Wildblumen-Mischung für Wildbienen

Wildblumen und BlütenBienen und ihr Verschwinden aus unseren Landschaften und Gärten machen vielen Menschen große Sorgen. Zurecht, denn der Fortbestand vieler hundert Arten von Wildbienen und Hummeln ist gefährdet. Das liegt  auch daran, dass artenreiche Blumenwiesen oder blühende Hecken und Bäume vielerorts der intensiven Landwirtschaft oder der Versiegelung von Flächen zum Opfer fallen. Mit dem Verschwinden der Wildbienen leiden nicht nur Landwirte und Obsterzeuger sondern das ganze Ökosystem. Das Fehlen von Wildbienen und das Bienensterben hierzulande und weltweit haben viele Ursachen über die sich Fachleute und Lobbyisten streiten. Zu Lasten der Bienen werden die unstrittigen überfälligen Maßnahmen zum Schutz der Bienen wegen angeblich fehlender Beweise nicht eingeleitet. Der Pestizideinsatz, die einseitige Ausrichtung unserer Landwirtschaft aber auch die intensive Bienenhaltung selbst gefährden im Zusammentreffen mit der Varroa-Milbe die Bienen.  Auch wenn einzelne bienengefährdenden Pestizide inzwischen verboten werden, bleibt die generelle Bedrohung. Raps mit seiner gelben Blüte ist eine sehr gute Futterquelle für Bienen, jedoch wird gerade der Raps in riesigen Monokulturen mehr und mehr mit Pestiziden behandelt, die das Überleben und die Gesundheit des Bienenvolkes gefährden können. Weiterhin entwickelt sich die Landwirtschaft weg von kleinen Strukturen hin zu großen Monokulturen, weg von vielfältigen Kulturen hin zu immer mehr Maisanbau. Mais als Windbestäuber hat für Bienen nichts zu bieten. Ganz anders die klassische Wiese zur Heugewinnung oder die Kuhweide.  Auch Getreide bietet Bienen keine Nahrung. Ohnehin sind alle ausgedehnten Äcker ohne Ackerrandstreifen, ohne blühendes Unkraut wie eine unüberwindliche Wüste für Bienen.

Privatinitiative und Engagement für Wildbienen sind also dringend nötig. Alle bestäubenden Insekten brauchen Nektar von Blütenpflanzen zur Ernährung, Bienen sammeln Nektar auch als Wintervorrat. Sehr wichtig ist deswegen eine lang anhaltende Verfügbarkeit von blühenden Pflanzen. Ebenso unverzichtbar ist Blütenpollen für die Aufzucht der Brut. Allerdings bieten nicht alle Blütenpflanzen die gleiche Pollenqualität. Deswegen ist die Aussaat der richtigen Blumen-Mischungen, das Anpflanzen geeigneter Blütensträucher sehr wichtig, wenn man Bienen, Wildbienen und anderen bestäubenden Insekten wirklich helfen will.

Wildblumen-Mischungen für Wildbienen sind Saatmischung mit einheimischen  Arten. Sie eignen sich für den Garten oder als Zwischenfrucht auf dem Acker.  Wenn Wildblumenmischung  auch zwei- und mehrjährige Blütenpflanzen enthalten, sind sie zur Ansaat dauerhafter Wiesen geeignet. Solche Mischungen sollen gemäht werden. Sie verdrängen typische eingeschleppte Problemunkräuter, so dass sie jederzeit auch als klassische Brache und zur Unkrautregulierung verwendet werden können.

Gebraucht werden möglichst viele Flächen mit Nektar- und Pollenpflanzen für Wildbienen. Eine Vernetzung ist wichtig, damit eine Wildbienenpopulation weiterziehen kann. Honigbienen werden mit dem ganzen Bienenstock vom Imker von Tracht zu Tracht transportiert, notfalls über große Distanzen. Honigbienen finden ihre Nahrung zunächst in der Obstblüte, dann im Raps und später vielleicht im Wald in den sie gefahren werden. Die Wildbienen müssen ihre Futterflächen selbst erreichen können. Jeder kann also mithelfen.

