Der Werkstoff der Zukunft: Holz hat sich bewährt

HolzbrückeZugegeben: Die Überschrift wirkt wenig überraschend. Denn, dass Holz ein Werkstoff der Zukunft sei, ist nur die halbe Geschichte. Holz ist einer der ältesten natürlichen Werkstoffe der Welt, aber noch lange nicht außer Mode. Ganz im Gegenteil! Holz wird als nachhaltiger Rohstoff immer beliebter und kann in vielen Bereichen eingesetzt werden.

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Tipps zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs in Betrieben und Start-ups

GlühbirnenKlimaschutz wird in immer mehr Firmen zu einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Das Einsparen von Ressourcen hat dabei auch ganz eigennützige Ziele. Start-ups können so ihre Kosten erheblich reduzieren und alteingesessene Mittelständler ihre Betriebsabläufe optimieren. Der nachfolgende Ratgeber gibt Tipps und Tricks.

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Wie Unternehmen ökologischer arbeiten können

FortbildungUnternehmen werben mit ihrem ökologischen Bewusstsein und präsentieren ihre Umweltschutzmaßnahmen im Internet und auf Produkten. Verbraucher achten da auch sehr drauf. Doch was genau, können Unternehmen tun, damit die Grüne Aura nicht nur Fassade bleibt?

Ökologische Krisenherde in Unternehmen

Je nach Arbeitsschwerpunkt eines Unternehmens, gibt es unterschiedliche Krisenherde. Ein Knackpunkt ist natürlich immer und überall der Energieverbrauch. Produzierende oder weiterverarbeitende Firmen haben in der Logistik ebenfalls viele Kriterien, die über die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens oder den ökologischen Fußabdruck des Produkts entscheiden. Die Lieferwege und die Transportmittel beispielsweise. Die Gewinnung von Rohstoffen oder Verarbeitung von Materialien außerhalb des Unternehmens, sollte jedoch kritisch beleuchtet werden und Lieferanten und Geschäftspartner nach ökologischen Kriterien ausgewählt werden.

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Nachhaltige Haarpflege – Für eine natürliche Schönheit

Pink Hair und Haarpflege
Pink Hair – Haarpflege ©katyandgeorge_pixabay.com

“Viel hilft viel” – die meisten glauben, dieser Leitspruch könne sich auch auf Schönheit und Kosmetik anwenden lassen. Tatsächlich jedoch braucht unser Haar weniger als wir glauben. Wer Geldbeutel, Haare und dazu noch die Umwelt schonen möchte, sollte auf nachhaltige Haarpflege setzen. Wir geben Tipps, wie man durch die richtige Produktauswahl und eine bewusste Pflegeroutine Haaren und Umwelt Gutes tun kann.

Wie kann man nachhaltige Haarpflege-Produkte erkennen?

Den Begriff der Nachhaltigkeit haben wir schon oft im Zusammenhang mit Lebensmitteln gehört. Plastiktüten und andere Verpackungen für Lebensmittel, Kleidung und Alltagsgegenstände verbrauchen Ressourcen und hinterlassen Müll. Damit die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden, sollte auch beim Kauf von Haarpflege und -bürsten auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Das geht zum Beispiel, indem man sich für ein Unternehmen entscheidet, das sich selbst hohe Standards setzt. Nachhaltige Haarbürsten etwa werden aus FSC®-zertifizierten, biologisch abbaubaren Bio-Materialien bzw. recycelten Materialien hergestellt. Aber auch eine ethisch und sozial gerechte Produktions- und Lieferkette trägt zur Nachhaltigkeit bei.

Dass sich ein Hersteller für die Umwelt einsetzt, kann man an Nachhaltigkeits-, Qualitäts- und Sicherheitssiegeln sowie Zertifizierungen erkennen, wie etwa FSC®, amfori BSCI, IFS oder ISO 9001.

Was hat es mit festem Shampoo und Haarseife auf sich?

