Orientalische Linsen

Orientalische Linsensuppe

Ein würziges, schnelles Gericht aus Roten Linsen. Dieses Linsensuppe gibt es in unzähligen Varianten im gesamten Nahen Osten, in der Türkei und in Indien, wo sie Daal heißt. Diese Linsen werden nicht mit Essig abgeschmeckt sondern mit Zitrone. Im Winter kann diese Linsensuppe als sättigender Eintopf mit Karotten, Zwiebeln und Sellerie zubereitet werden. Im Sommer als dünnere, stark gewürzte Suppe, die etwas abgekühlt serviert wird. Das wichtigste Gewürz ist Cumin. Die anderen Gewürze und Zutaten können variiert werden. Statt der einzelnen Gewürze kann auch die Gewürzmischung Garam Massala für milden Geschmack oder scharfes Curry für scharfen Geschmack verwendet werden.

Zutaten
200 g Rote Linsen
1 Karotte, klein gewürfelt
1 Zwiebel, gehackt
1 Stück Sellerie oder Pastinake oder etwas Staudensellerie oder Sellerieblatt, geschnitten
1 – 2 Esslöffel Olivenöl oder Ghee
1 Teelöffel Cumin
1 Teelöffel Kurkuma
 Chilipulver und/oder Pfeffer und Salz
Zitrone

Zubereitung
Rote Linsen müssen nicht  eingeweicht werden.  Die Linsen werden zusammen mit Cumin und Kurkuma in einen Topf gegeben und gleichmäßig vermengt.  1 Liter Wasser, Karotte, Zwiebel und Sellerie werden dazu gegeben und das ganze aufgekocht. Anschließend bei reduzierter Hitze ca. 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Die Roten Linsen werden dabei zunächst gelb, dann weich und zerfallen schließlich, was so beabsichtigt ist. Nun wird die Suppe gesalzen und mit Pfeffer, Curry- oder Chilipulver abgeschmeckt. Die Linsen zusammen mit geröstetem Brot servieren. Zitrone und bestes kaltgepresstes Olivenöl nach Geschmack erst auf dem Teller dazu geben.
Wer die Suppe noch schärfer mag, der kann zu Anfang schwarze Senfkörner im heißen Topf mit Ghee oder wenig Olivenöl anrösten und danach Linsen, das kleingeschnittene Gemüse und Wasser dazu geben. Exotischer wird die Suppe mit angeröstetem Kardamom. In Indien wird Daal mit Ghee also Butterfett gemacht. Ghee oder Butterschmalz eignet sich zum Anbraten besser als Olivenöl, weil es höher erhitzt werden kann.

Warenkunde und Ökologie
Trockenlinsen und Gewürzpulver sind immer zur Hand, ungekühlt lange haltbar und leicht zu transportieren. Wurzelgemüse sind lagerbar und im Winter frisch verfügbar. Zusätzlich wachsen Linsen auf mageren Böden, brauchen sehr wenig Wasser und praktisch keine Düngung.

Nährstoffe in diesem Gericht
Curcumin
Flavonoide
Vitamine
Mineralstoffe und Spurenelemente: besonders viel Eisen, Kupfer, Zink und Selen
Ballaststoffe
pflanzliches Eiweiß

Dieses Gericht ist: vegetarisch, lactosefrei, glutenfrei, cholesterinfrei, GVO-frei und hat eine sehr gute CO2-Bilanz

