgefächertes Sortiment an verschiedenen Gewächshaustypen und passendem Zubehör. Höchste Qualität und ausgezeichneter Service stehen dabei stets im Mittelpunkt.

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