Corona-Krise und Selbstversorgung – Paprika, Chili, Aubergine

Aus wenig viel machen

Chili in allen Farben
Chili in allen Farben

Das neuartige Corona-Virus könnte unseren Alltag noch lange beeinflussen und einschränken. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist nur eine Seite der Krise. Eine andere Seite ist, die Freizeit zu gestalten, sinnvolle Tätigkeiten zu finden und Spaß in den Tag zu bringen. Die Aussaat und die Pflege von Pflanzen bietet  Möglichkeiten, die mit ganz einfachen Mitteln durchgeführt werden können. Die Jahreszeit ist von nun an günstig.

Etwas Blumenerde ist von Vorteil, doch die Anzucht starten können sie mit kleinen Mengen an Erde in beliebigen Arten von Gefäßen oder Töpfen. Nach dem Auskeimen, nach Wochen können sie die Pflanzen immer noch in größere Töpfe umpflanzen.

Weiterlesen →

Selbstversorgung in der Corona-Krise – Tomaten

Wider dem Dosenfutter!

Vielfalt der Tomatensorten
Tomatenvielfalt

Covid 19 hat uns fest im Griff und wir Deutschen greifen in der Krise zur Nudel beziehungsweise zu Spaghetti und zu Tomaten aus der Dose. Haltbar, billig und schnell. Die Zeit, in der niemand mehr seine Konserven sehen oder essen will, wird kommen. Tomaten haben mehr zu bieten als Dosen-Sugo zu sein. Sie sind sehr unterschiedlich in Aroma, Größe, Süße, Festigkeit oder Saftigkeit und im Aussehen, in ihrer Form und ihrer Farbe. Und sie sind ganz hervorragend zu vielen Gerichten und Zubereitungen, frisch als Salat, zu Butterbrot,  in Gemüseeintöpfen, auf die Pizza und in allerlei Schnellgerichten. Frisch auf den Tisch oder haltbar gemacht schmecken eigene Tomaten aus dem Garten aromatisch und süß und viel besser als gekaufte Konserven.

Weiterlesen →

Selbstversorgung in der Corona-Krise

Senfspinat oder Blattsenf
Begehrtes erstes Grün für die frische Küche

In Zeiten von Corona-Krise und Hamsterkäufen, angesichts leerer Regale in Supermärkten und geschlossener Restaurants, sind Improvisation und die eigene Küche gefragt. Gesundes, frisches Essen, um selbst gesund zu bleiben oder zu werden, ist zu Ausgang des Winters jedes Jahr ein Herausforderung. Ob Corona- oder Grippeviren, Dosenfutter hilft hier nicht weiter. Wir alle warten auf vitalisierenden Spargel und vitaminreiche Erdbeeren, auf knackigen Freilandsalat und die aromatischen Fruchtgemüse des Sommers. Bereits jetzt hilft ein Balkon, ein Blumenfenster und sowieso jeder Garten. Sie bieten gute Möglichkeiten zur schnellen Selbstversorgung.

Weiterlesen →

Holunderschwamm

Judasohr, Holunderschwamm, Mu-Err-Pilz

dieser Pilz wächst auch im Winter… und hält Frost aus…

Gefrorene Judasohren

Mehr zum Holunderschwamm hier

Buchtipp: Speisepilze selbst anbauen – für drinnen und draußen

BLV-Verlag München, 112 Seiten, über 120 Farbfotos und Illustrationen, 15 Euro, ISBN 978-3-8354-1805-9

Weiterlesen →

Von Apfelsine bis Zitrone – Zitruspflanzen im Blumenkübel pflegen

Es grünt und blüht zur Winterzeit

Zitruspflanzen sind immergrün. Sie blühen und fruchten zu jeder Jahreszeit

Zitrusfrüchte sind saftige gesunde Vitaminspender und alle unterschiedlichen Sorten verströmen ihren eigenen wundervollen Duft, der sowohl von ihren Blüten als auch von ihren bunten Früchten ausgeht. Orangen und Mandarinen, Clementinen und Satsumas, gehören in unseren Breiten zum Saisonobst des Winters. Die Saisonalität ist allerdings nicht naturgegeben sondern ihren heutigen Anbaugebieten im Süden Europas geschuldet. Von Spanien über Italien bis Griechenland werden vor allem Winterorangen produziert. Eigentlich gibt es auch im Sommer Orangen und sowieso Zitronen und Mandarinen. Das liegt an einigen Besonderheiten der Zitruspflanzen und Zitrusfrüchte, welche sie zu den Lieblingspflanzen in den frühen Gewächshäusern und Wintergärten machte. Für die duftenden Apfelsinen und Pomeranzen wurden damals im 17. und 18. Jahrhundert in unseren Breiten die so genannten Orangerien gebaut. Auch damals schon wurden immergrüne und winterblühende Pflanzen, die bei uns nicht winterfest sind, in Blumenkübeln kultiviert.