Weiterlesen →

Grüngut im Garten kompostieren

Grüngut ist ein Rohstoff
Äste und Grüngut aller Art, das beim Schnitt von Hecken, Zier-und Nutzsträuchern oder Bäumen anfällt, sollten Gartenbesitzer nicht entsorgen. Die Biomasse ist wertvolles Kompostmaterial und viel zu schade für den Abtransport zum Grüngutplatz. In jedem Fall lassen sich so die Arbeit des Aufladens, Wegfahrens und Abladens sparen.
Äste lassen sich allerdings nur dann rasch und vor allem platzsparend kompostieren, wenn sie zerkleinert werden. Unzerkleinert dauert die Verrottung viel länger, je nach Kleinklima, Feuchtigkeit und Untergrund auf dem sie liegen zwei Jahre bis drei Jahre. Ein Beil mit Hackklotz oder eine scharfe Gartenscheere zum Kürzen langer Äste reichen oft schon aus. Zum maschinellen Zerkleinern von holzigem Gartenabfall gibt es mobile Häcksler mit Benzin- oder Elektromotor. Wer nicht nur einige wenige Äste sondern viel sperriges oder hartes Grüngut von Sträuchern und Bäumen, dornige Abschnitte von Brombeeren, Himbeeren und Rosen zerkleinern will, der sollte sich einen speziellen Gartenhäcksler anschaffen. Diese Geräte werden auch mit abgeblühten Sonnenblumen, mit im Gemüsegarten saisonal anfallenden Tomatenpflanzen oder Kohlstrünken fertig. Die Häcksler laufen leise und schlucken alles was ganz oder teilweise verholzt ist, je nach Fabrikat bis zu einem Durchmesser von etwa 45 Millimetern.

Richtig kompostieren
Nach dem Kleinschneiden oder Häckseln nehmen die Äste bereits viel weniger Platz weg und liegen dichter aufeinander. In dieser Form verrottet Grüngut sehr schnell und vollständig zu Erde. Dazu kann das Häckselgut auf dem offenen Boden zu einem Haufen aufgeschichtet werden. Schneller geht die Verrottung nach Zusatz von Kalk, Asche oder Gesteinsmehl. Die kalkhaltigen Pulver werden einfach beim Aufschichten dünn über das Grüngut gestreut. Einen noch schnelleren Abbau der Biomasse und eine besonders fruchtbare Erde erhält man, wenn zusätzlich Hornspäne zum Einsatz kommen. Der verrottende Asthaufen sollte nie austrocken. Zum Schutz vor Sonne und Wind kann er beispielsweise mit Säcken, Folie oder Stroh abgedeckt werden. Ein Platz im Schatten ist besonders vorteilhaft für einen Komposthaufen. Gleichmäßige Temperaturen und hohe Luftfeuchte fördern das Wachstum Holz abbauender Pilze. Natürlich können zerkleinerte Äste, etwa von Haselsträuchern, Obstbäumen oder Rosen auch gemischt mit dem normalen Kompostmaterial, mit Küchenabfällen und Unkraut, zu Erde werden.

Spezialerde und Torfersatz
Aus sortiertem Garten-Schnittabfall kann, je nach Bedarf und ganz gezielt Spezialerde hergestellt werden – wie etwa ökologischer Ersatz für Torf und Rindenhumus. Äste von Koniferen und anderen immergrünen Gehölzen verrotten ohne Zugabe von Kalk oder Asche zwar sehr langsam, es entsteht dabei aber ein kalkfreier, humusreicher Kompost. Dieser eignet sich für Beete mit Kamelien, Rhododendron und Azaleen, sowie Heidelbeeren und Cranberrys, beziehungsweise für alle Pflanzen, die sauren Boden brauchen. Aus Abfällen des eigenen Biogartens ist auch die entstehende Kompost- oder Spezialerde pestizidfrei!

Lesen Sie auch: Biologie und Ökologie der Pilze

Weiterlesen →

Bohnensuppe

Bohnen-Tomatensuppe aus Bohnenkernen

Suppe oder Eintopf aus Trockenbohnen und Sugo (eingekochten Tomaten) oder Tomaten aus der Dose.

