Nachhaltige & umweltverträgliche Verpackungen liegen im Trend

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Quelle: Unsplash https://unsplash.com/photos/WojhS405xUwIn den Medien häufen sich in jüngster Vergangenheit die Nachrichten von Verschmutzungen durch Kunststoffteile. Diese befinden sich in den Meeren, den Flüssen sowie auch auf Ackerflächen und Wiesen. Bei diesen Partikeln handelt es sich immer um Reste von Verpackungen. Die größeren Kunststoffteile sind dabei noch nicht einmal ein besonderes Problem, weil diese sich relativ einfach einsammeln lassen. Sehr viel schwieriger ist es bei kleinen Partikeln oder beim Mikroplastik.

Was ist Mikroplastik?

Bei Mikroplastik handelt es sich um winzige Partikel aus Kunststoff, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Diese befinden sich mittlerweile in vielen Regionen in der Natur. Unter anderem sind sie auch in edlen Salzen, wie beispielsweise Fleur de Sel, zu finden. Solche edlen Salze werden direkt an der Wasseroberfläche gesammelt. Dort mischt sich dann auch mitunter das eine oder andere Kunststoffteilchen unter.

Aber auch viele Fische nehmen das Mikroplastik durch die Nahrung mit auf. Da diese Partikel nicht nur im Wasser vorhanden sind, sondern auch auf Ackerflächen und Wiesen, gelangen sie in die Nahrungskette. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch Tiere, wie beispielsweise Rinder, das Mikroplastik durch das Futter aufnehmen. Daher besteht immer die Gefahr, dass wir Menschen beim Essen unbemerkt Mikroplastik verzehren. Welche Reaktionen derartige Partikel im menschlichen Körper auslösen, ist derzeit noch gar nicht abzuschätzen. Wahrscheinlich werden erst im Laufe der Zeit gesundheitliche Probleme auftreten, die auf den Verzehr von Mikroplastik zurückzuführen sind. Welche Folgen davon auftreten, kann zwar noch keiner vorhersagen, aber auf jeden Fall ist Kunststoff im menschlichen Körper nicht vorteilhaft.

 

Lässt sich Verpackungsmüll verhindern?

Zum Schutz der Umwelt und somit auch zum Schutz der Gesundheit muss auf jeden Fall die Menge an Verpackungsmüll reduziert werden. Es ist natürlich nicht ganz einfach, kurzfristig auf bewährtes Verpackungsmaterial zu verzichten. Insbesondere im Bereich von Lebensmitteln ist es erforderlich, diese beim Transport vor Verschmutzungen und vor dem Verderben zu schützen. Ein Transport von Lebensmitteln ohne geeignetes Verpackungsmaterial wäre gar nicht möglich.

 

Mitunter wird auch damit argumentiert, dass es in früheren Zeiten noch gar kein Verpackungsmaterial aus Kunststoff gab und trotzdem jeder etwas zum Essen hatte. Dieses Argument zählt jedoch nicht, weil es früher nur kurze Transportwege gab. In der heutigen Zeit werden viele Lebensmittel quer durch Europa transportiert. Da können geeignete Verpackungen nicht fehlen. Auch beim Einkaufen im Supermarkt wäre es wohl keinem recht, wenn die Lebensmittel dort nicht verpackt liegen würden. Verpackungen lassen sich niemals vermeiden. Sie werden immer benötigt.

 

Der Umstieg auf alternative Materialien

Zahlreiche Erfinder und Unternehmer sehen es als große Chance an, neue Verpackungsmaterialien zu entwickeln. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungen wird auf jeden Fall steigen. Diese Verpackungen sollten folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Nachhaltigkeit
  • Umweltfreundlichkeit
  • Recycelbar
  • Energieneutral

Mittlerweile gibt es interessante Ansätze, Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. Neben dem bekannten Papier stehen inzwischen auch Verpackungen aus Maisstärke und ähnlichen Materialien zur Verfügung. Dabei handelt es sich um nachhaltige & umweltfreundliche Verpackungen. Die Rohstoffe, die zur Herstellung unterschiedlichster Verpackungen verwendet werden, stammen aus der Natur und werden nach dem Gebrauch auch wieder der Natur zugeführt.