Weiterlesen →

Die Kakipflaume oder Sharonfrucht – neues Obst für unsere Gärten

Tropische Früchte aus dem eigenen Garten

Biologisch in Deutschland angebaute Kakis
Die Kaki-Frucht kann man in Deutschland schon seit Jahrzehnten kaufen, zunächst in Delikatess-Geschäften, dann in ganz normalen Supermärkten und heute in Bioläden. Ich vermute, dass Kakis, die auch unter dem Namen Sharonfrucht vermarktet werden, bald auch aus deutschem Anbau erhältlich sein werden. Das international als Persimone (engl. persimmon), bei uns auch als Kakipflaume oder Dattelfeige bezeichnete Obst, stammt ursprünglich aus Japan und China. Seit einigen Jahren wächst ein Kakibaum in meinem Garten heran. Er ist frosthart und trägt jedes Jahr ein paar Früchte. Dieses Jahr ist die Ernte so groß wie bei einer Apfelernte.

Weiterlesen →

Grüner Daumen: Wie Zimmerpflanzen das Raumklima verbessern

copyright: unsplashEs herrscht mal wieder dicke Luft im Büro oder daheim? Daran muss nicht zwingend ein Streit schuld sein. In vielen Büroräumen und Wohnungen herrscht ständig sprichwörtlich schlechte Luft. Ausgelöst durch eine mangelnde Luftzirkulation oder zu viel Staub und Bakterien in der Atemluft kann das Raumklima krankmachen. Freigesetzte Gift- und Geruchsstoffe aus neuen Möbeln, Teppichen oder Elektrogeräten sorgen ebenfalls für dicke Luft und sind ernstzunehmende Krankheitsgefahren.
Oftmals wissen betroffene Personen sich nur mit technischen Hilfsmitteln zu helfen. Eine unterschätzte Wunderwaffe für bessere Raumluft in den eigenen vier Wänden sind Zimmerpflanzen.

Gefährliche Giftstoffe in der Atemluft

Wer in bestimmten Innenräumen wiederholt über Kopfschmerzen, brennenden Augen oder Husten klagt, ist wohl möglich einer erhöhten Konzentration von Schadstoffen in der Luft ausgesetzt. Die Liste möglicher Giftstoffe in der Luft ist lang, dazu zählen eine ganze Reihe von sogenannten flüchtige organische Verbindungen (VOC).
Im Alltag sind es vor allem Benzol, Ethylen und Formaldehyd, die für die anfangs genannten Symptome verantwortlich sind. Der Einsatz der Stoffe ist weit verbreitet. So findet sich Formaldehyd in Teppichen, Klebemitteln und Kunststoffprodukten. In erhöhter Konzentration ist diese VOC krebserregend. In geringer Konzentration kann Formaldehyd in der Raumluft Kopfschmerzen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit auslösen.

Schlechte Raumluft macht krank

Die Gesundheitsgefahren, die von schlechter Raumluft ausgehen, beschäftigen inzwischen ganze Wissenschaftszweige. Es gibt sogar einen eigenen Fachbegriff für Symptome, die durch ein ungesundes Raumklima ausgelöst werden – das “Sick-Building-Syndrom”.
Die im deutschsprachigen Raum als “Gebäude-Krankheit” bezeichneten Beschwerden werden bei längeren Aufenthalten in Räumen mit schlechter Atemluft ausgelöst. Umfangreiche Studien zu diesem Thema haben herausgefunden, dass Zimmerpflanzen das Raumklima maßgeblich beeinflussen können.

Die unbekannte Wunderwaffe Zimmerpflanze

Es ist hinlänglich bekannt, das aus Pflanzen heilende Öle gewonnen werden. Auch die luftreinigende Wirkung von Zimmerpflanzen dürfte nicht überraschen. Schon die NASA hat in den 1980er Jahren Experimente mit Pflanzen durchgeführt und deren positive Wirkung auf das Raumklima propagiert. Sie stellen eine natürliche und ressourcenschonende Alternative zu technischen Geräten zur Luftreinigung dar.
Zimmerpflanzen sind nicht nur in der Lage, Kohlendioxid in der Luft in Sauerstoff zu verwandeln. Bestimmte Grünpflanzen können darüber hinaus auch Giftstoffe in geringer Konzentration filtern. So können Efeu oder der Drachenbaum VOCs wie Formaldehyd oder Xylol aus der Atemluft filtern. Das kann bereits ausreichen um Beschwerden zu minieren. Darüber hinaus verbessern Zimmerpflanzen das Ambiente eines Raumes und sorgen für einen größeren Wohlfühleffekt in Wohn- und Arbeitsräumen.