Zutaten
150 gr Trockenbohnen, 12 bis 24 Stunden in Wasser einweichen
1 Päckchen Sugo oder 1 Dose Tomaten
1 Prise Thymian, getrocknet
1 Knoblauchzehe
2 Eßlöffel bestes kaltgepresstes Olivenöl
Salz und Pfeffer oder Chili

Zubereitung
Die Trockenbohnen müssen am Abend vorher in ausreichend Wasser eingeweicht werden. Sie quellen dann zu ihrer vollen Größe auf, dem zwei bis dreifachen ihres Volumens. Mit Wasser vollständig bedeckt werden sie nun gekocht. Weiße Bohnenkerne brauchen um weich zu werden nur 10 bis 15 Minuten, rote und schwarze brauchen länger.
Je nachdem ob das Gericht eine Suppe oder ein Eintopfgericht werden soll, kann nach dem Kochen das Kochwasser ganz oder teilweise abgeschüttet werden. Stattdessen kommt nun das Sugo zu den Bohnen in den Topf, genauso der Thymian und Salz  (Bohnen brauchen viel Salz). Alles heiß werden lassen und die Knoblauchzehe in die Suppe pressen. Beim Servieren gemahlenen Pfeffer und das Olivenöl über die Suppe geben.
Dazu passt frisches oder geröstetes Brot.

Als Varianten können in Stücke geschnittene grüne Bohnen, eine zerkleinerte scharfe Chilischote, glatte Petersilie, ein Stück Petersilienwurzel, wenig Sellerie oder ein Sellerieblatt mit gekocht werden.

Warenkunde und Ökologie
Im Winter kommen keine schackhaften Tomaten mehr auf den Markt. Alles Sommergemüse stammt jetzt aus beheizten Gewächshäusern und hat viel zu wenig Sonne abbekommen. Sugo und Tomaten aus der Dose sind nun die bessere Alternative, denn sie wurden aus Freilandtomaten im Sommer produziert.
Trockenbohnen und andere Hülsenfrüchte sind auch ohne Verpackung und ohne Kühlung lagerbar, leicht zu transportieren und als pflanzliche Eiweißquelle eine Alternative zu Fleisch. Nur wenn Trockenbohnen vor dem Kochen voll aufgequollen waren, werden sie beim Kochen richtig weich. Ausserdem lässt sich dadurch viel Kochzeit und Energie einsparen. Im Herbst im eigenen Garten geerntete frische Bohnenkerne müssen überhaupt nicht einweichen.

Nährwert in diesem Gericht
Lycopin aus Tomaten 
Allicin aus Knoblauch 
Isoflavone
ungesättigte Fettsäuren
Polyphenole
Vitamin E

pflanzliches Protein
Ballaststoffe

Dieses Gericht ist: vegetarisch, lactosefrei, glutenfrei, cholesterinfrei, GVO-frei und hat eine sehr gute CO2-Bilanz

Empfehlenswerte Kochbücher mit Hülsenfrüchten: Feuerbohnen & Kichererbsen

Weiterlesen →

Von Pestiziden, Dioxinen und Grenzwerten

Ja, es stimmt, wir sterben nicht an einem mit Dioxin oder Pestiziden belasteten Essen. Die immer wiederkehrenden Aussagen der Experten, es bestünde keine akute Gefahr, sind dennoch nichts als Beschwichtigungen. Bei der Produktion unserer Lebensmittel und anderer Agrarrohstoffe in fernen Ländern, sterben Menschen durchaus an akuten Belastungen mit Pestiziden, meist durch ungeeignete Methoden bei ihrer Ausbringung aber auch durch ständige zu hohe Belastung und durch verseuchtes Grundwasser. In Deutschland ist die Anwendung vieler der gefährlichsten Pestizide seit Jahren verboten. Produzieren und exportieren tun wir sie trotzdem.

