Kulinarisches und Exotisches aus dem Balkonkasten

Facebooktwitterrss

FruchtsalbeiAn  warmen Hauswänden oder auf dem Balkon wachsen viele dekorative, exotische, leckere und duftende Pflanzen aus aller Welt weit besser als im Garten. Beispielsweise die vielen Sorten von Duftgeranien und Fruchtsalbei (Bild rechts). Man kann sie erfolgreich vor Schneckenfraß schützen und besser gießen und düngen. Durch die geschützte Lage kann man ihren Anbau verfrühen und verspäten, weil Bodenfröste ausgeschlossen werden. Balkon- beziehungsweise Blumenkästen und Pflanzkübel können bei späten Frösten im Frühjahr und bei frühen im Herbst vorrübergehend  ins Haus geholt werden. Zu den Vorteilen der Balkongärtnerei zählt aber auch, dass Dekoratives dem Betrachter viel näher und Leckeres auch bei Regenwetter leicht zu ernten ist.

Eiskraut

EiskrautEiskraut ist ein vielversprechender Name für eine Salatpflanze. Eiskraut ist eine Wüstenpflanze und stammt aus Südafrika. Es wird an sonnigen, heißen Küsten angebaut und gedeiht in unseren Gärten nicht sehr gut. Das Eiskraut ist ein Verwandter der hübschen Mittagsblumen und wie diese dickfleischig also wasserspeichernd.  Deswegen ist es für sonnige Balkonkästen bestens geeignet. Die dicken, zarten Blätter des Eiskrauts sind knackig und erfrischend. Sie sind leicht salzig und angenehm säuerlich im Geschmack.

Eiskraut lässt sich mit etwas Sorgfalt im Frühjahr aus den winzigen Samen vorziehen und in Balkonkästen anpflanzen. Es braucht zum Wachstum dennoch regelmäßig Wasser. Geerntet werden kann es ab Juli und dann den ganzen Sommer hindurch.

Am Besten schmeckt diese exotische Salatspezialität als Rohkost. Daneben sind die Triebspitzen eine sehr hübsche Dekoration auf kalten Platten aller Art.


Honigmelonen

HonigmelonenIn unserem Klima ist der Freiland-Anbau von Melonen schwierig, denn diese Kürbisgewächse sind sehr wärmebedürftig. Zur Reife im Juli und August ist Trockenheit und viel Sonne besonders wichtig. Charentais-Melonen gedeihen bestens an der sonnigen Hauswand oder auf dem Südbalkon in großen Pflanzkübeln. Die Melonen ranken wie Kürbisse, sind aber nicht so starkwüchsig. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennt man am intensiven Melonenduft.

Die französische Charentais-Melone ist die vielleicht aromatischste Honigmelone auf unseren Märkten. Das Fruchtfleisch ist orange gefärbt, sehr saftig, süß und lecker. Eine Charentais-Melone wiegt 0,5 bis 1,5 Kilogramm. Die Größe macht keinen Qualitätsunterschied aus. Vielmehr entstehen die großen Melonen an Pflanzen, die wenige Früchte ausbilden, die kleinen Melonen an Pflanzen mit vielen Früchten. Größere Pflanzgefäße sind für Melonen aber in jedem Fall erforderlich.

Facebooktwitterlinkedinmail

Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.
Dieser Beitrag wurde unter Garten abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Kulinarisches und Exotisches aus dem Balkonkasten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.