Folgende Pflanzen eignen sich sehr gut für die Verbesserung der Luftqualität:
• Aloe Vera
• Gemeiner Efeu
• Drachenbaum
• Gerbera
• Efeutute
• Grünlilie
• Jasmin

Die natürlichen Grenzen der Zimmerpflanzen

Für Wohn- und kleine Arbeitsräume sind Grünpflanzen eine gute Möglichkeit zur Verbesserung des Raumklimas. Der Wirkungsgrad der natürlichen Luftreiniger ist jedoch begrenzt. In größeren Räumen wäre gar nicht genug Platz für so viele Zimmerpflanzen um die Luft ausreichend zu reinigen. Hier stellen Zimmerpflanzen keine geeignete oder alleinige Alternative zu technischen Hilfsmitteln dar.
Professionelle Luftreiniger filtern nicht nur Giftstoffe aus der Luft. Sie reinigen die Raumluft auch von Staub, Bakterien und anderen Krankheitserregern. Eine regelmäßige Wartung und der Austausch der Filter sind obligatorisch. Darüber hinaus ist das regelmäßige – mindestens zwei Mal pro Tag – Durchlüften von Wohn- und Arbeitsräumen empfehlenswert.

Weiterlesen →

Gartengestaltung und Finanzierung: Das müssen Sie wissen

Gartenplanung und GartenfinanzierungEin ansprechend gestalteter Garten wertet Ihre Immobilie auf und ist nicht zuletzt ein fester Bestandteil für das schöne Wohnen. Doch ein Garten will auch finanziert sein. Welche Möglichkeiten es für Rasen, Pflanzen und Co. gibt und wie eine Finanzierung funktionieren kann, erfahren Sie hier.

Grüne Welle: So gelingt eine harmonische Gartengestaltung

Ob Sie mehrere hundert Quadratmeter oder einen kleinen Reihenhausgarten Ihr Eigen nennen: Die Gestaltung nimmt Zeit und Geld in Anspruch. Beispiel Rasen: Ohne kommt kein Garten aus. Grundsätzlich gibt es die Wahl zwischen Saat und Rollrasen. Gesäter Rasen ist preisgünstiger, jedoch sollte der Pflegeaufwand nicht unterschätzt werden. Zudem dauert es einige Wochen, mitunter Monate, bis der Rasen betreten werden kann. Rollrasen ist dagegen “nutzerfertig” – dafür aber auch teurer. Auch bei Pflanzen ist die Preisspanne erheblich. Einheimische Gewächse sind vergleichsweise günstig zu haben. Exotische Pflanzen hingegen kosten mehr – sowohl mehr Geld als auch Zeit. Wenn Sie sich für Obstbäume und -sträucher entscheiden, können Sie sich auf eine eigene Ernte freuen, müssen diese allerdings auch vornehmen. Auch ein Teich kann ein Hort für Wasserpflanzen und Tiere sein. Er lässt sich mit viel Grün umgeben und wertet Ihren Garten immens auf. Mit vergleichsweise wenig Aufwand kann selbst ein kleinerer Garten mit einem Teich ausgestattet werden. Mit einer Portion handwerklichem Geschick lässt er sich sogar in Eigenarbeit bauen. Das spart wiederum eine Menge Geld.

Gartenzaun und Co.

Eine Begrenzung schützt den Garten vor neugierigen Blicken und ungebetenen Gästen. Zugleich ist sie auch ein optisches Element. Sie können einen Zaun aufstellen oder eine Hecke pflanzen. Eine Hecke benötigt jedoch Zeit zum Wachsen. Entscheiden Sie sich für einen Zaun, haben Sie zahlreiche Möglichkeiten. Ein klassischer Holzzaun wirkt rustikal und ist zum Beispiel für einen bunten Bauerngarten eine optimale Wahl. Zäune aus Metall lassen sich in beliebigen Farben streichen und sind sehr robust und langlebig. Eine interessante Alternative ist eine Steinmauer. Alle Varianten lassen sich sowohl hoch als auch niedrig aufstellen. So können sie beispielsweise Beete voneinander trennen oder den Garten komplett abgrenzen.

