Heizung – energieeffizient und klimaneutral

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Intelligenter Einsatz regenerativer Energien

Seit Jahrzehnten wissen wir um die Endlichkeit der Erdölvorräte einerseits und um die Klimaerwärmung andererseits. Zwei große Probleme mit einer Ursache: Unser zu hoher Verbrauch fossiler Energieträger bedingt einen zu großen Ausstoß an Kohlendioxiden und damit an Treibhausgasen. Private Haushalte und hier insbesondere die Heizung und die Warmwasserbereitung hat einen großen Anteil von ungefähr 35 % daran.
Wind- und Wasserkraft, Solarenergie sowie Erdwärme können Strom und Wärme liefern ohne Treibhausgase zu produzieren. Um Treibhausgase zu reduzieren müssen regenerative Energien eingesetzt werden, wo immer dies technisch möglich und ökologisch sinnvoll ist. Doch könnte beispielsweise der Kampf um Windräder kaum erbitterter geführt werden. So sollte jedem klar sein, dass die Erzeugung von Strom wirklicher Luxus ist. Wo immer möglich sollte Strom nur dem unverzichtbaren beziehungsweise nicht ersetzbaren Verbrauch zufließen – der Mobilität und Elektrogeräten – und nicht etwa Heizungen.

Energieeffizient Heizen

Wärme für Heizungen lässt sich sehr einfach und effizient direkt gewinnen: durch Wärmepumpen, durch solarthermische-Anlagen oder durch Verbrennung. Heutige Brennwertechnik beziehungsweise die neue Generation der Brennwertkessel erreichen sehr hohe Wirkungsgrade von annähernd 100 % weil sie die Abwärme der Stromerzeugung nutzen. Ohnehin ist die Heizung und die Brauchwasserbereitung der einfachste Fall einer nachhaltigen und CO2-neutralen Energienutzung.
Der regenerative, weil nachwachsende und dadurch CO2-neutrale Rohstoff schlechthin und seit Menschengedenken ist Holz. Wald bedeckt über 30 % der Fläche Deutschlands und wird nachhaltig bewirtschaftet. Das heißt, dass die Waldfläche und die Bäume durch die Nutzung nicht weniger werden. Entnommen wird einerseits wertvolles Nutzholz für die Bauindustrie und den Möbelbau. Das Abfallholz wird zu Hackschnitzeln und Holzpellets. Andererseits wird Restholz bei der Waldpflege entnommen. Aus Restholz wird Brennholz.

Holzheizungen – Stand der Technik

Holzpellets aber auch Hackschnitzel und Scheitholz können mit modernster Brennwertechnik in Blockheizkraftwerken praktisch genauso wie Öl oder Gas verwendet werden.
Hackschnitzel-Anlagen sind meist in größeren Wohn- und Gewerbeeinheiten von Vorteil. Pelletheizungen sind die benutzerfreundlichste und ausgereifteste Technik beim Heizen mit Holz in Eigenheimen. Zusätzlich bietet sich die Kombination mit einer Solarthermieanlagen an, weil damit nicht nur Heizkosten gesenkt, sondern auch die jeweils jahreszeit- und wetterbedingt effizientere Heizung genutzt werden kann. Für die moderne Holzheizung und für die Solarthermieanlage werden der selbe Brauchwasserkessel und die selben Heizungspumpen verwendet. Energieeffizienz bei diesen Bauteilen der Heizungsanlage lohnt sich also doppelt. Optimierte Heizungsanlagen helfen ganz direkt beim Heizkosten sparen. Grund genug sich genau zu informieren und neue Heizungsanlagen auch hinsichtlich des EU-Energielabels zu vergleichen.

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.

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4 Antworten auf Heizung – energieeffizient und klimaneutral

  1. Joachim sagt:

    Hallo,

    wir sind vor kurzem auf einer Elektroheizung umgestiegen, da unsere Normale nicht mehr reichte, bzw. nicht groß genug war.
    Wir sind damit eigentlich ziemlich zufrieden.

  2. Heizung gher54 sagt:

    Ich sehe den alten Heizsysteme auch skeptisch entgegen. Ich plane seit knapp 2 Jahren ein Haus, welches eine Wärmepumpe hat. Das wird ja auch hier im Blog als gutes Heizsystem vorgeschlagen. Super! Wir haben selbst noch eine alte Ölheizung. Sind jetzt aber auf eine Wärmepumpe umgestiegen. Der Unterschied ist enorm.

  3. Norbert Voss sagt:

    Sehr schöner Artikel.

    Wir sind mittlerweile auch auf eine Hackschnitzel
    Heizung umgestiegen. Würde bei uns sonst auch Verschwendung gewesen.
    Bei uns fällt sehr viel verwertbares Material auf unserer Forstfläche an,
    dass wir bisher aber nicht wirklich nutzen konnten.

    Beste Grüße,
    Norbert

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