Seit einiger Zeit kann man in der Haarpflegeabteilung vieler Drogerien und Supermärkte festes Shampoo und Haarseife finden. Anstatt flüssiges Shampoo aus Plastikflaschen zu verwenden, kommt diese Haarpflege ohne umweltbelastende Plastikverpackung daher. Ein weiterer Pluspunkt: Entsprechende Shampoos enthalten keine synthetischen Tenside, Konservierungsstoffe und Silikone. Diese Inhaltsstoffe sind nicht nur ungesund sondern auch schlecht für die Kopfhaut. Stattdessen enthalten Haarseife und festes Shampoo natürliche Inhaltsstoffe. Als Basis dienen beim festen Shampoo Kokos oder Zucker, während Haarseife aus Kokosöl, Olivenöl oder Johanniskrautöl gewonnen wird.

Tipps für die umweltschonende Haarpflege

Nicht nur beim Einkauf kann man den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Auch bei der Haarpflege selbst kann man einen wichtigen Beitrag für die Schonung der Umwelt leisten. Obendrein wird man dafür mit gesundem, glänzendem, kräftigem Haar belohnt. Mit den folgenden zwei Tipps zur nachhaltigen Haarpflege können Haare und Umwelt geschont werden:

  1. Die Haare nicht jeden Tag waschen: Wer seine Haare seltener wäscht, bewahrt sich den natürlichen Schutzmantel der Haare. Anfangs macht sich diese Umstellung zwar durch fettige Strähnen bemerkbar, doch schon nach wenigen Tagen passt sich die Kopfhaut an und die Talgdrüsen produzieren weniger Talg.
  2. Auf Produkte mit Silikonen verzichten: Seidig glänzendes Haar, das sich problemlos kämmen lässt – der Traum einer jeden Frau. Viele Shampoo-Hersteller verwenden hierfür Silikone. Wie eine Hülle umschließen diese das Haar, wodurch es weicher wirkt. Doch mit der Zeit wird dieser Mantel immer dicker, so dass wertvolle Stoffe aus Haarpflegeprodukten es schwer haben, zum Haar durchzudringen. Eine bessere Alternative ist Haarpflege mit natürlichen Energie- und Feuchtigkeitsboostern wie zum Beispiel Bio-Birkenblattextrakt. Die Umstellung auf andere Produkte macht sich auch umwelttechnisch bemerkbar. Schließlich gelangen so für die Umwelt schädliche Inhaltsstoffe nicht mehr ins Abwasser und von dort in unsere Gewässer. Erkennen kann man Shampoos ohne Silikone bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe. Häufig verwendete Silikone sind Dimethicon, Amodimethicon und Dimethiconol. Auch die Endungen -cone, -conol, -oxane und -glycol deuten auf die Verwendung von Silikonen hin und sollten gemieden werden.

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Ökologische Biomöbel: Einfach bewusster konsumieren

BiomöbelFlugreisen vermeiden, Zero Waste leben und auf verantwortungsvoll produzierte Produkte achten – es gibt viele Wege, einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen. Auch in Wohn- und Einrichtungsfragen ist es möglich, bewusster zu konsumieren und so den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. Biomöbel setzen an verschiedenen Stellen an.

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Ökologisch leben – Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Regional und saisonal Einkaufen und Essen.© Foxys Forest Manufacture/ShutterstockGreta Thunberg hat es vorgemacht und zahlreiche Jugendliche sowie Erwachsene auf der ganzen Welt sind ihrem Protest gefolgt. Inzwischen ist die Fridays-for-Future-Bewegung jedem ein Begriff. Klimaschutz ist ein globales Anliegen. Dazu gehört auch ein nachhaltiger Lebensstil. Wenn wir so weitermachen wie bisher, zerstören wir unsere Lebensgrundlage. Doch nicht nur Politiker sind dringend zum Handeln aufgefordert, im Prinzip kann jeder etwas für die Umwelt tun. Vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln sollte man sich bewusst machen, woher diese eigentlich kommen und wie sie verpackt sind. Wer ressourcenschonend lebt, kann seinen ökologischen Fußabdruck um ein Vielfaches verringern. Bevor wir zu den Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen kommen, soll zunächst erklärt werden, was unter „ökologischem Fußabdruck“ zu verstehen ist.

Ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck setzt die Umweltressourcen, die der Weltbevölkerung zur Verfügung stehen, ins Verhältnis zu den Ressourcen, die jeder einzelne durch seinen Konsum bzw. Lebensstil verbraucht. Seit den 80er Jahren beanspruchen wir mehr Ressourcen als uns die Ökosysteme weltweit bereitstellen. Wir gehen mit der Welt also um, als hätten wir 1,6 Planeten [Quelle: Brot für die Welt]. Überfischung, Massentierzucht und Regenwaldabholzung sind Gründe für den hohen Ressourcenverbrauch. Hinzu kommt die wachsende Bevölkerungszahl. Derzeit leben 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt. Laut Schätzungen werden es im Jahr 2050 bereits 9,7 Milliarden Menschen sein. Die Nachfrage an Ressourcen steigt zunehmend, doch das Angebot nimmt immer mehr ab.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen

In der Regel gehen wir mehrmals die Woche einkaufen, die meisten von uns im Supermarkt. Inzwischen gibt es zahlreiche Bio-Supermärkte, die ausschließlich biologische Produkte anbieten. Doch wer Bio-Tomaten kauft, die extra aus Holland nach Deutschland importiert werden, handelt nicht gerade ökologisch. Zugegeben, es ist nicht immer leicht, alles richtig zu machen. Wer jedoch die folgenden fünf Tipps ernst nimmt, trägt ebenfalls zum Schutz der Umwelt bei und kann als Vorbild dienen. Menschen mit Vorbildfunktion schaffen es wiederum, andere dazu zu bewegen, ähnlich zu handeln.

1.      Tragetasche, Rucksack oder Korb statt Plastik- oder Papiertüte

Vielleicht ist es ab 2020 nicht mehr erwähnenswert, sofern das Verbot von Plastiktüten im Einzelhandel tatsächlich in Kraft tritt. Doch auch unabhängig davon sollte jeder eine wiederverwendbare Tragetasche, einen Rucksack oder einen Korb mitnehmen, wenn er einkaufen geht. Auf Papiertüten sollte man ebenso verzichten. Diese werden häufig nur einmal verwendet und bei ihrer Herstellung wird viel Wasser verbraucht.

2.      Regionale und saisonale Produkte kaufen

Wer auf dem Wochenmarkt einkauft, unterstützt nicht nur die regionalen Bauern, sondern vermeidet gleichzeitig Unmengen an Verpackungsmüll. Denn Obst und Gemüse im Supermarkt sind häufig in Plastik verpackt. Um die frischen Lebensmittel vor dem restlichen Einkauf in der Tasche zu schützen, eignen sich auch hier Stoffbeutelchen anstelle der dünnen Einmalplastiktüten.

3.      Auf Bio-Siegel achten

Der biologische Anbau von Lebensmitteln ist besonders ressourcenschonend und umweltverträglich, denn die Bauern verzichten hierbei sowohl auf Pestizide als auch auf Gentechnik. Geprüfte EU-Bio-Güte-Siegel sind zum Beispiel „Demeter“, „Naturland“ und „Bioland“. Produkte mit diesen Siegeln unterliegen strengen Vorschriften. Wer jedoch die Möglichkeit hat, Lebensmittel aus der direkten Umgebung zu kaufen, sollte diese den ausländischen Bio-Produkten im Supermarkt vorziehen. Lange Transportwege von Lebensmitteln schaden der Umwelt mehr, als das Bio-Siegel an Nutzen bringt.

4.      Fleischkonsum reduzieren

Ob Tiere zum Verzehr geeignet sind oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dass Tierhaltung allerdings nicht umweltfreundlich ist, belegen die Fakten: Um Futtermittel anzubauen, werden Regenwälder abgeholzt und auch der Wasserverbrauch, der in einem Kilo Rindfleisch steckt, ist enorm: 15.000 Liter Wasser werden dafür benötigt! Von der Bewässerung der Soja- und Getreidepflanzen, die als Futter verwendet werden, bis zu den Transportwegen, die die Tiere auf ihrem Weg zum Schlachter zurücklegen. Bei einem verantwortungsbewussten Fleischkonsum geht es nicht darum, ganz auf Fleisch zu verzichten, sondern weniger davon zu konsumieren. Grundsätzlich ist Billigfleisch aus Massentierhaltung sowohl aus Tierschutz- als auch aus Umweltgründen nicht zu empfehlen.