Die akute Gefahr ist nicht das einzige Risiko für Verbraucher. Seit langem ist bekannt, dass sich Dioxine und viele Pestizide (Organochlorverbindungen) über die Nahrungskette stark anreichern. Davon sind Wildtiere betroffen, die am Ende der Nahrungskette stehen wie etwa Eisbären und Seeadler. In gleichem Maße betrifft dies den Menschen. Ist es etwa gleichgültig, dass Muttermilch ein gesundheitliches Risiko für Babys darstellt? Wer kann mit Sicherheit behaupten, dass die in einem 50 oder 60-jährigen Leben im Körper akkumulierte Chlorchemie nicht doch zu viel wird und eben doch Krebs auslöst, selbst wenn nie Grenzwerte überschritten wurden? Überall wird derzeit behauptet, es gäbe eine natürliche Belastung mit Dioxinen. Natürlich ist daran aber gar nichts, ohne Chlorchemie kein Dioxin! Kein Dioxin ohne PCB-Müllverbrennung oder illegale Hausmüllentsorgung. Wir hören nun ständig, Bioprodukte seien höher belastet, weil die Tiere draußen picken und grasen dürfen. “Draußen” – was in unserem sich ausbreitenden Verständnis gleichbedeutend geworden ist mit “verseucht”? Das ist tendenziöser oder zumindest ignoranter Unsinn! Der ökologische Landbau verwendet keine Rohstoffe und keine Hilfsmittel, die Dioxine verursachen, nicht hier und nicht anderswo. Der allgemeine Belastungsstatus von Böden, Wasser und Lebensmitteln, von Wildtieren und Menschen würde sich langfristig verringern, wenn weltweit weniger Pestizide gespritzt würden.

Die Alternative ist der ökologische Landbau und nicht eine weitere Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft. Der völlig falsche Weg ist hingegen Ilse Aigners Gesetzentwurf zu einer Vereinfachung der Zulassung von Pestiziden. Vereinfacht werden könnte hingegen deren Verbot. Wenn ganze Bienenvölker sterben, wie in den badischen Maisanbaugebieten vor drei Jahren, dann müssen solche Pestizide gänzlich verboten werden. Man fragt sich ohnehin wieso dies nicht vorher festgestellt wurde? Grenzwerte hin oder her – gefährliche Pestizide müssen durch ungefährliche ersetzt werden. Der Landbau muss  naturverträglicher werden. Das ist möglich!

BUND: Anhaltendes Bienensterben durch Pestizide

Weiterlesen →

Blattsalat im Winter

Endivien

Saisonale Blattsalate bieten im Winter mehr gesunde Inhaltstoffe als der Kopfsalat aus dem Treibhaus. Freilandsalate sind natürlich reich an Vitamin C, Folsäure, Eisen sowie an gesundheitsfördernden Bitterstoffen und antioxidativen Farbstoffen.

Ackersalat
Mit seinen dunkelgrünen, kleinen Blattrosetten ist Acker- oder Feldsalat eine besondere Delikatesse. Es gibt ihn auch jetzt aus dem Freiland oder aus unbeheizten Folienhäusern. Ackersalat ist vollkommen winterhart. Die einzige Einschränkung für die Ernte ist eine Schneedecke, weswegen er häufig unter Folie kultiviert wird. Freilandsalat hat kleinere knackigere und dunklere Blätter als der Feldsalat aus dem Foliengewächshaus. Er enthält mehr Vitamin C.
Ackersalat schmeckt hervorragend mit Zitrone und gutem Olivenöl. Abwechslung für die Sauce gibt es mit etwas geriebenem Meerrettich und mit Walnüssen.

Endivien und Zuckerhut
Diese außen kräftig grünen und innen gebleichten Salate sind ebenfalls unempfindlich gegen Kälte. Sie überstehen den Winter auch im Freiland unter Folie geschützt. Endivien und Zuckerhut schmecken etwas bitter. Die inneren gelben Blätter sind milder und werden für Salat bevorzugt. Die Bitterstoffe sind andererseits sehr gesund für Leber, Galle und Magen.
Vor allem die krause Endivie ist ein beliebter Blattsalat. Die Blätter sollen erst nach dem Waschen in feine Streifen geschnitten werden. So werden Mineralstoffe und Vitamine nicht ausgewaschen. Glatte wie krause Endivien und vor allem Zuckerhut eignen sich aber auch zum Dünsten oder Überbacken.

