Die Gebana AG, ein Pionier des Fairen Handels seit über 30 Jahren, nimmt die gesellschaftspolitische und soziale Verantwortung ihres Tuns seit Beginn sehr ernst. In Tunesien, am Nordrand der Sahara, entwickelt die Gebana zusammen mit Kleinbauern nachhaltige Bio & Fair Datteln für den Verkauf. Hier befindet sich der Salzsee Chott al-Jerid, an seinem Ufer das Städtchen Kebili. Die Gebana Maghreb leistet vor Ort Beratungs- und Aufbauarbeit in einer Kleinbauern-Kooperative. Die Bewässerung der Dattelpalmen, die biologische Bewirtschaftung und die schonende Verarbeitung der Datteln zu einem marktfähigen Produkt stehen dabei im Vordergrund. Daneben werden in der Oase auch andere angepasste Kulturpflanzen angebaut, die Ernährung der Dorfbewohner sichern. Die Bauern erhalten stabile und existenzsichernde Preise für ihre biologisch kontrollierten und zertifizierten Trockenfrüchte. Es handelt sich um die sehr beliebte und schmackhafte Dattelsorte “Deglet Nour”. Die tunesischen Datteln werden per Lastwagen nach Europa exportiert und in der Dattelkampagne verkauft.
Nun hat sich die politische Situation in Tunesien über Nacht verändert, die Tunesier haben den verhassten Machthaber Ben Ali vertrieben. In den letzten Wochen und Tagen waren die Anspannung und die Sorgen bei der Gebana Maghreb in Kebili gross, denn auch im Süden Tunesiens gab es Demonstrationen. Ganz in der Nähe der Dattelproduktionsgebiete, wurde ein Demonstrant erschossen. Die Gebana Maghreb musste ihre Verarbeitungsbetriebe zeitweise schließen.
Nun ist die Erleichterung groß und so meinte der Geschäftsführer Taieb Foudhaili am Freitag Abend: “Wir haben die Situation mit wenig Schaden überstanden, aber viel gewonnen. Endlich sind wir frei. Jetzt kommt die Zeit, wo wir viele Dinge überdenken und mit dem Neuanfang beginnen müssen. Die Zeichen dafür stehen gut, das Volk steht zusammen: Frauen, Männer, eine große Anzahl junger Menschen, Bauern und Arbeiter, Unternehmer und Ärzte und Arbeitslose haben Seite an Seite demonstriert. (…)
Gestern nach den Protesten hat sich die Jugend organisiert und reinigte die Straßen. Auch wir haben die Arbeit wieder aufgenommen. Wir danken unseren Freunden in Europa für ihre Unterstützung und sind stolz auf diese Freundschaft.”