Sitzgelegenheiten im Garten

Eine Terrasse ist für viele Gärten obligatorisch. Dort kann eine Sitzgruppe sowie Pflanzen und Blumen aufgestellt werden. Auf die Rasenfläche lässt sich auch ein Pavillon aufstellen, der im Sommer willkommenen Schatten spendet und bei Regen Schutz bietet. Auch für Festlichkeiten wie Grillpartys ist ein Pavillon ein beliebter Aufenthaltsort.

Den Garten finanzieren

Ob Sie sich für eine reduzierte Gestaltung entscheiden oder eine opulente Bepflanzung bevorzugen: vielen ist es nicht möglich, die Ausstattung des Gartens mal eben aus der Portokasse zu bezahlen. Lohnen kann es sich trotzdem – schließlich steigert dies den Wert Ihres Hauses. Ein Kredit ist eine interessante Möglichkeit, schnell an das benötige Bargeld zu kommen. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter zum Teil erheblich voneinander. Kredite online zu vergleichen ist daher der erste Schritt, auch bei vergleichsweise kleinen Summen. Ein Richtwert: Planung und Gestaltung des Gartens kosten zwischen zwölf und 18 Prozent der Bausumme. Wenn es um die Umgestaltung geht, sind die Summen niedriger, vor allem, wenn man auf Eigenleistung setzt.

Weiterlesen →

Verdichtung und Steingärten oder wie wir uns selbst die Luft nehmen

Grün weicht Beton – überall

Wohnraumknappheit in Städten und Vororten. Aber auch 6-Zimmer Wohnungen und 250 qm Häuser für Alleinstehende sind keine Seltenheit und dabei oft schwer zu vermieten oder zu verkaufen. Warum eigentlich fördert man nicht den Umbau solch großer Wohneinheiten zu kleineren, zeitgemäßen für die Single-Gesellschaft? Auch das wäre dann bezahlbarer Wohnraum. Aber nein, viel lieber baut man neu, in jede noch so kleine Lücke in Stadt und Land. Verdichtung nennt sich das und die Volksmeinung lautet: Verdichtung ist gut, Baulücken sind schlecht. Warum eigentlich? Wenn das Zubauen der Baulücken uns davor bewahren könnte, dass immer mehr Natur neuen Siedlungen weichen muss, dann würde ich das auch so sehen. Aber es passiert beides. Neubaugebiete und Verdichtung. Neue Straßen zur Erschließung, neue Betonwände und Asphaltdecken und dann Kiesgärten mit Gabionenzaun rund ums neue Eigenheim. Vorher war es hier grün, allerlei Vogelarten und Kleinsäuger fingen hier Insekten, die wiederum auf Blütenpflanzen ihre Nahrung fanden… Das ist dann alles vorbei. Vorbei mit Blütenpflanzen und Früchten und vorbei mit Tieren, die davon leben. Vorbei zu sein scheint aber auch die Idee der Bauerngärten, der Blütenparadiese, der Obst- und Rosengärten von Hausbesitzern…

Gepflasterte Vorgärten und Hitze

Gabbionen sind große Bruchsteine, die in Drahtgittern zusammengehalten werde. Sie sind an stark befahrenen Straßen willkommener Lärmschutz. Sie dienen als Stützwände und Uferbefestigung. Doch inzwischen werden sie allerorts in Vororten und Dörfern als Gartenzaun verwendet. Damit alles schön ordentlich aussieht und vor allem pflegeleicht ist – ja keine Arbeit mit Unkraut jäten und Hecken schneiden entsteht. Warum bitte braucht man dann einen Garten? Und warum darf man das? In vielen Städten darf man schon lange keine Grundstück mehr bebauen ohne für die vollständige Versickerung des Regenwassers auf dem eigenen Grundstück zu sorgen. Weil die Flächenversiegelung überhand nimmt und keine Kanalisation bei Starkregen soviel Abflusswasser verkraften kann. Offen gelassene Flächen zur Versickerung sind bitter nötig. Doch was ist mit Hitzeperioden und Dürre? Warum darf noch immer jeder seinen Garten leblos gestalten? Flächendeckend Steine und Beton sind in jeder Form und Ausdehnung erlaubt, solange sie Fugen oder Löcher für die Versickerung haben. Doch wenn nichts versickert, weil es nicht regnet, dann heizt sich das auf und schneidet zusätzlich die Luftzufuhr ab. Längst ist das aus allen großen Städten der Welt bekannt. Die Temperaturen liegen hier oft 10 ° über denen des Umlandes!

Warum sind leblose Gärten erlaubt?

