Verfahren zur Wasseraufbereitung – wie Rohwasser zu Reinwasser wird

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WasserfallBei der Wasseraufbereitung handelt es sich um eine zielgerichtete Veränderung der Wasserqualität. Durch unterschiedliche Verfahren wird Grund- oder Oberflächenwasser beziehungsweise Rohwasser aufbereitet, sodass eine Nutzung in der Industrie oder als Trinkwasser möglich ist. Grundsätzlich bezieht sich die Wasseraufbereitung auf das Entfernen von Stoffen, aber auch das Ergänzen von Stoffen, um dadurch beispielsweise Einfluss auf den pH-Wert zu nehmen. Manchmal geht es jedoch nicht darum, die Wasserqualität positiv zu beeinflussen. In einigen Fällen dient die Wasseraufbereitung der Rückgewinnung von Edelmetallen oder vergleichbaren Materialien.

Allerdings lässt sich nicht bestreiten, dass Wasseraufbereitung in erster Linie dazu dient, Rohwasser zu Reinwasser werden zu lassen. In Deutschland ist das gängig, um das Wasser anschließend zum Trinken zu nutzen, für industrielle Verfahren zu verwenden oder im landwirtschaftlichen Bereich einzusetzen. Letzteres ist jedoch eher selten, da hierfür nicht zwangsweise eine Aufbereitung des Wassers notwendig ist. Doch welche Verfahren kommen bei der Wasseraufbereitung eigentlich zum Einsatz? Schauen wir es uns an.

Sedimentation

Das Verfahren der Sedimentation zielt darauf ab, im Wasser befindliche Stoffe an die Oberfläche steigen oder absinken zu lassen. Um eine Sedimentation durchzuführen, können beispielsweise Lamellenklärer zum Einsatz kommen. Lamellenklärer wie der Tubedek ® Lamellenklärer eignen sich für eine Fest-Flüssig-Trennung. Das Modul von Tubedek ® ist gekennzeichnet durch eine hohe Stabilität und ist zudem für die Aufbereitung von Trinkwasser nach KTW sowie anderen Länderbestimmungen zertifiziert.

Sorption

Bei diesem Verfahren geht es darum, Gase oder Flüssigkeiten an Feststoffe zu binden. Um das zu erreichen, werden gezielt Stoffe eingebracht, welche andere Stoffe aufnehmen, sodass sie anschließend aus dem Wasser entnommen werden können. Das Verfahren basiert auf sogenannten elektrostatischen- und Van-der-Waals-Kräften.

Filtration

Die Filtration erfolgt durch den Einsatz von Filtern und dient der Entfernung von gelösten, grobdispersen und kolloiddispersen Stoffen. Eine Filtration kann entweder dynamisch (beispielsweise durch Membranmodule) oder statisch (beispielsweise durch Siebe) erfolgen. Das Verfahren der Filtration ist einer der Gründe dafür, dass wir das Leitungswasser in Deutschland ohne Bedenken trinken können. Tatsächlich ist die Qualität des Leitungswassers hierzulande deutlich besser als in den meisten anderen Ländern.

Gasaustausch

Sofern die Wasseraufbereitung nur darauf abzielt, Kohlendioxid und Sauerstoff aus dem Wasser zu entfernen, wird in der Regel das Gasaustausch-Verfahren genutzt. Hierbei handelt es sich um eine Druckentgasung, bei der Druck und Temperatur so eingestellt werden, dass im Wasser gelöste Gase verdampfen. Ein Gasaustausch erfolgt oft in Kombination mit chemischen Verfahren, bei denen Reduktionsmittel zur Bindung des Sauerstoff hinzugegeben werden.

Ionenaustausch

Das Ionenaustausch-Verfahren wird eingesetzt, um Wasser zu enthärten, zu entcarbonisieren oder zu entsalzen. Im Normalfall handelt es sich dabei um Membranverfahren, die auf Anionen- und Kationenaustauscher (Ionenaustauscherharze) in Kunststoffkugeln basieren. Diese lagern Ionen an und geben diese anschließend wieder ab. Gegebenenfalls werden beim Ionenaustausch Mittel wie Chlorid hinzugegeben, um dadurch beispielsweise Eisen zu entfernen.

Flockung

Dieses Verfahren dient sowohl der Entwässerung von Schlamm als auch der Klärung des Wassers. Bei der Flockung kommen sogenannte Flockungsmittel zum Einsatz. Diese erzeugen Makro- und Mikroflocken, welche anschließend durch Filtration oder Sedimentation entfernt werden können.

 

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