Obst einmachen

Selbst Eingemachtes aus dem BiogartenHerbstzeit ist Obstzeit und was jetzt in Hülle und Fülle an Bäumen und Sträuchern reift, ist für die meisten Haushalte viel zu viel auf einen Schlag. Das Einmachen und Konservieren von  Obst aus dem eigenen Garten hat in unserem Jahreszeitenklima eine lange Tradition und macht Sinn, denn bald gibt es nichts Regionales mehr. Viele Sorten von Beeren, Obst und Wildfrüchten sind auch verarbeitet für Kuchen, als Kompott, Saft, Marmelade oder Gelee, für Likör oder als Trockenfrüchte bestens geeignet. Der Geschmack und viele Vitalstoffe können so bis in den Winter konserviert werden.

Weinbergspfirsiche
WeinbergspfirsichIn begünstigten Lagen wuchs und wächst bei uns der heimisch gewordene Weinbergspfirsich, der intensiv duftet und ein tolles, herb-süßes Aroma hat. Sein Fruchtfleisch ist weiß wie bei dem urwüchsigen Plattpfirsich, der sich auch im Handel zunehmender Beliebtheit erfreut. Beim wild wachsenden Weinbergspfirsich mit  den kleinen Früchten ist der Stein gut lösend und die leicht wollige Haut ist leicht abziehbar. Das Fruchtfleisch ist niemals schaumig. Anders als bei vielen anderen Obstarten wächst solch ein wilder Pfirsichbaum mit seinen guten Frucht- und Geschmackseigenschaften aus einem Stein beziehungsweise Samen heran. Er muss nicht veredelt werden und braucht keine Unterlage. Nach nur drei Jahren kann der Baum zum ersten Mal Früchte tragen, nach fünf Jahren ist der Ertrag bereits sehr hoch und nach ca. 10 bis 15 Jahren sollte ein neuer Baum etabliert werden, denn Pfirsichbäume werden weder besonders groß noch alt. Ein Pfirsichbaum macht sich übrigens auch im Blumenbeet gut, denn er blüht im zeitigen Frühjahr wunderschön mit intensivem Rosa.

Große Ernten verarbeiten

Was so manchen Gärtner bedrückt ist eine zu große Ernte, die keine Abnehmer mehr findet. Dabei ist das Einmachen oder Haltbarmachen gar nicht schwer. Wichtig ist hygienisches Arbeiten. Die Ausrüstung zum Einmachen hängt vom gewünschten Produkt ab und funktioniert für den Hausgebrauch und kleinen Bedarf auch mit Dingen, die man ohnehin in der Küche hat. Mit einem Küchensieb kann man durchpassieren, mit einem scharfen Messer entsteinen, mit einem Tuch Saft pressen und filtern. Wenn größere Mengen Obst verarbeitet werden sollen, sind Passiergerät oder Flotte Lotte, spezielle Entsteiner oder ein Entsafter allerdings unverzichtbar. Nützlich sind auch große Töpfe und Trichter sowie ein Küchenthermometer.
Auf jeden Fall aber braucht man geeignete Gläser, in die man Marmelade und Kompott, Saft und Likör oder auch getrocknete Früchte gut einfüllen kann. Die Gläser müssen hygienisch einwandfrei sein und  absolut luftdicht verschlossen werden können. Mit richtigen Einmachgläser oder auch Weckgläsern können zudem Obstarten wie beispielweise Pfirsiche im Ganzen oder als Hälften haltbar gemacht werden ohne sie zu zerkochen. Die sorgfältig befüllten Einmachgläser werden je nach Größe im Wasserbad oder Backofen erhitzt aber nicht gekocht. So bleibt das Obst aus dem BIO-Garten in Einmachgläsern auch schön anzuschauen.

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Fairem Handel beschäftigt.
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