Chicorée und Radicchio
Chicorée ist ein Bleichgemüse, das aus Wurzelrüben im Dunkeln gezogen wird. Sonne ist nur zur Produktion der Rüben im Sommer notwendig, nicht aber zum Treiben der zarten, weißen Sprosse im Winter. Ein klassisches Gericht mit Chicorée ist ein Auflauf. Vorher in Wasser gekochte Chicorée-Sprosse werden mit je einer Scheibe gekochtem Schinken umwickelt, dicht nebeneinander in eine Auflaufform gelegt und mit Béchamel-Sauce und Käse überbacken.
Der rotblättrige, kugelförmige Radicchio kommt aus Italien, wo er leichte Fröste im Freiland übersteht. Sein roter Blattfarbstoff ist antioxidativ wirksam. Radicchio ist eine Delikatesse, die, wie der Chicorée, mit Käse überbacken werden kann.
Beide Sorten halten im Kühlschrank lange frisch. Sie eigenen sich hervorragend für Salate. Die Sauce macht man bei diesen Bitterstoff-haltigen Salaten mit kleingeschnittener Orange oder Orangensaft. Gut geeignet, auch zum Dippen, ist Joghurt und ein nussig schmeckendes, kalt gepresstes Speiseöl.

Endivien im Garten 
Chicorée aus dem Garten

Weiterlesen →

Gemüse-Kürbis-Curry

Gemüse-Kürbis-Tofu-Pfanne

Rezept für eine Gemüspfanne beziehungsweise ein Curry aus Wurzelgemüsen und Kürbis.

Zutaten:
1 Päckchen Tofu, in Würfel geschnitten
1/2 Kürbis (Hokkaido oder Butternut), entkernt, eventuell geschält, in Würfel geschnitten
1-2 Karotten in Würfel geschnitten
1/4 bis 1/2 Sellerieknolle oder/und  1/2 Pastinake in Würfel geschnitten
1 Zwiebel, grob gehackt
1-2 Zehen Knoblauch, zerkleinert
1-2 kleine Chilischoten, klein geschnitten
1 cm Ingwerwurzel, fein geschnitten
1-2 Teelöffel Kurkumapulver oder Currypulver
2 Eßlöffel Sojasoße zum Abschmecken
2-3 Eßlöffel Pflanzenöl zum anbraten

Zubereitung:
Tofuwürfel in einer schweren heißen Pfanne in Öl scharf anbraten und wenden bis sie sich zu bräunen beginnen. Klein geschnittenen Ingwer dazu geben und ebenfalls scharf anbraten. Die anderen vorbereiteten Zutaten dazu geben, wenden und dann 5 – 10 Minuten braten oder mit gschlossenem Deckel garen lassen bis sie durch sind. Mit Sojasoße abschecken – servieren. Eventuell zu Reis.

Je nach Geschmack kann das Rezept beliebig variiert werden, beispielsweise was die Schärfe angeht. Je nach Bedarf kann die vegetarische Variante mit Tofu durch Fleisch ersetzt werden. Wer Sellerie nicht verträgt, ersetzt diesen durch Pastinaken. Wichtig fürs Aroma sind aber Ingwer, Knoblauch und Kurkuma oder Currrypulver.

Warenkunde und Ökologie:
Von Oktober bis März, also im ganzen Winter, haben Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie und Pastinaken Saison. Sie sind  lagerbar und deswegen immer frisch auf dem Markt. Sie stammen meistens aus regionalem Anbau ohne lange Transporte. Auch Kürbisse sind ohne Qualitätsverlust viele Monate lagerbar. Sie wachsen im Freiland, kommen nicht aus Übersee zu uns werden meist ohne Einsatz von Pestiziden erzeugt.

