EHEC kommt aus Spanien und alles ist gut?

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Der EHEC Verursacher war also nicht deutsches Gemüse und deutscher Salat – das ist gut! Sind jetzt wirklich alle beruhigt, weil die Überträger von EHEC Gurken aus spanischen Gewächshäusern sind? Wie betont wird, werden diese selbstverständlich nicht mit Gülle gedüngt. Interessiert dann nicht die Frage wie EHEC ins Gewächshaus gekommen ist – in den high-tech Gemüseanbau mit künstlichen Nährlösungen, also ohne organische Düngung beziehungsweise ohne Rinder? Die Ursache kann vermutlich nur noch verseuchtes Grundwasser sein, ob zur Bewässerung, für die Düngerlösung oder zum Waschen des Gemüses und das ist nicht beruhigend. Aus spanischen Gewächshäusern bezieht halb Europa 12 Monate pro Jahr Sommergemüse wie Tomaten, Gurken, Auberginen, Zucchini und Paprika. Die Wasserknappheit in Südspanien durch den intensiven Gemüsebau ist ein lange bekanntes Problem. Wird nun die dramatische Verschlechterung der Wasserqualität durch den Raubbau offenbar?

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.
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5 Antworten auf EHEC kommt aus Spanien und alles ist gut?

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  2. YpsMitGimmick sagt:

    Auf der Suche nach Alternativen zur Fernsehrealität “Der Spanier wäscht seine Gurke nicht”, stieß ich hier auf Gleichgesinnte. Tolles Forum/Blog. Das Problem sitzt wirklich tiefer: Wie erhährt man NACHHALTIG 7 Milliarden Menschen? Und vor allem wer diskutiert und beschließt das?

    Ich möchte nur noch einmal den Verbraucher in Schutz nehmen. Der in der Subventionspolitik / Agrarpolitik der EU (oder sonstwo) NICHTS zu sagen hat. Er kann selbst durch “ethisch-moralisch-richtiges Einkaufen” den Markt NICHT verändern, zumal gar nicht jeder die Möglicheit hat (welche Wahl hat ein Afrikaner, dessen Markt mit subventioniertem EU-Gemüse und Hühnchenabfällen … bombardiert wird, bzw. durch die WTO zur Abnahme gezwungen wird!!). Hat der Verbraucher wirklich durch sein Kaufverhalten diese Entwickungen herbeigeführt?
    Vielleicht überschätzt macher unsere “Freiheit” und “Demokratie”? Zumal diese genau genommen nur in kleinen Regionen eingeschränkt möglich wären.

  3. Annette sagt:

    Und ein weiteres Problem ist in seiner Tragweite vielen noch nciht klar: Die Resistenz gegen Antibiotika, die diese EHEC-Welle mit sich bringt. Massentierhaltung lässt grüßen!

  4. Mausflaus sagt:

    bisher habe ich nur Kritik gelesen, dass gülle aus der intensivtierhaltung auf den feldern “entsorgt” wird, die problematik, dass wir 12 monate im jahr frische salatgurken im supermarkt verlangen habe ich bisher noch gar nicht gesehen – danke für diesen gedankenanstoß!

  5. Joaquin sagt:

    Ich denke das Ausmaß dieser “Verunreinigung” wird noch erheblich steigen. Bisher ist sicher nur ein Teil des gesamten erfasst worden.

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