5.      Eigenen Becher mitnehmen

Noch schnell einen Kaffee, doch die Mittagspause ist schon fast wieder vorbei? Der US-amerikanische Trend des Kaffees zum Mitnehmen ist auch in Deutschland von großer Beliebtheit. Statt einem Einmalbecher, der meist noch mit einer dünnen Plastikfolie beschichtet ist, sollte man jedoch darauf achten, stets den eigenen Coffee-to-go-Becher mitzunehmen. In der Regel bietet jedes Café an, das Heißgetränk direkt in den mitgebrachten Thermobecher zu füllen, manchmal sogar mit einer Ersparnis von ein paar Cent.
Am besten ist es, man nimmt sich die Zeit, sich in ein Café zu setzen. Mit einem guten Buch in der Tasche oder einem netten Gesprächspartner ist der Kaffee in der Tasse immer noch am genüsslichsten.

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Mit Gebrauchtmaschinen die Umwelt schonen

Mähdrescher Gebrauchtmaschine

Unserer Welt gehen die Rohstoffe aus. Die wachsende Weltbevölkerung und anhaltender Wohlstand verbraucht –teils verschwenderisch – immer mehr natürliche Ressourcen. Staaten müssen sparen, allen voran die Industrieländer. Dabei ist es sinnvoll, die Lebensdauer von Produkten voll auszunutzen und beim Kauf auf gebrauchte Waren zu setzten. Das gilt für den Endverbraucher, sowie für die Industrie.

TradeMachines bietet eine Suchmaschine für gebrauchte Maschinen. Auf diesem Wege führt das Unternehmen Verkäufer und Käufer aus aller Welt zusammen. Dabei profitieren Käufer von einem umfassenden Überblick über die Verfügbarkeit von Maschinen und Verkäufer wird ein leichterer Abverkauf ermöglicht.

Durch die Transparenz finden Maschinen schneller und vermehrt einen Käufer, was mit Blick auf die ökologische Nachhaltigkeit folgendes bedeutet: Es werden weniger Maschinen verschrottet und stillstehende Maschinen werden vermehrt wieder in Produktionsprozesse integriert. Diese Wiederverwendung und die daraus resultierende Verlängerung des Lebenszyklus von Maschinen schont Ressourcen.

Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung steht nicht nur vor der Herausforderung eines schonenden Umganges mit Rohstoffvorkommen, sondern auch der Aufnahmekapazität der damit verbundenen Abfallprodukte. Eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft soll Abhilfe leisten. Bislang galt die Kreislaufwirtschaft eher als „Abfallwirtschaft“ mit Fokus auf Abfallmanagement und dem Recycling von Reststoffen. Beim neuen Konzept soll der Wert von Produkten, Komponenten und Rohstoffen innerhalb der Wirtschaft so lange wie möglich erhalten bleiben, um so a) weniger Ressourcen für Neuwaren zu verbrauchen und b) möglichst wenig Abfall zu erzeugen.

Kreissäge, gebraucht

Das Ziel von Trademachines ist es, die Zahl der stillstehenden Maschinen weiter sukzessiv zu reduzieren, sie zurück in den Wirtschaftskreislauf zu führen und deren Verschrottung zu vermeiden. Der Fokus von TradeMachines liegt auf den Branchen Bau, Agrar, Förderfahrzeuge, Metallbearbeitung und Holzbearbeitung. Es lassen sich aber auch viele Maschinen anderer Kategorien wie Textil- oder Gastronomie-Maschinen. Gerade jetzt im Sommer zur Erntezeit sind Mähdrescher besonders beliebt. Ein absoluter Dauerbrenner ist die Formatkreissäge Altendorf F45 – eine der beliebtesten Maschinen aus dem Sektor Holz. Die Abgeber-Märkte sind vorrangig Europa und Nordamerika. Die Käufermärkte sind international. Somit werden die nationalen Ländergrenzen des Wirtschaftskreislaufes durchbrochen, um die längste Nutzungsdauer einer Maschinen zu garantieren.