Nährstoffe in diesem Gericht:
Karotin
Curcumin
Scharfstoffe
ungesättigte Fettsäuren
Ballaststoffe
Diese Gericht ist: vegetarisch, lactosefrei, glutenfrei, cholesterinfrei, GVO-frei und hat eine sehr gute CO2-Bilanz

 

Weiterlesen →

Saisonal kochen mit frischem Gemüse

Warum nicht Erdbeeren und Kopfsalat?
Wer im Winter in Griechenland Moussaka essen will, der hat meistens Pech gehabt und wird fragend angeschaut: Tomaten, Auberginen und Zucchini im Winter? Zu dieser Jahreszeit kocht man auch am Mittelmeer Gerichte mit Kohl und Trockenbohnen. Zu gegrilltem Fleisch gibt es jetzt Wintersalate. Es ist nicht die Saison von Gurken und Kopfsalat. Auch der Gesundheit leistet man damit keinen großen Dienst. Vitamine sind bei fehlender Sonne kombiniert mit Treibhauswärme kaum im Gemüse enthalten. Wer jetzt Paprika, Erdbeeren, Trauben oder Spargel kauft, der riskiert besonders hohe Belastungen mit Pestiziden. Auch viele Obstarten und Gemüse mögen die kalte Jahreszeit nicht und müssen gegen Krankheiten gespritzt werden – weit mehr als im Sommer. Wer auf  Tomaten und Zucchini nicht verzichten will, dem soll bewusst sein, dass ihre Erzeugung sehr viel Erdöl zum Beheizen von Gewächshäusern verschlingt. Wer Spargel und Erdbeeren schon im Januar isst, der lässt diese einheimischen Spezialitäten aus Übersee einfliegen!

Die Wiederentdeckung von Großmutters Gemüsekiste
Wurzelgemüse sind bekömmlich und in unterschiedlichen Zubereitungen für die Winterküche geeignet. Sie sind lagerfähig und werden vielerorts in Deutschland angebaut. Zu ihnen zählen Karotten, Sellerie, Wurzelpetersilie, Pastinaken, Rote Bete, Lauch, Rettiche und verschiedene Herbstrüben. An frischen Blattsalaten empfehlen sich Endivien und Chicorée, Radicchio und Ackersalat aber auch Chinakohl sowie gehobelter Weiß- oder Rotkohl. Sie alle kommen nicht aus dem beheizten Treibhaus. Geschmackliche Vielfalt und viele Vitalstoffe bieten die unterschiedlichen Kohlarten, angefangen beim Sauerkraut beziehungsweise Weißkohl. Doch da sind auch noch Wirsing und Grünkohl, Rosenkohl und eben der Rotkohl. Zur Bereicherung des Speiseplans im Winter eignen sich Kürbisse, mit denen es sehr viele Rezepte gibt. Viel Protein und Ballaststoffe stecken in Trockenbohnen, Linsen und Erbsen, die mit oder ohne Vorquellen leckere Gerichte ergeben.

Rezepte mit Kohl
Rezepte mit Kürbisssen

Weiterlesen →

Was Essen?

“Was sollen wir nach dem Dioxin-Skandal noch essen” fragen viele Leute. Ganz normal – aber von ausgewählten Quellen und mit Bedacht!

Regional kaufen
Brot vom Bäcker, Obst und Gemüse, Eier und Fleisch vom Bauernhof? Leider ist das vielerorts gar nicht möglich. Zu bevorzugen sind dennoch die regionalen Produkte. Bei Eiern und Fleisch sollte es allerdings Bio sein, denn hier bedeutet Bioqualität weit mehr als das Weglassen von unerwünschten Stoffen. Es handelt sich um andere Vorrausetzungen bei der Zusammenstellung des Tierfutters, um eine andere Form der Tierhaltung und vielmals um andere, gesündere Tierrassen.
Milchprodukte aus der Region zu finden ist angesichts der unglaublich niedrigen Milchpreise, die in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Milchbauern und kleine Milchwerke zum Aufgeben gezwungen haben, inzwischen schwierig geworden. Bio-Milch wird den Bauern um wenige Cent besser bezahlt, aber auch nur, wenn das Milchwerk eine regionale Marke herstellt, die Milch dafür nicht von zu weit her kommt. Discounter-Bio-Milch löst das Problem zu niedriger Erzeugerpreise nicht. Auch hier geraten Bauern unter Preisdruck und den ökonomischen Zwang zu immer größerer Produktivität, immer minderwertigeren Futtermitteln und immer rationellerer Tierhaltung.
Dazu auch: Absurde Nahrungsmittelproduktion

