Selbstversorgung in der Corona-Krise – Tomaten

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Wider dem Dosenfutter!

Vielfalt der Tomatensorten

Tomatenvielfalt

Covid 19 hat uns fest im Griff und wir Deutschen greifen in der Krise zur Nudel beziehungsweise zu Spaghetti und zu Tomaten aus der Dose. Haltbar, billig und schnell. Die Zeit, in der niemand mehr seine Konserven sehen oder essen will, wird kommen. Tomaten haben mehr zu bieten als Dosen-Sugo zu sein. Sie sind sehr unterschiedlich in Aroma, Größe, Süße, Festigkeit oder Saftigkeit und im Aussehen, in ihrer Form und ihrer Farbe. Und sie sind ganz hervorragend zu vielen Gerichten und Zubereitungen, frisch als Salat, zu Butterbrot,  in Gemüseeintöpfen, auf die Pizza und in allerlei Schnellgerichten. Frisch auf den Tisch oder haltbar gemacht schmecken eigene Tomaten aus dem Garten aromatisch und süß und viel besser als gekaufte Konserven.

Worum es bei der Selbstversorgung geht

Wer sich aus dem Garten selbst versorgen will, der wählt ertragreiche Pflanzenarten, die sich vielfältig verwenden lassen. Doch es geht nicht ums satt werden allein! Tägliches frisches, vitalstoffreiches und leckeres Obst und Gemüse auf dem Tisch, das ist der besondere Reiz. Ganz nebenbei ergeben sich von selbst Saisonalität, Regionalität, CO2-Neutralität. Und in guten Jahren können auf diese Weise erzeugte gesunde Vorräte für den Winter entstehen. Tatsächlich sind Tomaten sehr ertragreiche Pflanzen, wenn man die richtigen Sorten auswählt und diese unter geeigneten Bedingungen anbaut. Dazu in den nächsten Wochen mehr an dieser Stelle.

Tomaten anbauen

Vorkultur im März

Aussaat von Tomatensamen in Töpfen auf der sonnigen Fensterbank

Aussaat von Tomatensamen in Töpfen auf der sonnigen Fensterbank

Tomaten sind frost- und kälteempfindliche Pflanzen. Sie dürfen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland. Sie sind außerordentlich starkwüchsig und schaffen es in einer Saison von einem kleinen Samen, im März gesät, binnen Monaten, zu zwei und mehr Metern Wuchshöhe. Dabei trägt eine Pflanze von Juli bis September oder Oktober viele Kilogramm an saftigen, aromatischen Früchten. Allerdings ist es notwendig, die Gartensaison zu verlängern. Dazu dient die Vorkultur, die jetzt im März beginnt. Dazu notwendig ist ein warmer Platz auf der sonnigen Fensterbank, Töpfe, Aussaaterde und Tomatensamen. Man füllt die Töpfe mit Erde und gießt das Ganze gut, so dass die Erde richtig durchfeuchtet ist. Dann ebnet man die Erdoberfläche gleichmäßig ein. Nun legt man einzeln einen bis drei Samen pro Topf hinein, die man  mit etwas Erde bedeckt. Ein halber Zentimeter Erde reicht aus, der etwas festgedrückt werden muss. Danach gießt man sehr vorsichtig mit weichem Strahl, zum Beispiel mit einer PET Flasche, deren Deckel man mit einer Nadel durchstochen hat. Die Erde darf in diesem frühen Stadium nicht aufschwemmen, sonst würden die Samen blank liegen. So kommen die Töpfe auf die warme Fensterbank und keimen in ca. einer Woche. Sie müssen täglich ein etwas gegossen werden.

Tomatensamen auswählen

Tomatensamen gibt es im Gartenhandel meist mit der Bezeichung F1 Hybride. Bei Erhaltern alter Sorten und bei engagierten Gärtnern gibt es auch die sogenannten samenfesten Sorten, meist wunderbar aromatische und bewährte Tomaten. Samenfest heißt, dass aus den Samen der neu entstehenden Früchte im nächsten Jahr wieder die gleiche Tomatensorte wachsen kann. F1 Hybriden dagegen bringen unterschiedliche, zum Teil auch unbrauchbare Nachkommen hervor, können also nicht aus eigenem Saatgut erhalten werden. Mehr zu samenfesten Sorten lesen Sie hier.

 

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.
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