Gemüseanbau: Hochbeet, Gewächshaus oder lieber Gemüsegarten?

kleines selbstgebautes GewächshausKnackfrisches Gemüse, das direkt nach der Ernte auf den Teller kommt, schmeckt wohl immer noch am besten. Noch dazu ist der Anbau eigener Gemüsepflanzen nachhaltig, gesund und ein absolutes Gärtnervergnügen. Ob im Hochbeet, Gewächshaus oder Gemüsegarten: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Vitaminlieferanten züchten lassen. Doch welche Anbaumethode soll gewählt werden?

Bild: Gewächshaus (© ws-onlineshop.de)

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Nachhaltigkeit: So gelingt der ökologische Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus

kleines Gewächshaus, freistehendEin eigenes Gewächshaus ist eine hervorragende Möglichkeit, neben Zierpflanzen auch eigenes Gemüse zu züchten. Das funktioniert absolut ökologisch und ohne synthetisch gefertigte Dünger oder einen hohen Wasser- oder Stromverbrauch. So nutzen Sie Ihr Gewächshaus für den Anbau von Lebensmitteln.

Nachhaltige Ernährung liegt nicht nur im Trend, sondern trägt auch einen großen Teil zum ökologischen Umdenken bei. Neben dem Umweltschutz steht für Gärtner, die Lebensmittel lieber ökologisch anbauen auch die eigene Gesundheit im Mittelpunkt. Der Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus bringt Bio-Gemüse völlig ohne den Einsatz von potentiell schädlichen Chemikalien hervor und reichert die Ernährung um Vitamine und Spurenstoffe an, die nur reife Früchte enthalten. Doch nachhaltiges Gärtnern beginnt auch da, wo wenig Strom aus der Steckdose und wenig Wasser verbraucht werden. Im eigenen Gewächshaus kann das gut gelingen.

Diese Gemüsesorten gedeihen im Gewächshaus hervorragend

In einem Gewächshaus lassen sich alle Pflanzen anbauen, die es gern warm mögen. Während Sie Gemüsesorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl oder Rhabarber lieber im Freiland aussäen und pflanzen sollten, ist das Gewächshaus ab Februar bereit für knackige Salate, wie Lollo Rosso oder grünen Salat, Rettich oder Spinat. Im Gewächshaus sollten dabei tagsüber stets über 15 Grad herrschen, nachts über 5 Grad. In den Sommermonaten gedeihen in der geschützten Umgebung Paprika, Tomaten, Salatgurken als Tunnel oder an Ranknetzen und mediterrane Pflanzen wie Auberginen. Auch Kürbisse und Melonen fühlen sich im Gewächshaus wohl, benötigen jedoch viel Raum. Busch- und Kletterbohnen und sogar die rankende Süßkartoffel nutzen das warme Klima gern, um schneller zu wachsen und bis in den Spätherbst hinein zu gedeihen.

Gewächshaus ökologisch ausstatten und energiearm betreiben

Gewächshäuser erhitzen sich durch die Sonneneinstrahlung, benötigen jedoch im Winter oft eine zusätzliche Heizung. Das Verlegen von Rohren, die durch einen Warmwasserbereiter mit Solarenergie beheizt werden, hält eine Grundwärme aufrecht. Für die Regulierung der Hitze im Sommer sollten Sie flexibel verschließbare Fenster einbauen, die Sie per Hand oder hydraulisch öffnen um die Temperatur zu senken. Auch Schattierungen sind sinnvoll. Regenwasser zum Bewässern kann über eine Gewächshaus-Regenrinne in einer Tonne aufgefangen werden. Von hier wird es über Dripping-Schläuche entlang der Pflanzreihen und Regale geleitet. Das Bohren eines eigenen Brunnens zum Gießen kann sich ebenfalls lohnen. Viele Gärtner nutzen im Gewächshaus ein Wasserleitsystem aus Kunststoffrohren, in die direkt eingepflanzt wird, statt Regalen. Pflanzen Sie zudem bodennah in Beete innerhalb des Gewächshauses, ist ein Gießen von Hand praktisch unabdingbar. Gießkannen mit breiter Tülle verteilen das Wasser dabei besser als beispielsweise ein Wasserschlauch.

Ökologische Alternativen zu industriell gefertigten Düngern

Neben dem energiearmen Betrieb und einem niedrigen Wasserverbrauch ist Dünger beim ökologischen Gemüseanbau im Gewächshaus ein wichtiges Thema. Nutzen Sie einen Plan zur Fruchtfolge um die Beete lebendig zu halten. Auf Radieschen können beispielsweise Erbsen und dann Salat folgen. Auf Spinat folgt Salat und dann erst Chinakohl. Tomaten sollten jedes Jahr den Standort wechseln. Organische Dünger wie Bodenaktivatoren mit Knochenmehl und Blutpulver geben Nährstoffe in den Boden ab. Pflanzenreste sollten Sie kompostieren. Der frische Kompost ist die wertvollsten Basis für den Gemüseanbau.