Fleisch fürs Aroma
Es muss nicht immer ein ganzes Schnitzel oder ein riesiges Steak sein. Kleine Mengen von gutem Fleisch, beim Metzger nebenan frisch gekauft, werten Schmor- und Pfannengerichte auf, bringen Geschmack in Eintöpfe und Suppen und sind vollkommen ausreichend für authentische internationale Spezialitäten. Übrigens schmecken viele Gerichte auch mit scharf angebratenem und gewürztem Tofu oder mit Pilzen aromatisch. Aus Soja gibt es außerdem sogenanntes Sojafleisch, das in Gemüsebrühe eingeweicht wie Hackfleisch verwendet werden kann, beispielsweise für Bolognese, Moussaka oder Chili. Sojafleisch sollte der eigenen Gesundheit und der Natur zuliebe aus biologischem Anbau stammen, damit die verwendeten Sojabohnen garantiert nicht transgen (genetisch verändert) sind.

Versteckt!
Wer selbst kocht und bewusst einkauft, der vermeidet weitgehend den ungewollten Konsum von Eipulver, Milchpulver oder Fetten unbekannter Herkunft und Qualität. Diese Billig-Zutaten stecken ansonsten in den meisten Backwaren und Fertiggerichten, in Müsli- und Energieriegeln, in Eiscremes und Saucen.

Weiterlesen →

Absurde Nahrungsmittelproduktion

Die Perversion unserer Nahrungsmittel-Produktion wird an vielen Stellen deutlich. Intensive Produktion unter hohem Einsatz an Energie, eine schlechte CO2-Bilanz obwohl es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt und unglaubliche Mengen an produziertem Abfall. Weg geworfen werden krumme Gurken, große Kartoffeln oder eben Dioxin belastete Hühner und Schweine. Wir produzieren für Verbrennungsöfen und Müllhalden – angeblich rationell, damit die Lebensmittel billiger werden? Angeblich könnten wir auf nachhaltige und Ressourcen schonende Weise unsere Ernährung nicht sichern und müssten alle hungern. Deswegen füttern wir Nutztieren das, was eigentlich wir essen könnten? Deswegen bauen wir in riesigen Monokulturen weltweit Getreide, Mais und Soja für die Futtertröge an?

Dazu muss man beispielsweise wissen: Kühe geben dann besonders gute und fette Milch, aus der man viel gesunde Butter und ebensolchen Käse machen kann, wenn sie viel Gras und Heu fressen! Sie brauchen dafür keine zugesetzten Futterfette und auch nicht eine Ernährung basierend auf Getreide und Soja! Sie produzieren, dank ihres spezialisierten Magens, ein hochwertiges, gesunde Lebensmittel in Form von Milch aus Gras und Kräutern.

Was hat sich also geändert? Bei unseren heutigen Hochleistungsküchen, die vier bis fünf Mal so viel Milch geben wie die Kühe nach dem Krieg und fast doppelt so viel wie die Kühe vor 25 Jahren, wird die Absurdität heutiger Produktionsmethoden besonders deutlich. Statt den Kühen das ringsum natürlich wachsendes Gras und  Heu zu füttern, und dabei obendrein die Landschaft zu pflegen und zu erhalten, werden Grasfresser zu Nahrungskonkurrenten des Menschen gemacht.

