Rettet den Regenwald!

RegenwaldDie Zerstörung des Regenwaldes in Südamerika ist eines der größten ökologischen Probleme unserer Zeit. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlicher Natur. Zum einen steigt der Bedarf an landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere für die Zucht von Rindern. Zum anderen wachsen in den brasilianischen Regenwälder Holzarten, die auf dem europäischen und asiatischen Markt sehr begehrt sind. Außerdem fallen große Teile des Urwaldes dem Abbau von wichtigen Rohstoffen wie Gold, Bauxit, Kupfer und Nickel zum Opfer. Unabhängig von den Gründen für die Abholzung hat diese aber katastrophale Folgen für den ganzen Planeten. Daher fragen sich immer mehr Menschen hierzulande, welchen Beitrag sie selbst zum Schutz des Regenwaldes leisten können.

Gebrauchtes Holz für besondere Möbel

Wer auf Tropenholz wie Teak oder Mahagoni verzichtet, trägt natürlich dazu bei, die Abholzung der Regenwälder nicht weiter zu fördern. Gerade im Bereich von Möbelholz gibt es hierzulande großartige Alternativen, die den Edelhölzern aus Südamerika in Sachen Qualität und Schönheit in nichts nachstehen. Dabei kristallisiert sich seit einigen Jahren ein besonderer Trend zu gebrauchtem Holz heraus. Möbel aus gebrauchtem Fichtenholz sind daher nicht nur besonders nachhaltig, sondern überzeugen auch durch eine spezielle Optik. Diese stylischen Trendmöbel verschönern nicht nur das eigene Zuhause, sondern unterstützen auch das Prinzip der Nachhaltigkeit auf besondere Weise. Denn die Nutzung von gebrauchtem Holz schont sowohl den Regenwald in Südamerika als auch die einheimischen Wälder.

Augen auf bei der Grillkohle

Die Temperaturen werden langsam höher und die Lust zu grillen, steigt. Doch aufgepasst! Auch eigentlich unverdächtig wirkende Produkte wie Grillkohle enthalten häufig Tropenholz. Die Deutschen verbrennen pro Jahr etwa 250.000 Tonnen Holzkohle. Ein wesentlicher Anteil davon kommt aus Nigeria und Paraguay, also Ländern mit viel Regenwald. Über 60 Prozent dieser Produkte enthalten Kohle aus illegal gewonnenem Holz, darunter auch Tropenholz. Leider sind auch die Kennzeichnungen nicht immer verlässlich. Obwohl etliche Produkte mit dem Hinweis „kein Tropenholz“ versehen sind, wurden in aufwendigen Analysen trotzdem Tropenhölzer entdeckt. Ein Problem sind auch die fehlenden Einfuhrbestimmungen. Zwar regelt die Europäische Holzhandelsverordnung die Einfuhr von Holz, allerdings sind Briketts und Grillkohle von dieser nicht gedeckt und unterliegen daher keinen gesetzlichen Bestimmungen. Daher fehlen häufig Angaben zu der Herkunft des verwendeten Holzes. Doch es gibt umweltfreundliche Alternativen. Auf dem Markt finden sich Produkte aus Maisspindeln, Olivenkernen oder Weinreben. Diese eignen sich als Grillkohleersatz hervorragend und haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie keine langen Transportwege benötigen.