Wenn es hierzulande keine Käufer für die jeweiligen Gebrauchtmaschinen gibt, wird es diese in anderen Ländern definitiv geben. Denn nicht nur ist der Kauf von Gebrauchtmaschinen nachhaltiger, sondern durchaus auch um ein Wesentliches günstiger.

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Ökologisch bauen für mehr Nachhaltigkeit

Das ökologische Bauen, international auch “Grünes Bauen” oder “green building” genannt, bezeichnet die Lehre der Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Ökosystem und der gebauten Umwelt. Hierbei stehen Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Vordergrund. Immer mehr Bauherren entscheiden sich dazu, auf diesem Wege den nachfolgenden Generationen eine gesunde und lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

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Absurde Nahrungsmittelproduktion

Die Perversion unserer Nahrungsmittel-Produktion wird an vielen Stellen deutlich. Intensive Produktion unter hohem Einsatz an Energie, eine schlechte CO2-Bilanz obwohl es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt und unglaubliche Mengen an produziertem Abfall. Weg geworfen werden krumme Gurken, große Kartoffeln oder eben Dioxin belastete Hühner und Schweine. Wir produzieren für Verbrennungsöfen und Müllhalden – angeblich rationell, damit die Lebensmittel billiger werden? Angeblich könnten wir auf nachhaltige und Ressourcen schonende Weise unsere Ernährung nicht sichern und müssten alle hungern. Deswegen füttern wir Nutztieren das, was eigentlich wir essen könnten? Deswegen bauen wir in riesigen Monokulturen weltweit Getreide, Mais und Soja für die Futtertröge an?

Dazu muss man beispielsweise wissen: Kühe geben dann besonders gute und fette Milch, aus der man viel gesunde Butter und ebensolchen Käse machen kann, wenn sie viel Gras und Heu fressen! Sie brauchen dafür keine zugesetzten Futterfette und auch nicht eine Ernährung basierend auf Getreide und Soja! Sie produzieren, dank ihres spezialisierten Magens, ein hochwertiges, gesunde Lebensmittel in Form von Milch aus Gras und Kräutern.

Was hat sich also geändert? Bei unseren heutigen Hochleistungsküchen, die vier bis fünf Mal so viel Milch geben wie die Kühe nach dem Krieg und fast doppelt so viel wie die Kühe vor 25 Jahren, wird die Absurdität heutiger Produktionsmethoden besonders deutlich. Statt den Kühen das ringsum natürlich wachsendes Gras und  Heu zu füttern, und dabei obendrein die Landschaft zu pflegen und zu erhalten, werden Grasfresser zu Nahrungskonkurrenten des Menschen gemacht.

Wieso der ganze Aufwand? Ein Kuh-Magen hat nur eine begrenzte Größe und Aufnahmekapazität. Lässt man die Kuh Gras fressen, so ist sie bald satt und hat dennoch nicht sehr viele Kalorien aufgenommen. Sie gibt nur ein bis zwei Eimer Milch am Tag. Füttert man sie hingegen mit energiereichen Mischfuttermitteln – quasi mit Energieriegeln – so passt viel mehr in die Hochleistungskuh hinein. Da sie über Jahrzehnte entsprechend gezüchtet wurde, kann sie diese Massen an Energie in Milch umwandeln. Besonders rentabel werden die Kuh, das Mastschwein, die Legehenne und das Masthähnchen, wenn sie sich möglichst wenig bewegen und also möglichst wenige Kalorien verbrauchen. Der Rentabilität und damit dem gnadenlosen Preiskampf schadet auch, wenn sich die Tiere an der frischen Luft aufhalten, wo Wind und Kälte zu einem noch höheren “uneffektiven” Kalorienverbrauch führen würden. Ein perverses System.

Von Agrarlobbyisten wird uns das Ganze deswegen auch gerne als besonders ökologisch verkauft. Eine bessere CO2-Bilanz und der Klimaschutz werden ins Feld geführt. Als sei das Fressen von Gras eine Verschwendung von Ressourcen und nicht etwa deren perfekte, natürliche und nachhaltige Nutzung!

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