Mutterboden: Grundlage für das Leben auf der Erde

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mutterbodenMutterboden ist der Oberboden und wird auch als Muttererde und Ackerkrume bezeichnet. Er ist der oberste Bodenbereich und aufgrund der Fruchtbarkeit besonders wertvoll. In ihm enthalten sind zahlreiche Mineralien wie Lehm, Ton, Feinsand und Schluff sowie ein hoher Nährstoffanteil. Muttererde ist besonders reich an Stickstoff und Humus. Auch viele Mikroorganismen und andere nützliche Bodenlebewesen befinden sich dort. Wegen des hohen Humus-Gehalts, wird Muttererde in Süddeutschland auch als Humus bezeichnet.

Physikalische und chemische Prozesse sorgen dafür, dass eingegangene Schadstoffe, gereinigt und zurückgehalten werden. Wasser wird verzögert abgegeben, Nährstoffe aufgeschlossen und umgebaut. Vor allem in Wasserschutzgebieten spielt der Mutterboden in Bezug auf Wasserhaushalt und Umweltschutz eine wichtige Rolle.

Gesetzlich geschützt

Mutterboden ist für Pflanzen, Tiere und den Menschen eine wichtige Lebensgrundlage und daher sehr wertvoll. Raubbau, Giftstoffe, Erosion und Versiegelung bedrohen den Mutterboden jedoch zunehmend. In Deutschland ist Mutterboden daher laut Paragraph 202 Baugesetzbuch gesetzlich geschützt.

Mutterboden wird beim Bauen entfernt

Beim Häuserbau werden die guten Eigenschaften des Mutterbodens jedoch nicht gebraucht. Die Erde ist zu weich und hält dem Bauvorhaben nicht stand. Es ist daher normal, den Mutterboden, und oft auch den Unterboden, zu entfernen. Beide Bodenarten dürfen nicht gemeinsam entsorgt werden. Mutterboden sollte nicht zu hoch angehäuft werden, da er sonst faulen kann. Grund ist der hohe Gehalt an organischen Substanzen. In der DIN 19731 ist genau vorgeschrieben, wie Unter- und Mutterboden gelagert werden sollen.

Mutterboden erhalten

Bauunternehmen sind dazu verpflichtet, Mutterboden wiederzuverwerten. Sollte der Platz es erlauben, können Sie nach dem Hausbau also darauf bestehen, dass Ihr Mutterboden auf dem Grundstück wieder ausgelegt wird. Sollte das nicht möglich sein und Sie müssen Mutterboden kaufen, ist es am besten, wenn dieser etwa dieselben Eigenschaften hat wie der alte Boden. Bringen Sie in Erfahrung, woher der Boden kommt, sehen Sie sich ihn an und fühlen Sie, ob Teile enthalten sind, die nicht hineingehören. Achten Sie dazu auf Bioqualität, um unnötige Schadstoffbelastung zu vermeiden.

Unkraut ist ein gutes Zeichen

stickstoffzeigerDa Mutterboden zahlreiche Nährstoffe enthält, ist es völlig normal, dass darin Unkraut zu finden ist. Viele dieser Unkräuter werden sowohl Wild- als auch Heilkräuter sein und sind essbar. Diese Pflanzen deuten darauf hin, dass Sie guten Mutterboden haben, der Ihr Land bereichern wird. Beispielsweise sind Brennnesseln Stickstoffzeiger.

Mutterboden durch Tauschbörsen

Da Bio-Mutterboden viel zu wertvoll ist, um ihn einfach wegzuwerfen, gibt es in vielen Landkreisen Bodentauschbörsen, welche die Wiederverwendung des Mutterbodens erleichtern. Das ist auch die preiswerteste Variante, da hierbei nur regionaler Mutterboden verwendet wird. Weite Transportwege machen Mutterboden teuer.

Gesiebter Mutterboden

Gesiebten Mutterboden in Bioqualität können Gärtner im Baustoffhandel im Garten-Landschaftsbau kaufen, um dadurch die Grundlage für gutes Wachstum der Pflanzen zu legen, egal ob bei neu angelegten Beeten oder einfach um die alte Erde aufzufrischen. Muttererde ist das perfekte Füllmaterial für Hochbeete und versorgt die Pflanzenwelt mit allen nützlichen Mineralstoffen. Auch für Balkonkübel und Töpfe ist Muttererde ideal, da sie das Pflanzenwachstum und die Gesundheit der Pflanzen unterstützt.

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