Home Growing in Corona-Zeiten – Kohlgemüse

Kohl ist mehr als ein Wintergemüse

Eine bunte Auswahl frischer Blattkohl-Arten
Eine bunte Auswahl frischer Blattkohl-Arten

Kohl steckt voller Vitamin C und anderer gesundmachender Substanzen. Nicht nur Sauerkraut und Kresse, auch viele weitere Kohl-Verwandte stärken unser Immunsystem. Kohl-Arten gedeihen weltweit von den Tropen bis ins raue Gebirgsklima. Ihre Vielfalt zeigt sich an Radieschen, Kohlrabi und Meerrettich, die ebenfalls zu den Kohl-Verwandten gehören, genauso wie Grünkohl oder Blumenkohl. Typische Kohlköpfe sind klassische Lager- und Wintergemüse. Von der Aussaat bis zur Ernte brauchen sie viele Monate und schmecken erst im darauffolgenden Winter gut. Exotische Blattkohle hingegen werden häufig bereits jung gegessen. Sie sind sehr zart und müssen noch nicht einmal gekocht werden.

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Home growing in der Corona-Krise – Gurke, Zucchini und Co

Pflanz- und Erntezeit und keiner geht hin?

Vorkultur von Gemüse-Setzlingen in Töpfen
Vorkultur von Gemüsesetzlingen

Gartenmärkte und Märkte für den landwirtschaftlichen Bedarf sind noch geöffnet und werden es hoffentlich auch bleiben. Die Zeit des Verkaufs von Saatgut und Setzlingen, von Steckzwiebeln und Saatkartoffeln läuft auf Hochtouren, denn die Pflanzzeit für viele Gemüsearten naht. Gärtnereien und landwirtschaftliche Betriebe arbeiten wie immer, sichern unsere Ernährung. Spargel -Erzeuger jedoch suchen jetzt Erntehelfer. Weitere Gemüsebau-Betriebe suchen sicherlich bald Helfer auch für das Anpflanzen von Gemüse-Setzlingen wie Gurken, Salat und Kohl. Die professionelle Pflanzung und Ernte von Gemüse sind zwar teil-mechanisiert, doch insgesamt bedarf es immer noch mehrer hunderttausend Helfer – auch zur nahenden Erdbeerernte.

Saatgut und Setzlinge selbst erzeugen

Kürbis-Samen
Butternut-Kürbis mit keimfähigen Samen

Wirkliche lohnende Gartenpflanzen sind die Vertreter der Gurken- und Kürbisgewächse. Zucchini bringen schon ab Juni, also früh in der Saison gute Erträge. Das gilt auch für Gurken. Von beiden Arten lohnt sich die eigene Anzucht aus Samen ungefähr ab April oder das Pflanzen von Setzlingen ab Mitte Mai ins Freie.
Auch Kürbis-Setzlinge können  auf diese Weise erzeugt werden. Hier bietet sich sogar an, aus Speisekürbissen selbst entnommene Samen zu verwenden. Wenn Sie also bei Ihrem nächsten Einkauf einen Hokkaido- oder Butternut-Kürbis kaufen, vergessen Sie nicht, einigen Samen in Töpfe zu legen, mit Erde zu bedecken und feucht sowie warm zu stellen. Schon nach wenigen Tagen bis einer Woche erfolgt die Keimung und Sie können den schnell wachsenden Jungpflanzen beim weiteren Wachstum zusehen.

Die Sortenwahl

Zucchini sind ein ergiebiges frühes Gemüse
Zucchini sind ein ergiebiges frühes Gemüse

Beim Einkauf von Saatgut und Setzlingen gilt es nicht nur auf die Gemüseart sondern auch  auf die unterschiedlichen Sorten zu achten, zum Beispiel bei Gurken. Für das Freiland geeignete Feldgurken zum Einmachen sind für den Rohgenuss und als Salat wenig schmackhaft, weit weniger delikat als Vesper- oder Minigurken. Vespergurken können in sonnigen Lagen im Freiland gedeihen. Die beliebten Schlangengurken wachsen nur in sehr wärmebegünstigten Lagen, zum Beispiel auf sonnigen Balkonen und hier in großen Blumenkübeln. Alle Gurken wachsen mit ihren Ranken auch gerne in die Höhe, wenn man ihnen entsprechende Kletterhilfen anbietet.
Auch bei Zucchini gibt es in Farbe und Form unterschiedliche Sorten, die aber in ähnlicher Weise wachsen und hohe frühe Erträge bringen. Es gibt hell- und dunkelgrüne sowie gelbe und jeweils auch runde Zucchini, sowie die kürbisförmigen Squash, die es auch in dekorativem Weiß gibt. Die Verwendung ist dennoch jeweils ähnlich. Junge Früchte sind bißfest und nussig, größere kann man besser zum Füllen verwenden.

Morgen mehr zu den unterschiedlichen Kohlarten und Kohlsorten.

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Corona-Krise und Selbstversorgung – Paprika, Chili, Aubergine

Aus wenig viel machen

Chili in allen Farben
Chili in allen Farben

Das neuartige Corona-Virus könnte unseren Alltag noch lange beeinflussen und einschränken. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist nur eine Seite der Krise. Eine andere Seite ist, die Freizeit zu gestalten, sinnvolle Tätigkeiten zu finden und Spaß in den Tag zu bringen. Die Aussaat und die Pflege von Pflanzen bietet  Möglichkeiten, die mit ganz einfachen Mitteln durchgeführt werden können. Die Jahreszeit ist von nun an günstig.

Etwas Blumenerde ist von Vorteil, doch die Anzucht starten können sie mit kleinen Mengen an Erde in beliebigen Arten von Gefäßen oder Töpfen. Nach dem Auskeimen, nach Wochen können sie die Pflanzen immer noch in größere Töpfe umpflanzen.

