Die Kakipflaume oder Sharonfrucht – neues Obst für unsere Gärten

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Tropische Früchte aus dem eigenen Garten

Biologisch in Deutschland angebaute Kakis

Die Kaki-Frucht kann man in Deutschland schon seit Jahrzehnten kaufen, zunächst in Delikatess-Geschäften, dann in ganz normalen Supermärkten und heute in Bioläden. Ich vermute, dass Kakis, die auch unter dem Namen Sharonfrucht vermarktet werden, bald auch aus deutschem Anbau erhältlich sein werden. Das international als Persimone (engl. persimmon), bei uns auch als Kakipflaume oder Dattelfeige bezeichnete Obst, stammt ursprünglich aus Japan und China. Seit einigen Jahren wächst ein Kakibaum in meinem Garten heran. Er ist frosthart und trägt jedes Jahr ein paar Früchte. Dieses Jahr ist die Ernte so groß wie bei einer Apfelernte.

Der Kakibaum ist ein Ebenholzgewächs

Kakis am Baum

Die Ebenholzgewächse oder Ebenaceae umfassen über 700 Arten, die vor allem in den Tropen wachsen und als Ebenholzbäume bekannt sind, die Produzenten des schwarzen, extrem harten Edelholzes. Ebenholz gehört zur gleichen Gattung wie der Kakibaum – Diospyros. Die griechische Bedeutung des Wortes meint “göttliche Frucht” und geht auf Dios=Gott und Pyros=Weizen beziehungsweise Frucht zurück.
Das erstaunliche ist, dass es inzwischen tatsächlich Sorten dieser Bäume gibt, die unproblematisch in unseren Breiten gedeihen, winterhart sind und Früchte tragen. Diospyros kaki wird kommerziell angebaut im tropischen und subtropischen Bergland und in mediterranem oder heißem Klima wie in Israel, Italien, Spanien und Kreta.

Kakis im eigenen Anbau

Die Blüten des Kaki-Baumes

Kakibäume stellen keine besonderen Ansprüche. Die Bäume und Früchte sind vollkommen gesund und unproblematisch im biologischen Anbau. Es gibt einhäusige Sorten deren Blüten auch ohne Nachbarbaum sehr gut bestäubt werden. Kakibäume in unseren Breiten sind laubabwerfend. Vermutlich weil sie keine hier wachsenden Verwandten haben bekommen sie keine Krankheiten, werden nicht von Schädlingen befallen, sind wurmfrei und zeigen auch keine Lagerfäulen und keine Stippe. Ein kleines Problem bleibt: die späte Reife der Früchte gegen Ende Oktober, doch Kakipflaumen reifen nach und sind obendrein lange haltbar. Der Anbau in Lagen mit frühem Einsetzten der ersten Herbstfröste ist aber nicht geeignet. Eine größere Anfälligkeit für Spätfröste als bei anderen Obstarten besteht jedoch nicht.

Kakipflaumen verzehren

Reife Kakis sind saftig, süß und weich und können im Ganzen verzehrt werden.

Richtig gut sind die meist samenlosen Früchte erst, wenn das tief orangefarbene Fruchtfleisch ganz weich ist, ähnlich wie bei Spät-Zwetschen oder Datteln. Die Ernte harter Früchte vor der Genussreife ist aber sinnvoll, wenn man unbeschädigte Früchte lagern will. Hart beziehungsweise unreif ist die Frucht sehr gerbstoffreich und adstringierend. Verzehren Sie also nur weiche Früchte, die im Mund dann angenehm süß und saftig sind!
Die späte Reife bei kalten Temperaturen und die tief orangene Farbe der gesamten Frucht lässt den hohen Vitamingehalt und den Gesundheitswert der Kakipflaume nur erahnen.

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.
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