Bewusster Fleischkonsum

Wer umweltfreundlich grillen möchte, sollte natürlich auch bei der Auswahl des Grillguts Vorsicht walten lassen. Denn vieles, was sich die Deutschen gerne auf den Grill legen, ist unter Umweltschutzaspekten alles andere als unbedenklich. Die ethische Problematik von Massentierhaltung ist den meisten Menschen bekannt. Jedoch wissen viele nicht um den Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und der Abholzung des Regenwaldes. Bei der industriellen Produktion von Fleisch ist Soja eines der beliebtesten Futtermittel. Die Anbauflächen von Soja finden sich vor allem in Brasilien. Wesentliche Teile der landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen Sojabohnen angebaut werden, waren vorher von Regenwald bedeckt. Fleisch zu essen ist eine persönliche Entscheidung, die nicht mit der Moralkeule angegriffen werden darf. Fleisch ist aber nicht gleich Fleisch. Wer auf den Genuss eines guten Steaks nicht verzichten möchte, hat allerdings mittlerweile genügend Alternativen, hochwertiges Fleisch von regionalen Erzeugern zu erwerben. Natürlich sind diese Produkte hochpreisiger. Allerdings entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, wenn Grillstationen für 2.000 Euro gekauft werden und darauf das Billigfleisch vom Discounter brutzelt.

Fazit

Jeder kann auf seine Art einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die rasante Abholzung der Regenwälder gestoppt wird. Jede Kaufentscheidung ist ein persönliches Statement und die Nachfrage bestimmt das Angebot. Natürlich wirken Veränderungen des Einkaufsverhaltens nicht sofort, aber sie wirken. Daher sollte sich jeder seiner Macht als Konsument bewusst sein und im Sinne der Umwelt handeln.

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Was Essen?

“Was sollen wir nach dem Dioxin-Skandal noch essen” fragen viele Leute. Ganz normal – aber von ausgewählten Quellen und mit Bedacht!

Regional kaufen
Brot vom Bäcker, Obst und Gemüse, Eier und Fleisch vom Bauernhof? Leider ist das vielerorts gar nicht möglich. Zu bevorzugen sind dennoch die regionalen Produkte. Bei Eiern und Fleisch sollte es allerdings Bio sein, denn hier bedeutet Bioqualität weit mehr als das Weglassen von unerwünschten Stoffen. Es handelt sich um andere Vorrausetzungen bei der Zusammenstellung des Tierfutters, um eine andere Form der Tierhaltung und vielmals um andere, gesündere Tierrassen.
Milchprodukte aus der Region zu finden ist angesichts der unglaublich niedrigen Milchpreise, die in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Milchbauern und kleine Milchwerke zum Aufgeben gezwungen haben, inzwischen schwierig geworden. Bio-Milch wird den Bauern um wenige Cent besser bezahlt, aber auch nur, wenn das Milchwerk eine regionale Marke herstellt, die Milch dafür nicht von zu weit her kommt. Discounter-Bio-Milch löst das Problem zu niedriger Erzeugerpreise nicht. Auch hier geraten Bauern unter Preisdruck und den ökonomischen Zwang zu immer größerer Produktivität, immer minderwertigeren Futtermitteln und immer rationellerer Tierhaltung.
Dazu auch: Absurde Nahrungsmittelproduktion

Fleisch fürs Aroma
Es muss nicht immer ein ganzes Schnitzel oder ein riesiges Steak sein. Kleine Mengen von gutem Fleisch, beim Metzger nebenan frisch gekauft, werten Schmor- und Pfannengerichte auf, bringen Geschmack in Eintöpfe und Suppen und sind vollkommen ausreichend für authentische internationale Spezialitäten. Übrigens schmecken viele Gerichte auch mit scharf angebratenem und gewürztem Tofu oder mit Pilzen aromatisch. Aus Soja gibt es außerdem sogenanntes Sojafleisch, das in Gemüsebrühe eingeweicht wie Hackfleisch verwendet werden kann, beispielsweise für Bolognese, Moussaka oder Chili. Sojafleisch sollte der eigenen Gesundheit und der Natur zuliebe aus biologischem Anbau stammen, damit die verwendeten Sojabohnen garantiert nicht transgen (genetisch verändert) sind.

Versteckt!
Wer selbst kocht und bewusst einkauft, der vermeidet weitgehend den ungewollten Konsum von Eipulver, Milchpulver oder Fetten unbekannter Herkunft und Qualität. Diese Billig-Zutaten stecken ansonsten in den meisten Backwaren und Fertiggerichten, in Müsli- und Energieriegeln, in Eiscremes und Saucen.

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