Man könnte sagen, die Leute sind selber schuld, wenn sie rund um ihr Eigenheim Steine und Beton statt Pflanzen beherbergen. Doch sie machen das Kleinklima auch für ihre Umgebung unangenehm. Die Versiegelung und Verdichtung, der Naturverbrauch und die Vernichtung von Pflanzen inklusive blühendem Unkraut schadet allen. Der Steingartenbesitzer mit leblosem, undurchdringlichem Zaun hat wahrscheinlich sogar eine Klimaanlage. Der Nachbar mit Grünfläche, Hecke und Bäumen im Garten aber nicht. Auch der Erbauer eines begrünten Daches und einer grünen Fassade in der Stadt hat keine stromfressende Klimaanlage. Doch die Pflanzen seiner ökologischen Isolierung leiden mit unter den Hitze abstrahlenden Betonfassaden der Nachbarschaft. Gießen und neu pflanzen muss nur derjenige, der Leben fördert. Es ist wie immer –  die einen verbrauchen rücksichtslos, die anderen bezahlen dafür mit.

Weiterlesen →

Gärtnern bei Trockenheit

Trockenheit

Wenn der Regen lange ausbleibt, hilft Gärtnern und Landwirten nur noch Bewässerung. Die Aussaat von Gemüse und einjährigen Kulturen ist ohne Feuchtigkeit im Boden vollkommen sinnlos. Und auch die Sonne liebenden Fruchtgemüse werfen bei allzu großer Hitze und Dürre zunächst ihre Blüten und dann ihre Früchte ab. Jedoch ist mit der Gießkanne oder dem Bewässerungsschlauch allein gegen eine derartig lang anhaltende Dürreperiode wie in diesem Jahr nur schwer anzukommen. Weitere Maßnahmen müssen her.

Wassersparender Umgang mit dem Boden

Hacken
Bodenkrume oberflächlich lockern

Bei Trockenheit mit starkem Wind trocknet die Bodenkrume sehr schnell aus. Tiefes Umgraben oder Pflügen sollte nun absolut vermieden werden, damit die Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten länger erhalten bleibt. Andererseits ist es wichtig die Oberfläche locker zu halten. Das Hacken des Oberbodens bricht die Kapillarwirkung und fungiert als Mulchschicht. Das heißt, der Aufstieg von Wasser an die Oberfläche und damit die Verdunstung kann durch flaches Hacken vermindert werden. Ein lockerer Oberboden ist auch wichtig, damit das Bewässerungswasser oder der irgendwann zu erwartende Regen besser eindringen kann und nicht oberflächlich abläuft. An Hängen ist eine leichte Terrassierung vorteilhaft, um einzelne Pflanzen herum eine Vertiefung und ein Erdwall, damit man gezielter gießen kann.

Beikraut ist jetzt zu viel

Im trockenen Süden ist es weitverbreitet üblich, Olivenplantagen oder Weinberge nur im Winter zu begrünen, im Sommer aber abweiden zu lassen und brach liegen zu lassen. Das hat mit den begrenzten Wasservorräten im Boden zu tun, mit der Wasserkonkurrenz. Hinzu kommt, dass vertrocknetes Gestrüpp leicht entzündlich ist und sich auf diese Weise Buschbrände rasch ausbreiten können. Auch bei uns wird man Obstbäumen einen Baumring frei halten. Man sollte zumindest das Gras Abmähen und wenn möglich Mulchen. In  Gemüsekulturen sollte man jetzt ebenfalls das Unkraut hacken und dann als schützende Mulchschicht auf der Bodenoberfläche vertrocknen lassen. Unkräuter wachsen bei Dürre ansonsten viel schneller als die meisten Gemüsepflanzen und schlucken das Gießwasser.

Rasen und Wiese schonen

Viele Gräser hören auf zu wachsen, wenn es trocken wird. So schonen sie ihre Reserven. Diese Gräser speichern ihre Nährstoffe in den unteren Halmabschnitten. Werden sie zu oft zu tief abgemäht (oder abgeweidet) dann steigt die Gefahr des Absterbens, insbesondere bei lang anhaltender Dürre. Die typischen Rasen- und Wiesenunkräuter wie Sauerampfer, Löwenzahn, Disteln, Hahnenfuß oder Wiesenkerbel aber auch Klee, Wegerich und viele andere haben tiefer reichende Wurzeln als die Gräser und sind sehr trockentolerant. Sie profitieren vom Absterben der Gräser und können sich stark ausbreiten. Bei Dürre ist es also wichtig den Rasen nicht zu tief und nicht zu oft zu mähen, damit die Wurzelunkräuter nicht zu sehr überhand nehmen.

Weiter mit: Richtig Gießen

Verwandte Beiträge: %RELATEDPOSTS%


Weiterlesen →