Vesperdose und Trinkflasche – Wege aus der Plastik-Gesellschaft

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Gutes Essen unterwegs

lunchbox2Für alle, die Hausmannskost genießen, für Gesundheitsbewusste, denen die Vollwertküche gut tut oder die auf Bioprodukte Wert legen, für Feinschmecker, die mit frischen, saisonalen und regionalen Produkten kochen, für nachhaltig und ökologisch handelnde Menschen und für alle, die Gemüse aus dem eigenen Garten zubereiten, ist Essen von der Imbissbude kein Genuss. Zwar gibt es in Innenstädten hie und da Restaurants, die gute Lebensmittel schonend zu vitalstoffreichen Gerichten verarbeiten, Biorestaurants und Vollkornbäckereien mit einem appetitlichen und frischen Angebot, doch kennen Arbeitnehmer und Geschäftsreisende, die ausser Haus frühstücken oder zu Mittag essen müssen eine ganz andere Ernährung: Verpflegung unter Zeitdruck in Wegwerf-Plastik-Boxen und Coffee-to-go im Wegwerf-Becher.

Junkfood in der Wegwerfgesellschaft

Am Anfang der Wegwerfgesellschaft ärgerten sich alle über Plastikmüll in der Landschaft, in Flüssen und am Meer. Heute sorgen sich alle vor Mikro-Plastikmüll in Fischen und den Weichmachern aus Plastik im Trinkwasser. Weil die gute Küche ausser Haus viel Zeit und Geld verschlingt und weder jeden Tag erschwinglich noch überall verfügbar ist, essen wir Fast Food aus Plastik und Verbundmaterialien. Und oft heißt der Alltag: süße Teilchen oder Butterbrezel zum Frühstück, Leberkäse-Weck oder Pizzastück zu Mittag und Döner oder Currywurst am Abend. Immerhin aus Papier und Pappe, doch selbstverständlich alles mit Fleisch aus Massentierhaltung. Der Bedarf an Kalorien ist damit gedeckt, nicht aber der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen, hochwertigen Fettsäuren und an Antioxidantien. Bei der Massenverpflegung sind Obst und Gemüse sowie Vollkorn und gute Milchprodukte meistens Fehlanzeige. Für Gesundheit und Wohlbefinden unterwegs bleiben frisch gepresste Säfte, die es mittlerweile an jedem Bahnhof gibt – im Wegwerf-Plastikbecher.

Müll- und schadstofffrei genießen

lunchboxWas Wanderer und Outdoor-Sportler aber auch viele Arbeitnehmer beherzigen um auch unterwegs an ihr geeignetes Essen zu kommen ist die Mitnahme von Getränken, belegten Broten oder selbstgemachten Salaten, Kuchen oder Resten vom Vortag. Das mag auf andere langweilig wirken, doch das Gegenteil ist der Fall. Ausgesuchte, leckere und vitalstoffreiche Zutaten frisch vom Wochenmarkt oder vom Bauern aus der Region können in stylischen Gefäßen aller Art mitgenommen werden. Zeitgemäßes Essen und Trinken ohne Müllberge. Es ist der neue nachhaltige Lebensstil mit möglichst kleinem CO2-Fußabdruck des Einzelnen. Es ist eine modische Wiederbelebung von Vesperboxen, Trinkflaschen und Bechern – nicht aus Plastik sondern aus langlebigem sowie schadstofffreiem Edelstahl in vielen Formen und Designs, für Individualisten und Kreative, für Hobbyköche und Gesundheitsbewusste, für Schüler und für Kinder, jeweils mit persönlicher Note. Die neue Auswahl transportsicherer und geruchsdichter Gefäße, wie beispielsweise Brotdosen, schafft auch neue Möglichkeiten für die Verpflegung unterwegs.

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.
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4 Antworten auf Vesperdose und Trinkflasche – Wege aus der Plastik-Gesellschaft

  1. Linda S. sagt:

    Hallo Stefanie,

    Dein Beitrag ist aktueller den je! Es ist schön zu sehen, dass endlich Bewegung in das Thema kommt. Immer mehr Menschen werden aufmerksamer und kaufen bewusster. Das ist toll! Ergänzend zu Deinen Ausführungen möchte ich noch hinzufügen, Edelstahl Trinkflaschen sind das must have für jeden der bewusst mit Wasser und Getränken umgeht. Ich habe für meine Kinder gleich ein paar gekauft, weil die ersten drei Flaschen so überzeugend waren. Bei bottle4life bin ich endlich fündig geworden, top Service und Top Beratung. Wenn also noch jemand einen Tipp sucht für Flaschen kann er da mal rein schauen.

  2. Maren sagt:

    Ich habe schöne plastikfreie Brotdosen von der Marke Zuperzozial gefunden. Den Namen fand ich schonmal zuper! Laut Hersteller sind die aus Bambus und Mais hergestellt. Ich habe bei dem Shop angerufen und nach dem Gummiband gefragt worauf mir bestätigt wurde das auch das aus natürlichem Kautschuk sei. Super Sache, zumal die Brotdose Spülmaschinenfest und sehr stabil ist. Habe mir da erstmal eine zum Testen bestellt. Sollte es ein Reinfall sein werde das an dieser Stelle nochmal anhängen.

  3. Bioarchivar sagt:

    Ich selbst kenne noch von früher die Brotdose aus Alu und auch die Trinkflasche aus Alu.Sie wurden auch unter Tage von den Berarbeitern genutzt.
    Diese waren teilweise so ramponiert und verbeult,taten aber jahrelang ihren Dienst.
    Heute sind diese Dinge unvorstellbar.Schneller Fast-Food für unterwegs und den Müll am besten in das nächste Gebüsch.

    Viele Kinder kennen schon gar nicht mehr das Butterbrot zur Pause,weil Mama lieber im Bett bleibt und dem Kind Geld für Snacks in die Hand drückt.

    Leider sehe ich keine Besserung in Sicht,da es leider auch eine Sache der Bildung ist.

  4. Maximilian sagt:

    Ich bin da ganz deiner Meinung, heutzutage wird viel zu unüberlegt eingekauft und gegessen. Beim Essen geht es nicht mehr um Genuss und Gesellschaft, sondern um die schnelle Bedürfnisbefriedigung des Hungergefühls. Wir essen nebenbei, achtlos und ohne richtig auf den Geschmack zu achten – Hauptsache wir haben etwas zwischen den Zähnen. Dementsprechend hat sich auch der Markt an unsere Bedürfnisse angepasst: Schnelles Fast Food ist seit Jahrzehnten am Vormarsch, der eigene Herd bleibt meist kalt. Um dann den anschließenden Abwasch auch noch zu sparen, werden die Produkte in Unmengen von Plastik verpackt, dass nach dem Verzehr einfach weggeworfen werden kann. Echt schade, wie unverantwortlich wir mit unserer Umwelt umgehen. Und auch mit unseren Körper, denn der würde wohl auch lieber bewusst gesunde Lebensmittel genießen als achtlos mit künstlichen Fast Food gefüttert zu werden.

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