Wieso der ganze Aufwand? Ein Kuh-Magen hat nur eine begrenzte Größe und Aufnahmekapazität. Lässt man die Kuh Gras fressen, so ist sie bald satt und hat dennoch nicht sehr viele Kalorien aufgenommen. Sie gibt nur ein bis zwei Eimer Milch am Tag. Füttert man sie hingegen mit energiereichen Mischfuttermitteln – quasi mit Energieriegeln – so passt viel mehr in die Hochleistungskuh hinein. Da sie über Jahrzehnte entsprechend gezüchtet wurde, kann sie diese Massen an Energie in Milch umwandeln. Besonders rentabel werden die Kuh, das Mastschwein, die Legehenne und das Masthähnchen, wenn sie sich möglichst wenig bewegen und also möglichst wenige Kalorien verbrauchen. Der Rentabilität und damit dem gnadenlosen Preiskampf schadet auch, wenn sich die Tiere an der frischen Luft aufhalten, wo Wind und Kälte zu einem noch höheren “uneffektiven” Kalorienverbrauch führen würden. Ein perverses System.

Von Agrarlobbyisten wird uns das Ganze deswegen auch gerne als besonders ökologisch verkauft. Eine bessere CO2-Bilanz und der Klimaschutz werden ins Feld geführt. Als sei das Fressen von Gras eine Verschwendung von Ressourcen und nicht etwa deren perfekte, natürliche und nachhaltige Nutzung!

Weiterlesen →

Augen-Wischerei & Futter-Mischerei

Es ist  nicht zutreffend, sondern Augenwischerei, wenn jetzt behauptet wird, der ausgewachsene Dioxin-Skandal hätte nichts mit unserer industrialisierten Landwirtschaft zu tun. Er hat sogar nur damit zu tun! Dioxin wäre niemals in diesem Ausmaß im Futter enthalten, das landwirtschaftliche Nutztiere eigentlich fressen würden – Gras und viele Kräuter, Stroh, Getreide, Futterrüben und Kartoffeln, Samen und Körner, im Fall der Hühner und Schweine auch noch Insekten und Würmer. Die Entwicklung weg vom Bauernhof und hin zur Massentierhaltung hat alles verändert. Am meisten die Futtermittel.

Wenn jetzt alle von Schwarzen Schafen reden, so ist dennoch gesetzlich wenig verboten, was in Futtermittel wandern darf. Vor allem gibt es bei Mischfuttermitteln keine gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Rezeptur, Herstellung und wertbestimmenden Inhaltstoffen. Erlaubt ist hingegen die “Zugabe von Destillations- und Raffinationsfettsäuren, die bei der destillativen bzw. Laugenentsäuerung von pflanzlichen Fetten und Ölen, (…) anfallen”  (1: Quelle: Jeroch/Frochner/Simon). Erlaubt sind auch “Salze von Fettsäuren, die bei der Verseifung von Fettsäuren entstehen” (1). Wer sich auskennt der weiß – in Ölsaaten, die der Destillation und Raffination unterzogen werden, kann jede Menge Agrarchemie in Form von gefährlichen Pestiziden stecken, Pestizide, die im Verlauf der Produktionsketten auch zur Entstehung von Dioxinen führen können. Werden die wegen der hohen Gesundheitsgefährdung bestehenden Grenzwerte für Pestizide in Speiseöl überschritten, so passiert eigentlich was mit den Ölsaaten? Selbstverständlich in Futtermitteln erlaubt sind aber auch eine lange Liste an Zusatzstoffen, von den Konservierungsmitteln bis zu den vorbeugenden Medikamenten.  Das Problem ist offensichtlich – unsere intensive Landwirtschaft erfordert an vielen Stellen den massiven und massenhaften Einsatz von Chemikalien. Bei deren Herstellung entstehen Dioxine.

Auch wenn es  keine endgültige Sicherheit gibt: die Produktionswege und die eingesetzten Mittel sind in der Biolandwirtschaft einfach anders!

Weiterlesen →