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Die Maibeere

Maibeeren – erste Früchte der Saison

MaibeerenDie Maibeere liefert das erste frische Obst der Saison aus dem eigenen Garten – noch vor den Erdbeeren. Maibeeren sind ab Anfang Mai erntereif. Die Maibeere trägt den botanischen Namen Lonicera caerulea. Der absolut winterharte Kleinstrauch stammt aus Ostsibirien.

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Honig

Honigwabe von Wildbienen

Honig wird weltweit geschätzt. Das süße klebrige Naturprodukt wird von wild lebenden oder mit verschiedenen Methoden gehaltenen Bienen überall auf der Welt erzeugt. Schon immer haben Menschen Bienenvölkern den Honig weggenommen um ihren eigenen Hunger nach Süßem zu stillen und den Honig als Süßungsmittel für andere Produkte und als Naturmedizin zu verwenden.

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Von Pestiziden, Dioxinen und Grenzwerten

Ja, es stimmt, wir sterben nicht an einem mit Dioxin oder Pestiziden belasteten Essen. Die immer wiederkehrenden Aussagen der Experten, es bestünde keine akute Gefahr, sind dennoch nichts als Beschwichtigungen. Bei der Produktion unserer Lebensmittel und anderer Agrarrohstoffe in fernen Ländern, sterben Menschen durchaus an akuten Belastungen mit Pestiziden, meist durch ungeeignete Methoden bei ihrer Ausbringung aber auch durch ständige zu hohe Belastung und durch verseuchtes Grundwasser. In Deutschland ist die Anwendung vieler der gefährlichsten Pestizide seit Jahren verboten. Produzieren und exportieren tun wir sie trotzdem.

Die akute Gefahr ist nicht das einzige Risiko für Verbraucher. Seit langem ist bekannt, dass sich Dioxine und viele Pestizide (Organochlorverbindungen) über die Nahrungskette stark anreichern. Davon sind Wildtiere betroffen, die am Ende der Nahrungskette stehen wie etwa Eisbären und Seeadler. In gleichem Maße betrifft dies den Menschen. Ist es etwa gleichgültig, dass Muttermilch ein gesundheitliches Risiko für Babys darstellt? Wer kann mit Sicherheit behaupten, dass die in einem 50 oder 60-jährigen Leben im Körper akkumulierte Chlorchemie nicht doch zu viel wird und eben doch Krebs auslöst, selbst wenn nie Grenzwerte überschritten wurden? Überall wird derzeit behauptet, es gäbe eine natürliche Belastung mit Dioxinen. Natürlich ist daran aber gar nichts, ohne Chlorchemie kein Dioxin! Kein Dioxin ohne PCB-Müllverbrennung oder illegale Hausmüllentsorgung. Wir hören nun ständig, Bioprodukte seien höher belastet, weil die Tiere draußen picken und grasen dürfen. “Draußen” – was in unserem sich ausbreitenden Verständnis gleichbedeutend geworden ist mit “verseucht”? Das ist tendenziöser oder zumindest ignoranter Unsinn! Der ökologische Landbau verwendet keine Rohstoffe und keine Hilfsmittel, die Dioxine verursachen, nicht hier und nicht anderswo. Der allgemeine Belastungsstatus von Böden, Wasser und Lebensmitteln, von Wildtieren und Menschen würde sich langfristig verringern, wenn weltweit weniger Pestizide gespritzt würden.

Die Alternative ist der ökologische Landbau und nicht eine weitere Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft. Der völlig falsche Weg ist hingegen Ilse Aigners Gesetzentwurf zu einer Vereinfachung der Zulassung von Pestiziden. Vereinfacht werden könnte hingegen deren Verbot. Wenn ganze Bienenvölker sterben, wie in den badischen Maisanbaugebieten vor drei Jahren, dann müssen solche Pestizide gänzlich verboten werden. Man fragt sich ohnehin wieso dies nicht vorher festgestellt wurde? Grenzwerte hin oder her – gefährliche Pestizide müssen durch ungefährliche ersetzt werden. Der Landbau muss  naturverträglicher werden. Das ist möglich!

BUND: Anhaltendes Bienensterben durch Pestizide

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