Die WAMA Walter Mauden GmbH & Co.KG ist auf den Bau von hochwertigen Gewächshäusern spezialisiert und hat sich in diesem Bereich in seiner mehr als 100-j“ährigen Unternehmensgeschichte ein umfangreiches Produktentwicklerwissen angeeignet. Das detailliert abgestimmte Produktportfolio umfasst ein breitgefächertes Sortiment an verschiedenen Gewächshaustypen und passendem Zubehör. Höchste Qualität und ausgezeichneter Service stehen dabei stets im Mittelpunkt.

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Vorkultur in Frühbeet und Gewächshaus

Topfpflanzen und Vorkultur für eine längere Wachstumszeit

Viele Gemüsearten werden vorkultiviert und erst als Jungpflanzen in den Garten gesetzt. Bei Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika ist die vorzeitige Aussaat und Kultivierung im Topf notwendig um die frostfreie Vegetationszeit für diese wärmebedürftigen Gemüsearten zu verlängern. Sämlinge und Jungpflanzen der frostempfindlichen Fruchtgemüse, zu denen auch Chili und Auberginen gehören, stehen zum Keimen ab Februar oder März in Töpfen an der warmen Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus. Ab April gedeihen sie auch in unbeheizten Gewächshäusern oder Frühbeeten. Hier sind sie vor leichtem Bodenfrost und Kälte geschützt. Auspflanzen kann man Tomaten, Paprika und Auberginen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Ein Frühbeet oder Gewächshaus ist aber auch erforderlich will man selbst Zucchini, Gurken, Melonen und Kürbisse vorkultivieren. Die Aussaat muss hier aber nicht schon im März erfolgen. Mitte April ist ausreichend, wenn die Pflanzen ins Freiland sollen. Gewächshaus-Gurken können selbstverständlich auch schon viel früher angebaut werden wenn das Gewächshaus entsprechend beheizt werden kann. Im Warmen vorkultiviert werden müssen übrigens auch Lauch, Sellerie, Kohlrabi oder Chinakohl. Auch sie vertragen insbesondere als Jungpflanzen keine Kälte. Geeignete Pflanzen, die Technik und das wann und wie wird im Gewächshaus-Ratgeber erklärt.

Verlängerung der Erntesaison

Blattsalate sind wesentlich kältetoleranter und können ohne weiteres schon ab April ins Freie. Ob Kopfsalat, Eisbergsalat oder Batavia, dennoch werden auch die Salatpflanzen vorgezogen. Sie haben dann einen Vorsprung gegenüber Pflanzen, die in die kalte Erde ausgesät wurden und können früher geerntet werden. Man kann Salate oft schon ab Februar im Frühbeet vorziehen, wie übrigen aus Asia-Salate. Insgesamt schaffen Frühbeete so eine längere Ernteperiode und eine größere Gemüseauswahl im eigenen Garten. Gemüseprofis können auch ihren Zuckermais oder Ihre Stangenbohnen im Garten verfrühen, indem sie sie 3 bis 6 Wochen vor dem eigentlichen Aussaattermin im Frühbeet vorkultivieren.
Ein gewichtiger Grund für die Vorkultur sind übrigens auch Schnecken. Sie fressen schneller als so manche Pflanze keimen kann, ganz besonders im Frühjahr, wenn es den ganzen Tag feucht und kalt ist. Auf Schneckenbefall achten muss man allerdings auch im Frühbeet und Gewächshaus. Geeignet für die Vorkultur sind alle Kohlarten, Fenchel, Petersilie und viele mehr.
Nicht geeignet für die Vorkultur im Topf und das spätere Umpflanzen sind die Tiefwurzler wie Möhren, Chicorée, Pastinaken oder Schwarzwurzeln. Sie können erst gesät werden wenn der Boden und die Luft warm genug sind.

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EHEC kommt aus Spanien und alles ist gut?

Der EHEC Verursacher war also nicht deutsches Gemüse und deutscher Salat – das ist gut! Sind jetzt wirklich alle beruhigt, weil die Überträger von EHEC Gurken aus spanischen Gewächshäusern sind? Wie betont wird, werden diese selbstverständlich nicht mit Gülle gedüngt. Interessiert dann nicht die Frage wie EHEC ins Gewächshaus gekommen ist – in den high-tech Gemüseanbau mit künstlichen Nährlösungen, also ohne organische Düngung beziehungsweise ohne Rinder? Die Ursache kann vermutlich nur noch verseuchtes Grundwasser sein, ob zur Bewässerung, für die Düngerlösung oder zum Waschen des Gemüses und das ist nicht beruhigend. Aus spanischen Gewächshäusern bezieht halb Europa 12 Monate pro Jahr Sommergemüse wie Tomaten, Gurken, Auberginen, Zucchini und Paprika. Die Wasserknappheit in Südspanien durch den intensiven Gemüsebau ist ein lange bekanntes Problem. Wird nun die dramatische Verschlechterung der Wasserqualität durch den Raubbau offenbar?

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