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Kräuter und Heilpflanzen aus dem Garten

Für Küche und Hausapotheke

Salvia officinalis

SalbeiStarker Duft und Geschmack ist für Salbei typisch. Ätherische Öle machen die weltweit ungefähr 900 Salbeiarten zu beliebten Tee- und Würzkräutern mit sehr unterschiedlichem Aroma. Die wichtigste europäische Art Salvia officinalis ist eine altbewährte Arzneipflanze und unverzichtbar für die Hausapotheke. Vor allem in Italien  kocht man viele Spezialitäten mit Salbei.

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Süßigkeiten ohne tierische Gelatine

Gelatine, das Geliermittel

Tierische Zutaten ausgerechnet in Gummibärchen und Fruchtjoghurts? Diese Nachricht hat schon viele Vegetarier und Veganer erschreckt. Gelatine wird aus Knochen und Häuten von Rindern und Schweinen gewonnen. Gelatine ist im Prinzip das Kollagen aus dem Bindegewebe von Tieren. Mit Gelatine macht man allerlei – Fruchtgelees und Marmelade, Götterspeise, Speiseeis, Biskuitrollen, Törtchen und Tortenguss. Alles flüssige was formstabil werden und dabei dennoch weich bleiben soll, kann mit Gelatine zubereitet werden. Das Gelieren verwandelt Flüssigkeiten in halbfeste, gummiartige bis schnittfeste Produkte, indem die Gelatine quillt und dabei das gesamte Wasser gleichmäßig bindet. Für die geschmacksneutrale, klare und farblose Dickung beziehungsweise Gelbildung ist dabei nur wenig Geliermittel notwendig. Obwohl Gelatine ein natürliches Eiweiß ist, gab es den Wunsch sie zu ersetzten schon seit 1985 aufgrund der BSE-Krise und dem damit verbunden Misstrauen gegen alle Produkte vom Rind. Erfunden oder verstärkt haben den Trend ohne Gelatine auszukommen aber auch unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund. Schon seit geraumer Zeit kauft man in türkischen Geschäften Joghurt gelatinefrei – “gelatinsiz”. Hier geht es allerdings nicht um vegan sondern um “helal” – erlaubt nach islamischem Gebot. Moslems wie Juden wollen keine Zutaten vom Schwein essen. Vegetarier wollen keine Produkte vom toten Tier und Veganer überhaupt keine tierischen Produkte essen…

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Pyrrolizidin-Alkaloide in Beuteltees

Pyrrolizidin-Alkaloide – die Giftigkeit ist altbekannt

Krebsauslösende, leberschädigende, zu Fehlbildungen führende und das Erbgut schädigende Substanzen in Babytee? Die Rede ist von Pyrrolizidin-Alkaloiden. Pyrrolizidin-Alkaloide  oder PAs sind immer wieder die Ursache von Todesfällen bei Menschen in armen Ländern. Unsichtbar im Brot beziehungsweise Mehl können Unkrautsamen PA-haltiger Pflanzen mit vermahlen sein. Und wie bei Mehl, kann man auch in Beuteltees die einzelnen Bestandteile nicht sehen. Im Getreide aus südlichen Ländern ist Crotalaria – eine Hülsenfrucht, die Wicken ähnelt, der Hauptverursacher der Vergiftungen mit Pyrrolikzidin-Alkaloiden. Bei uns gewährleisten Mühlen und Müller mit hoher Verantwortung und Sachkenntnis die Lebensmittelsicherheit und putzen zuverlässig alle Unkrautsamen aus dem Getreide, bevor dieses vermahlen wird.

Jacobs-Kreuzkraut

Jacobs-Kreuzkraut

In Deutschland bekannt geworden sind Vergiftungen mit Pyrrolizidin-Alkaloiden durch grüne Blattsalate.  Diese Salate enthielten statt Rucola, wie deklariert, fälschlich Blätter des Jakobs-Kreuzkrautes, die Rucola-Blättern auf den ersten Blick ähnlich sehen. Erfahrene Erntehelfer, Bauern und Gärtner machen solche Fehler sicherlich nicht!
Das Jakobs-Kreuzkraut und die in der gesamten Pflanze enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide sind auch verantwortlich für akute Vergiftungen und Todesfälle bei Weidetieren und Pferden. Früher machte man sich in den Grünlandgebieten die Mühe alle Kreuz- beziehungsweise Greiskraut-Arten zu bekämpfen, notfalls von Hand. Die PA’s schädigen nicht nur die Tiere, sie gehen auch in Milch, Käse, Fleisch und Eier über. Und – PA’s gelangen über den Blütenpollen sogar in den Honig.
Für die meisten Vergiftungen sind diese Greiskraut-Arten (Gattung Senecio) verantwortlich, von denen es in Europa  ca. 60 Arten, weltweit an die 1000 Arten gibt. Ein besonderes Problemunkraut ist das Jakobs-Kreuzkraut. Und nun also Pyrrolizidin-Alkaloide in Baby-Tees.

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Edle Schokolade

Ansprechend Buntes gibt es auch in Bio!

r_05_RiceChoc_im-Korb_01_14Wenn Weihnachten naht, dann treten Qualitätsaspekte von Schokolade leider häufig in den Hintergrund. Nikolaus und Co. müssen nun einmal bunt sein. Isst man sonst immer gute Bioschokolade, wundert man sich spätestens bei der Schokolade aus dem Adventskalender, wie unangenehm “normale” Schokolade schmecken kann. Die Nikoläuse werden also verschont oder bleiben gleich im Regal.  Glücklicherweise gibt es Abhilfe. Das Angebot an hervorragenden, außergewöhnlichen und zudem edel oder bunt verpackten Bio-Schokoladen ist inzwischen sehr groß geworden. Solche Schokolade enthält weder künstliches Vanillin noch Emulgatoren und auch kein ungesundes Buttereinfett sondern Kakaobohnen erster Güte. Und  – es gibt alle Sorten von Weißer bis Dunkler Schokolade inzwischen auch vegan und lactosefrei – ohne Kuhmilch.

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Was bedeutet Rohkost?

Am Anfang war nur Rohkost

Bis zur Beherrschung des Feuers durch den Steinzeitmenschen Homo erectus vor 1,8 Millionen Jahren aßen Tiere und Menschen das selbe: Rohkost. Rohkost bedeutete damals das Sammeln von Beeren, Früchten, Nüssen und Samen, das Ausschlürfen von Vogeleiern oder Bienenwaben samt Brut, das Essen von fetten und proteinreichen Würmern und Insekten oder ihren Larven aber auch von fetten Kleinsäugern und fetten Fischen sowie von Schnecken, Fröschen, Reptilien, Vögeln und allem was man fangen und roh schlucken konnte. Ohne Zweifel war die steinzeitliche Rohkost reich an Vitalstoffen und arm an Kohlenhydraten und Transfetten, die uns heute in Form von Diabetes und Herz- und Gefäßkrankheiten zu schaffen machen. Zuckrig süße Früchte wie Feigen und Datteln, stärkehaltige Kastanien und fette Samen, beispielsweise von Hanf, gehörten sicherlich zur Urkost.

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