Sojamilch selber machen

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Sojamilch ist eine vegane Alternative zur Kuhmilch. Sie enthält weder Laktose (= Milchzucker) noch Milcheiweiß. Dennoch ist Sojamilch der Kuhmilch geschmacklich ähnlich und genauso eiweißreich. Allerdings ist in Sojamilch viel weniger Kalzium enthalten als in Kuhmilch. Dafür ist Sojamilch mehr als doppelt so reich an Magnesium. Viele Menschen, auch ohne ausgeprägte Lactoseintoleranz, vertragen Sojamilch besser als Kuhmilch. Auch und insbesondere für Milcheiweißallergiker ist Sojamilch wichtig und wertvoll als Milchersatz. Sojamilch ist erschwinglich und ganz besonders preiswert wenn sie selbst hergestellt wird.

Herstellung von Sojamilch

Sojamilch wird aus Sojabohnen und Wasser gemacht. Sojabohnen gibt es getrocknet in Bioqualität zu kaufen und zwar in jedem Naturkostladen. Sie sind praktisch unbegrenzt haltbar und können jederzeit zu frischer Sojamilch verarbeitet werden. Es ist sogar möglich Soja im eigenen Garten anzubauen. Selbst gemacht kostet ein Liter Sojamilch nur wenige Cent.
Trockene Sojabohnen quellen sehr stark. Sie müssen vor der Verarbeitung 4 bis 6 Stunden in Wasser einweichen. Dabei vervielfachen sie ihr Volumen. Deswegen reicht ein kleiner Becher voll trockener Bohnen aus um einen Liter Sojamilch zu gewinnen. Es sollten abgewogen ca. 100 Gramm Bohnen eingeweicht werden. Nach dem Aufquellen werden die Bohnen sehr fein gemahlen und in einem Liter Wasser aufgekocht. Mit einem sauberen Tuch kann diese Masse dann ausgepresst werden. Alle löslichen Bestandteile der Sojabohne, die Kohlenhydrate, das Eiweiß, die Fettsäuren, die Vitamine und Mineralstoffe gelangen so in die Milch. Die unlösliche Faser verbleibt im Sieb.

Maschinelle Herstellung mit dem Sojamilchbereiter

Viel komfortabler, ergiebiger, hygienisch einwandfrei und sehr schnell geht die Herstellung von Sojamilch in speziellen Sojamilchbereitern. Diese Geräte übernehmen das fein Vermahlen, Aufkochen und Auspressen in einem automatischen Vorgang. Der Sojamilchbereiter benötigt ungefähr 15 Minuten für die Herstellung.
Für eine Portion Sojamilch soll hier ein Messbecher voll und damit 7o bis 95 Gramm getrocknete Sojabohnen verwendet werden – so viele passen – voll aufgequollen – in den Mahlbecher der Maschine. Aufgefüllt wird der Sojamilchbereiter mit 0,8 bis 1,3 Liter Wasser. Die Konzentration der Milch und damit der Geschmack und der Eiweißgehalt kann je nach eigenem Bedarf variiert werden. Wer mag, kann stärker konzentrierte Milch erzeugen als die fertige, gekaufte Sojamilch aus dem Supermarkt. Selbst gemachte Sojamilch ist unschlagbar preisgünstig und erzeugt keinen Verpackungsmüll.
Sojamilch wird bei der Herstellung abgekocht und ist im Kühlschrank genauso lange haltbar wie Kuhmilch. Sie eignet sich pur zum trinken, oder beispielsweise zur Verwendung in Müsli – natürlich erst nach dem Abkühlen. Für Milchshakes und Kakaogetränke, aber auch für den Kaffee oder Tee kann man ebenfalls die rein pflanzliche Sojamilch verwenden.

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