Archiv des Autors: Stefanie Goldscheider

Über Stefanie Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und Herausgeberin von www.biothemen.de, eines Online-Magazins, das sich mit Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt.

Frische Austernpilze im Garten ernten

Seitlinge sind schon erntereif

Seitlinge, frisch im Garten geerntet und gebraten

Die im letzten Herbst angelegten Pilzkulturen im Garten ergaben jetzt, Mitte April bereits die erste große Ernte. Der größte Seitling, der in unseren Breiten im Freien überwintern und bei uns wachsen kann, ist der Lungenseitling mit dem wissenschaftlichen Namen Pleurotus pulmonarius. Dieser Pilz kann auch in der warmen Jahreszeit wachsen, wird auch als Sommer-Austernpilz, als Indischer Austernpilz und als Phoenix-Pilz bezeichnet. In Aussehen, Kultur und Geschmack ähnelt er dem bekannteren Zuchtpilz, dem Austernpilz oder Austernseitling (Pleurotus ostreatus). Allerdings schmecken im Freiland angebaute Pilze viel aromatischer als gekaufte Pilze. Der sehr aromatisch duftende Phoenix-Pilz hat einen feinen Geschmack, trotz seiner enormen Hutgröße von bis zu 30 Zentimetern. Austernpilze können in einer heißen Pfanne in etwas Öl scharf angebraten werden.

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Die Grünalge Chlorella – winzig klein und hoch konzentriert

Was Chlorella ausmacht

Mikroskopische Aufnahme der Mikroalge Chlorella

Chlorella ist eine Grünalge und damit das was die meisten Menschen unter einer Alge verstehen, ein grüner, sehr kleiner, extrem schnell wachsender Bewohner von Wasserkörpern. Chlorella ist keine Wasserpflanze. Biologisch betrachtet stehen die Grünalgen im Vergleich mit anderen Algen  – oder auch Tangen – den Pflanzen aber besonders nah. Grünalgen nutzen für ihre Photosynthese, also die Energieerzeugung aus Sonnenlicht, CO2 ,Wasser und ein paar Mineralstoffen das bekannte Chlorophyll und erscheinen deswegen genauso grün wie Pflanzen. Allerdings ist diese Alge ein Einzeller –  klitzeklein, sehr einfach gebaut und asexuell teilungsfähig. Man nennt diese Gruppe von Organismen auch Mikroalgen. Weil Chlorella weder Stamm noch Stängel, keine Rinde, keine Schale, keine Blüten und Früchte und auch keine Wurzeln oder Fasern besitzt, besteht die Grünalge im Wesentlichen aus purem Chlorophyll. Der hohe Nähr- und Gesundheitswert von Grünkohl oder Spinat beruht auf dem hohen Anteil an Chlorophyll in diesen Blattgemüsen, doch Chlorella übertrifft diese Gehalte bei weitem.

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Entspannung mit Heilpflanzenölen

Ätherische Öle nicht nur für die Aromatherapie

Zitronenverbene

Zitronenverbene

Ätherische Öle enthalten viele Hundert verschiedene flüchtige Substanzen wie etwa Monoterpene, Ester oder Cumarine. Medizinisch-pharmazeutisch betrachtet können die ätherischen Öle weit mehr als angenehm duften. Sie können den Schlaf oder die Konzentration fördern, Wohlbefinden verbreiten und Krämpfe oder Schmerzen sowie Angstzustände lindern. Viele entfalten starke antimikrobielle, immunstimulierende, durchblutungsfördernde oder entzündungshemmende Wirkungen bei ihrer Einnahme.

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Totholz – Lebensraum für Heil- und Speisepilze

Einheimische Pilze sind internationale Stars

Judasohren Auricularia auricula-judae

Judasohr oder Holunderschwamm – ein einheimischer Baumpilz

Die Chinesische Morchel Auricularia auricula-judae, beziehungsweise den Mu Err Pilz kennt jeder, der schon einmal chinesisch gegessen hat. Extrem beliebt in der ostasiatischen Küche verwundert es doch, wenn man erfährt, dass dieser Pilz in Deutschland und Mitteleuropa einheimisch ist. In unserem Kulturraum kennt man ihn als Judasohr oder Holunderschwamm. Wie die vielsagenden Namen verraten, wächst dieser Pilz ohrenförmig aus seinem Substrat, bevorzugt aus abgestorbenen Holunderträuchern. Das Judasohr hat in Deutschland sogar eine Heiltradition, die beispielsweise Hildegard von Bingen bekannt war. Deutsche Forschungen führten zum Nachweis einer Blutgerinnungshemmung und damit dem potentiellen Einsatz bei Durchblutungsstörungen, gegen Arteriosklerose und vorbeugend gegen Thrombosen. Internationale Untersuchungen bestätigen eine Senkung des Cholesterinspiegels, leberschützende und krebshemmende Eigenschaften. Das Judasohr ist einer der potentesten und ältesten Vitalpilze überhaupt! Doch anders als in der Traditionellen Chinesischen Medizin in der dieser Pilz seit 2000 Jahren genutzt wird, geriet die Pilzheilkunde bei uns nahezu in Vergessenheit. 

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Klimawandel und Feinstaub – und was tun wir?

Der CO2 Gehalt der Athmosphäre steigt mehr als errechnet

Es ist erschreckend und es war vorhersehbar –  Nun sind wir bei einen CO2 Gehalt in der Atmosphäre von über 400 ppm angelangt (Quelle: Umweltbundesamt). Das ist höher als jemals in den letzten 10 Millionen Jahren und es ist ein Drittel höher als vor nur 60 Jahren! Erschrickt eigentlich niemand mehr darüber? Noch immer gibt es Kreise, die den Klimawandel leugnen und Dinge sagen wie: “die Chancen des Klimawandels sehen” und “die Pflanzen wachsen besser mit mehr CO2 in der Luft”. Ach ja?

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