Weg mit dem Plastikmüll – Wege und Alternativen

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Umweltfreundliche Verpackungen Kunststoffverpackungen aller Art sammeln sich seit Jahrzehnten in den Weltmeeren. Schätzungen zufolge wird es 2050 mehr Plastik in den Ozeanen geben als Fische. Deutschland ist in großem Maße mitverantwortlich an diesem Müllaufkommen. In Europa ist das Land Spitzenreiter – mit 213 Kilogramm Verpackungsmüll pro Person und Jahr. Costa Rica dagegen plant, bis 2021 plastikfrei zu werden. Privatpersonen und Unternehmen können auch hierzulande einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Einwegprodukte überschwemmen den Markt

In den letzten Jahren hat das Müllaufkommen in Deutschland rapide zugenommen, insbesondere durch den Internetversandhandel sowie die vielzähligen Speisen und Getränke zum Mitnehmen. Für den beliebten „Coffee-to-go“ werden 2,8 Milliarden Becher pro Jahr produziert. Das entspricht 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 11.000 Tonnen Kunststoff. Und genau aufgrund dieses Plastikanteils lassen sich die Kaffeebecher nicht recyceln. Eine geeignete Alternative sind Mehrwegkaffeebecher.

Seit 2016 gibt es in den Supermärkten zudem keine kostenfreien Plastiktüten mehr. Da die Verbraucher dafür bezahlen müssen, ist der Verbrauch stark zurückgegangen. Hier stellen Stofftüten die sinnvollste Alternative dar. Ähnliche Bestrebungen gibt es in vielen Ländern, unter anderem auch im südamerikanischen Costa Rica.

Costa Rica: Plastikfrei bis 2021

Die Müllproduktion in Costa Rica beträgt zwar nur ein Zehntel des deutschen Aufkommens, etwa 4.000 Tonnen pro Tag, jedoch enden 20 Prozent davon in Gewässern und Wäldern. Costa Rica plant deshalb, bis 2021 das erste plastikfreie Land der Welt zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert die Regierung in die Forschung und Entwicklung alternativer Stoffe. Sie schafft Anreize für Unternehmen, mehr Zellulose zu verwenden, einen nachwachsenden Rohstoff. Gesetzliche Regelungen untermauern diese Initiative. Doch auch in Deutschland können Privatpersonen und Unternehmen auf ökologisches Verpackungsmaterial zurückgreifen.

Ökologische Verpackungen

Der Internetversandhandel boomt, wie oben bereits angesprochen. Jeden Tag schicken die Onlineshops Millionen von Paketen in die ganze Welt. Dabei ist es heutzutage möglich, auf umweltfreundliche Werkstoffe zu setzen. Das Biobiene Verpackungsmaterial beispielsweise ist komplett plastikfrei. Dagegen kommt Recycling-Papier und Papier aus zertifizierten Quellen zum Einsatz. Jedes Produkt wird zudem auf Schadstoffe geprüft. Spezielle Verpackungschips lassen sich sogar kompostieren und stellen eine ökologische Alternative zu Füllmaterialien aus rohölbasierter Plastik dar.

Jeder kann etwas tun, im Kleinen wie im Großen, um das Gesamtaufkommen des Plastikmülls zu verringern. Nur gemeinsam lassen sich die Plastik-Müllberge in den Ozeanen verringern. Davon profitiert am Ende die gesamte Welt.

Bild 1: ©istock.com/pagadesign
Bild 2: ©istock.com/stanley45

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