Bohnen im Garten

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Fruchtbarkeit und Kochkunst

Feuerbohne

Feuerbohne

Bohnen gibt es in großer Vielfalt mit unterschiedlicher Eignung für den Garten. Der Anbau von Bohnen fördert die Fruchtbarkeit des Bodens vor allem durch Symbiose mit Knöllchenbakterien aber auch durch eine weitere Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen. Mischkultur mit Bohnen war Jahrtausende lang erfolgreich, lange vor der Erfindung des Kunstdüngers. Berühmt sind die fruchtbaren Mischkulturen aus Bohnen, Kürbissen und Mais in Mexiko. Bohnen werden als grüne Hülsen jung und frisch gegessen oder ausgereift als Bohnenkerne. Sie eignen sich außerdem zum Einfrieren, zum Trocken, zum sauer Einmachen und somit als Vorrat.

Bohnen- Vielfalt der Arten und Sorten

Borlotto - Bohnen

Borlotto – Bohnen

Unter dem Begriff Bohnen sind Arten wie die Busch- und Stangenbohnen, die Feuerbohnen und die Puff-, Acker- oder Saubohne zusammengefasst. Die Sau- oder Pferdebohne ist in Europa einheimisch während die beliebten Gartenbohnen allesamt aus Mexiko stammen. Gartenbohnen der Art Phaseolus gibt es in vielen Sorten mit unterschiedlichen Farben und Mustern. Sie können grüne Hülsen, aber auch gelbe oder blaue und rote sowie einfarbige oder gesprenkelte Hülsen haben. Bohnen sie platt oder rund im Querschnitt, gerade oder gekrümmt und gleichmäßig oder unterschiedlich breit. Genauso unterschiedlich sind die Bohnenkerne, die sich außerdem noch im Stärke- und Eiweißgehalt sowie in der Kochzeit unterscheiden. Grüne Bohnen können klein und dünn, wie beispielsweise als sogenannte Kenia-Böhnchen, geerntet werden oder besonders lang wie Stangenbohnen.

Stangenbohnen

Stangenbohnen

Stangenbohnen

Stangenbohnen sind die qualitativ hochwertigsten Bohnen. Die Hülsen sind lang und groß und dennoch zart und dabei besonders aromatisch. Der Anbau von Stangenbohnen ist komplizierter als der der anderen Bohnen. Stangenbohnen brauchen mehr Wärme und eine Stütze beziehungsweise Bohnenstangen zum Hochranken. Anders als die anderen Bohnen winden sie sich an Stangen hoch. Die Aussaat der Bohnen – das Legen der Bohnenkerne – direkt in den Garten ist oft nicht empfehlenswert, weil sie in unserem normalerweise kühlen Frühjahr schneller von winzigen Schnecken im Boden aufgefressen werden als sie keimen können. Auch ist Gießen zur Aussaat eher schädlich und führt zum Verfaulen. Stangenbohnen können also gegebenenfalls in Kästen oder Töpfen an einem warmen Ort vorgekeimt werden. Nachdem sie das zweite Blattpaar, am besten auch die erste Ranke, gebildet haben werden sie in Gruppen von 6 bis 12 Pflanzen jeweils um eine 2,5 bis 3 Meter lange Stange im Kreis herum gesetzt. Dabei muss bedacht werden, dass die später in der Saison weit oben wachsenden Hülsen auch regelmäßig geerntet werden können.

Buschbohnen

Buschbohnen sind viel pflegeleichter als Stangenbohnen. Sie werden in Reihen mit wenigen Zentimetern Abstand direkt in den Gartenboden gesät, beziehungsweise gelegt. Normalerweise reicht es aus, sie beim Legen der Kerne einmal zu gießen und dann zu warten. Auch Buschbohnen können bei Nässe und Kälte schneller verfaulen als sie keimen können. Buschbohnen werden kontinuierlich geerntet. Feiner in der Küche sind sie kleiner, doch Zartheit und Aroma hängen stark von der Sorte ab. Zu groß geratene Bohnenhülsen können ausreifen und als Bohnenkerne gegessen werden.

Feuerbohnen

Junge Hülsen der Feuerbohne

Junge Hülsen der Feuerbohne

Feuerbohnen, die auch unter den Namen Käferbohne oder Prunkbohne bekannt sind, sind die wüchsigsten und robustesten Bohnen für den Garten. Sie vertragen Kälte und Nässe besser als die anderen und sie wuchern an allem hoch was sich ihnen bietet. Nebenbei haben sie wunderschöne feuerrote Blüten, eine echte Zierde. Feuerbohnen sind also die besten Bohnen für Zaunbegrünungen und in Mischkultur. Auch ihre grünen Hülsen können, allerdings nur klein geerntet und gegessen werden.

Welche Bohnen man anbauen und zubereiten mag ist in erster Linie eine Frage der Vorliebe oder der Abwechslung. Junge Böhnchen kocht man schneller als ältere, Stangenbohnen kürzer als Buschbohnen und Feuerbohnen sollte man als grüne Bohnen nur klein und ganz jung verwenden und ansonsten die Bohnenkerne lieber ausreifen lassen.

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Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Fairem Handel beschäftigt.
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