Recycelbare Verpackungsmaterialien

Auch die recycelbaren Verpackungsmaterialien werden immer wichtiger. Dazu gehören Verpackungen aus folgenden Stoffen:

  • Papier
  • Holz
  • Glas
  • Metall

Diese Materialien lassen sich nach dem Gebrauch wieder einsammeln. Beispielsweise können Flaschen aus Glas oder Marmeladengläser mit einem geringen Aufwand gereinigt und anschließend wieder genutzt werden. Diese Verfahren können beliebig oft wiederholt werden. Auch diverse Teile aus verschiedenen Metallen können durch bestimmte Verfahren wieder recycelt und danach erneut verwendet werden. Zudem sind Verpackungen aus Holz oder Papier recycelbar. Des Weiteren können Holzabfälle zu Pellets verarbeitet werden. Diese dienen dann zum Heizen. Es gibt noch unzählige Möglichkeiten, verschiedene Materialien der erneuten Nutzung zuzuführen.

 

Was ist biodegradable?

Der Begriff biodegradable bedeutet eigentlich nichts anderes als biologisch abbaubar. Zu dieser Stoffgruppe gehören unter anderem Verpackungen aus Maisstärke. Dieses Material ähnelt in der Konsistenz dem herkömmlichen Kunststoff. Es weist eine hohe Festigkeit, Wasserdichtheit und Luftundurchlässigkeit auf. Diese Eigenschaften halten jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum. Nach einer gewissen Zeit zersetzt sich dieses Material und wird zu einem ganz natürlichen Humus. Die einzelnen Substanzen, aus denen das Material hergestellt wird, zerfallen wieder in ihre Grundsubstanzen. Der Mais benötigt zum Wachsen lediglich Wasser, Sauerstoff und einige Nährstoffe aus dem Boden. Genau in diese Substanzen zerfällt Verpackungsmaterial, das aus Maisstärke hergestellt wird. Daher gehört die Maisstärke zu den biodegradablen Stoffen.

Es gibt auch Verpackungen aus Bambus und vielen weiteren Substanzen, die vollständig wieder biologisch abgebaut werden können. Es gibt mittlerweile mehrere Hersteller für nachhaltige & umweltfreundliche Verpackungen. Dieses Geschäftsfeld ist noch relativ neu und bietet ein hohes Potenzial.

Hersteller für nachhaltige & umweltfreundliche Verpackungen

Es ist leider so, dass nicht alle Hersteller für nachhaltige & umweltfreundliche Verpackungen auch zertifiziert sind. Nur diejenigen, die nach dem Umweltmanagementsystem DIN / ISO 14001 zertifiziert sind, stellen ihre Produkte auch tatsächlich nachhaltig her. Daher besteht die Sicherheit, dass die verwendeten natürlichen Rohstoffe auch aus einem nachhaltigen und umweltschonenden Anbau stammen. Auch eine FSC-Zertifizierung sollte vorliegen. Eine solche Zertifizierung besagt, dass das verwendete Holz nicht aus geschützten Wäldern stammt. Es stammt ausschließlich aus Wäldern, die mit Nachhaltigkeit bewirtschaftet werden.

Haben verpackungsfreie Dinge eine Zukunft?

Insbesondere im Bereich von Lebensmitteln wird es niemals ohne Verpackungen gehen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Dinge, die zur Körperpflege oder zur medizinischen Versorgung erforderlich sind. Es gibt jedoch einige Bereiche, in denen vollständig auf Verpackungen verzichtet werden könnte. Dazu gehören unter anderem sämtliche Produkte, die in einem Baumarkt angeboten werden. Jeder, der sich schon einmal im Baumarkt einen Schraubendreher oder einen Bohrer gekauft hat, weiß, wie viel Verpackungsmaterial an solchen kleinen Werkzeugen vorhanden ist. Die Begründungen sind immer dahingehend, dass die großen Verpackungen vor Diebstahl schützen sollten. Das ließe sich in dieser Zeit mit moderner Technik sicherlich auch anders lösen.

Es gibt aber auch immer mehr Unternehmer und Betreiber von Geschäften, die ganz bewusst auf Verpackungen verzichten. Beispielsweise gibt es in vielen Großstädten schon einige Bäcker oder Gemüsehändler, bei denen die Kunden ihre eigenen Behälter oder Tüten mitbringen müssen. In einigen Fällen werden von cleveren Geschäftsleuten auch gleich Tragetaschen aus biologisch abbaubaren Materialien angeboten. Diese lassen sich mehrfach nutzen und mitunter sogar auswaschen.

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