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Selbstversorgung in der Corona-Krise – Tomaten

Wider dem Dosenfutter!

Vielfalt der Tomatensorten
Tomatenvielfalt

Covid 19 hat uns fest im Griff und wir Deutschen greifen in der Krise zur Nudel beziehungsweise zu Spaghetti und zu Tomaten aus der Dose. Haltbar, billig und schnell. Die Zeit, in der niemand mehr seine Konserven sehen oder essen will, wird kommen. Tomaten haben mehr zu bieten als Dosen-Sugo zu sein. Sie sind sehr unterschiedlich in Aroma, Größe, Süße, Festigkeit oder Saftigkeit und im Aussehen, in ihrer Form und ihrer Farbe. Und sie sind ganz hervorragend zu vielen Gerichten und Zubereitungen, frisch als Salat, zu Butterbrot,  in Gemüseeintöpfen, auf die Pizza und in allerlei Schnellgerichten. Frisch auf den Tisch oder haltbar gemacht schmecken eigene Tomaten aus dem Garten aromatisch und süß und viel besser als gekaufte Konserven.

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Gartenbuch-Tipp: Spriessbürger – Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz

Spriessbürger

Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz

von Eveline Dudda und Klaus Laitenberger

Spiessbürger Verlag 2015, 367 Seiten, 38,50 Euro

Spriessbürger BuchcoverEin Gartenbuch über den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz erobert einen Spitzenplatz der besten Gartenbücher der deutschen Gartenbau-Gesellschaft 2016. Es trägt den vielversprechenden Titel “Spriessbürger” und ist im Spriessbürger Verlag erschienen.

Ich beginne mit der Aufzählung der Besonderheiten und Hingucker im Buch. Es ist hochwertig Faden-gebunden und auf sehr gutem Papier gedruckt. Alle teilweise künstlerisch wertvollen oder humoristischen Fotos und die sehr treffenden Illustrationen sind schwarz-weiß. Philosophische Zitate, als besondere Würze in den Kapiteln des Buches verteilt, machen beim Schmökern viel Spaß. So zum Bespiel  Mark Twain mit: “Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.”  Wahr ist die alte (und echte!) Bauernweisheit, die nicht nur für Garten und Acker gelten sollte: “Lebe so als würdest du morgen sterben, aber pflege das Land so, als würdest du ewig leben.” Nachzulesen gibt es die geschichtliche Erklärung für den Buchtitel “Spriessbürger” sowie für das Motto des Buches: “Spiesse zu Bohnenstangen”. Der interessierte und gebildete Gärtner und Gartenbuchleser schätzt zudem die seriöse Auseinandersetzung mit Garten-Mythen. Unter die Lupe genommen werden der Mondkalender beziehungsweise Aussaatkalender, die angeblich guten oder schlechten Pflanzen-Nachbarn beziehungsweise Mischungspartnern im Gemüsebeet und die Zuverlässigkeit der Eisheiligen sowie alle Datums-Angaben zu Saat-und Pflanzterminen. So weit, so wissens- und lesenswert!

Die richtige Pflanzzeit ist ein wichtiges Thema des Buches. Denn sprießen und nicht vegetieren soll Salat und Gemüse. Das geht nur bei den geeigneten Bedingungen von Bodentemperatur, Feuchte, Wärme und Sonne. Nicht nur die Schweiz hat sehr unterschiedliche Klimazonen und Mikro-Klimate. Sie verschieben die Aussaat und Pflanzung, vom Tessin bis nach Basel und in die Gebirgslagen. Auch wir Nachbarn in Deutschland und Österreich wissen, dass in einigen Jahren bereits ab Februar, in anderen erst ab April an Aussaat im Freiland zu denken ist. Manche Gemüse sprießen so spät dann gar nicht mehr. Andere wachsen ohnehin nur im Frühbeet oder Gewächshaus. Geeignete Wachstumsbedingungen für die vielen im Gartenjahr verfügbaren Sorten von Salat und Gemüse einzuschätzen oder einzurichten, erfordert einiges Wissen und viel Erfahrung, die in diesem Buch fundiert vermittelt wird. Ein klappbarer Gemüseplaner liegt dem Buch zusätzlich bei.

Vieles, aber eben nicht alles, wächst erfolgreich in Töpfen. Standortwahl, Pflanzabstände, Fruchtfolge, Pflege, Pflanzenschutz und Ernte werden ebenfalls zu allen 50 ausführlich und kompetent vorgestellten Gemüse- und Salat-Sorten behandelt. Die beiden Autoren des Buches sind ausgewiesene Experten und erklären in zusätzlichen, sehr nützlichen Kapiteln auch allgemein gültiges zu Boden, Düngung, Pflanzenschutz beziehungsweise Nützlingen und Schädlingen, zu Kompost, Bodenbedeckung, Hochbeeten, zu Werkzeugen und Geräten, sowie zu Ernte und Lagerung. Wichtig auch, für alle, die es ernst meinen, sind die Richtwerte zum Platzbedarf und Zeitbedarf für die Selbstversorgung aus dem Garten.

Das schöne und rundum gelungene sowie leicht lesbare Gartenbuch eignet sich als fundierte Anleitung für Einsteiger und bietet auch alten Garten-Hasen interessanten Lesestoff. Die tolle Aufmachung macht es zu einem sehr schönen Geschenk. Ein bisschen Liebe für die Schweiz ist allerdings vorteilhaft, damit das Nachschlagen im mitgelieferten Glossar Schweizerdeutsch-Deutsch auch Spaß (oder Plausch) macht: von Baumnuss über Gluscht bis zVieri.

Das Buch ist zu bestellen bei Amazon

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