Die Maibeere

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Maibeeren – erste Früchte der Saison

MaibeerenDie Maibeere liefert das erste frische Obst der Saison aus dem eigenen Garten – noch vor den Erdbeeren. Maibeeren sind ab Anfang Mai erntereif. Die Maibeere trägt den botanischen Namen Lonicera caerulea. Der absolut winterharte Kleinstrauch stammt aus Ostsibirien. Eine Verwandte der Maibeere ist das Geißblatt. Die Maibeere blüht im März mit unscheinbaren hellgelben Blüten, die über viele Wochen erscheinen. Frost während der Blüte verträgt der Strauch problemlos. Die Blüten duften leicht und sind bei Hummeln und Wildbienen zu dieser frühen Jahreszeit besonders beliebt. Die Maibeere ist damit auch ein Beitrag zum Schutz von Bienen und Hummeln. Zwei Monate nach der Blüte werden die kleinen dunkelblauen Beeren bereits reif. Sie schmecken gut und erinnern im Aussehen und im Geschmack an die Kulturheidelbeere, wie übrigens der ganze Strauch und die Blüten. Die Maibeere ist im Inneren durchgefärbt wie die wild wachsende einheimische Heidelbeere und anders als die Kulturheidelbeere. Maibeeren enthalten viel Vitamin C. Die dunkelblaue Farbe der Beeren zeigt den hohen Gehalt der gesundheitsfördernden Polyphenole. Diese Inhaltstoffe machen die Frucht in Japan, woher auch der Name Haskap-Beere stammt, zu einem traditionellen Heilmittel. In der westlichen Medizin rücken sie als Antioxidantien, Entzündungs- und Krebshemmer in den Fokus.

Kleine aber feine Beerenernte

Ungefähr zwei Monate lang können immer wieder Maibeeren genascht werden. Maibeeren sind nur 1 bis 2 cm lang und schmal sowie unregelmäßig geformt. Die Erträge der sibirischen Blaubeeren sind leider gering. Das Wachstum des Strauches ist langsam. Dafür ist Lonicera caerulea oder L. caerulea kamtschatica sehr unempfindlich und braucht praktische keine Pflege, keine Düngung und keinen Schnitt. Den Wurzelbereich sollte man jedoch offenhalten, hohes Gras und Gestrüpp ringsherum entfernen, damit die in den Anfangsjahren kleinen Sträucher nicht überwuchert werden. Später erreicht die Maibeere eine Höhe und Breite von 1, 5 Metern. Die Sträucher gedeihen, ganz anders als Heidelbeeren, auch auf neutralen bis alkalischen sowie eher trockenen Böden. Ein Bodenaustausch vor der Pflanzung ist nicht erforderlich, ebenso wenig das Gießen im Sommer. Krankheiten und Schädlinge sind nicht von Bedeutung. Zur besseren Befruchtung sollten mindestens zwei Sträucher unterschiedlicher Maibeerensorten nebeneinander gepflanzt werden.

Ein Problem der Maibeere in unseren Breiten ist, dass bei zu warmer Witterung im Herbst die Blüte bereits zu Beginn des Winters einsetzen kann. Doch selbst dann ist die nächste Ernte nicht verloren, die Maibeere bildet einfach neue Blüten.

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4 Gedanken zu “Die Maibeere”

  1. Hallo Steffi,
    unsere Maibeeren sind erst ab Ende Mai, viel mehr sogar ab Anfang Juni zu ernten. Ich hätte allerdings auch gerne Anfang Mai schon gerne was Süßes zum Naschen. Kannst du mir vielleicht doch nen Tipp gegebn, wie ich das hinbekomme? Kann ich da mit etwas Düngen doch was bewegen?

    LG

    Frank

    1. Die Blütezeit und die Ernte ist vom lokalen Klima abhängig. Bei mir klappt das mit dem Mai, allerdings dieses Jahr z.B. auch sehr verspätet aber immer noch viele Wochen vor den Erdbeeren. LG

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