Corona-Krise und Selbstversorgung – Paprika, Chili, Aubergine

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Aus wenig viel machen

Chili in allen Farben

Chili in allen Farben

Das neuartige Corona-Virus könnte unseren Alltag noch lange beeinflussen und einschränken. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist nur eine Seite der Krise. Eine andere Seite ist, die Freizeit zu gestalten, sinnvolle Tätigkeiten zu finden und Spaß in den Tag zu bringen. Die Aussaat und die Pflege von Pflanzen bietet  Möglichkeiten, die mit ganz einfachen Mitteln durchgeführt werden können. Die Jahreszeit ist von nun an günstig.

Etwas Blumenerde ist von Vorteil, doch die Anzucht starten können sie mit kleinen Mengen an Erde in beliebigen Arten von Gefäßen oder Töpfen. Nach dem Auskeimen, nach Wochen können sie die Pflanzen immer noch in größere Töpfe umpflanzen.

Woher bekomme ich Pflanzen und Samen?

Paprika und Chili - Sortenvielfalt

Paprika und Chili – Sortenvielfalt

Selbst die professionelle Beschaffung von Topfpflanzen oder Saatgut ist bei manchen Arten gar nicht nötig. Gewinnen Sie ihre Samen einfach aus dem Gemüse, das sie gerade eingekauft haben. Bei reifen, also roten Chili und Paprika ist das einen Versuch wert. Paprika und Chilipflanzen sind gleichzeitig sehr schöne Zierpflanzen für einen langen Sommer auf Terrasse oder Balkon. Schneiden sie einfach die reifen Früchte der Länge nach auf und entnehmen sie die kleinen, weißen Samen. Sie können sie direkt in Erde aussäen und genauso vorziehen wie Tomaten. Spezielle Sorten mit unterschiedlichen Wachstumsansprüchen, Schärfegraden und Formen aus der Vielfalt der Chili- und Paprika-Verwandten, sind allerdings besser über den Saatguthandel zu beziehen.

Paprika, Chili, Aubergine – Nachtschattengewächse vorziehen

Aubergimen mit ihren violetten Blüten, blau-grünen Blättern und schwarz glänzenden Früchten sind eine Dekoration

Auberginen mit ihren violetten Blüten, blau-grünen Blättern und schwarz glänzenden Früchten sind eine Dekoration

Geeignet für die selbe Art der eigenen Saatgutgewinnung und Anzucht sind übrigens auch Kapstachelbeeren, mit ihren winzigen Samen und auch die Aubergine. Beide Arten sind, so wie Chili und Paprika, Verwandte der Tomaten. Sie sind Nachtschattengewächse und ergeben dekorative Pflanzen für den Blumenkasten.

Paprika sind sehr gute Lieferanten von Vitamin C und von Karotin. Die roten, orangen und gelben Farbstoffe (sogenannte Flavonoide)  sind obendrein als Anti-Oxidanzien und Radikalfänger aktiv. Die Vitalstoffe der Paprika und auch der Kapstachelbeeren sind also gut für’s Immunsystem.

Chili mit ihren Scharfstoffen regen die Durchblutung und die Verdauung an, machen fade Gerichte aller Art würzig. Auch sie sind in der abwechslungsreichen Naturküche eine Bereicherung.

Die Aubergine oder Eierfrucht  ist eine international sehr beliebte Gemüsefrucht, die sehr vielfältig verwendet wird – gefüllt und geschmort oder gegrillt, gehäutet und püriert als aromatischer Dipp angemacht, in Scheiben geschnitten und gebraten mit Essig und Olivenöl als Antipasti. Auch im französischen Ratatouille oder im griechischen Moussaka sind Auberginen unverzichtbar.

In den nächsten Tagen gibt es hier weitere Tipps und Anregungen, welche Pflanzen und Samen Sie verwenden können.

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.
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